Bis Mitte der 1990er-Jahre waren Kreuzfahrten etwas Elitäres – für eher ältere Gäste. Mit der ersten AIDA hat die Kreuzfahrtmarke 1996 diese Urlaubsform in Deutschland aus der Nische geholt. Die Demokratisierung der Kreuzfahrt nahm ihren Anfang. Für Jüngere wie Ältere, die im langsamen Tempo durch die Welt reisen und dabei das eigene Hotel dabei immer mitnehmen – entspannt, legere. Das bietet eine AIDA-Kreuzfahrt.

AIDA im Überblick

  • Zielgruppe: Familien, Paare, Singles
  • Flottengröße: 14 Schiffe
  • Preissegment: ab 140 Euro pro Person/ Nacht (kurzfristig ab ca. 70 Euro)
  • Routen: u.a. Nordland, Ostsee, Mittelmeer, Kanaren, Karibik, Mittelamerika, Ind. Ozean.
  • Nachhaltigkeit: Zwei Schiffe, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) fahren. Bis 2030 erstes emissionsfreies Schiff geplant.
  • Corona-Regeln: Vollständiger Impfschutz auf allen Schiffen nötig, Test(s) vor Reise.
  • App: AIDA Cruises (kostenlos, für Android und iOS)

AIDA-Kreuzfahrt nicht mehr reine Cluberfahrung

AIDA geht zurück auf die staatliche Reederei der DDR, die Deutsche Seereederei (DSR). Eine Art Robinson Club, nur auf dem Wasser, schwebte einem Investor vor, der die DSR nach der Wende kaufte. Mit Erfolg: Mittlerweile fährt AIDA mit 14 Schiffen. Die Clubschiff-Idee von einst ist allerdings nur noch in Ansätzen vorhanden. Um ein breiteres Publikum zu erreichen, ging man weg vom Konzept, wo sich jeder an Bord duzte und zum Clubtanz am Pool animiert wurde. Heute sieht eine AIDA-Kreuzfahrt meist anders aus.

An Deck von Kruezfahrtschiff mit sitzenden Menschen, die aufs mehr blicken
Entspannt übers Meer von der „Lanai Bar“ auf AI- DAperla lässt sich der Blick auf die Heckwelle richten. © IMTEST


Essen: Büfett statt Bedienung

Was geblieben ist: Auf fast allen AIDA-Schiffen gibt es mehrheitlich Restaurants mit Selbstbedienung. Das ist auf Kreuzfahrtschiffen eher untypisch, denn Standard ist auf See eine Bedienung am Platz. Inklusive in den meisten Restaurants sind alle Mahlzeiten und Getränke (Bier, Wein, Softdrinks). Getränke an den Bars müssen hingegen extra bezahlt werden. Auch für das (eher langsame) Satelliten-Internet an Bord werden auf einer AIDA-Kreuzfahrt Gebühren fällig. Genau wie für die Nutzung der Sauna.

Die AIDA-Flotte besteht aus 14 Schiffen. Den jüngsten Neubau hat die Reederei erst im Dezember 2021 übernommen. Die AIDAcosma bietet wie ihre bauähnliche Schwester AIDAnova Platz für über 6.000 Gäste. Vom Gourmet-Restaurant „Rossini“, über die „Time-Machine“ (Restaurant mit Dinner-Show) bis zum Currywurststand finden diese allein 17 größere und kleine Restaurants auf den Schiffen.



AIDA-Kreuzfahrt nach Platzvorlieben

Diese beiden großen Schiffe sind vorwiegend für diejenigen konzipiert, die ihre erste Kreuzfahrt machen. Das umfangreiche Angebot an Bord soll zeigen, dass Kreuzfahrtschiffe einer Hotelanlage an Land überlegen sein können. Auch wenn es an Land meist mehr Platz gibt. Denn eine Standardkabine an Bord ist im Schnitt nur etwa 17 Quadratmeter groß. Bis maximal vier Personen können dort unterkommen – am ehesten wohl Familien. Für die gibt es neben Wasserrutschen etwa auch einen überdachten Spielplatz, damit auf der AIDA-Kreuzfahrt keine Langeweile aufkommt.

Wohnzimmer mit braunem Sofa und Tisch
Kleine Wohnungen Junior-Suiten auf der AIDAper- la sind zum Beispiel bis 53 m² groß (inkl. Veranda). © IMTEST

Die übrigen zwölf AIDA-Schiffe sind alle teils deutlich kleiner. Die AIDAvita bietet beispielsweise Platz für rund 1.500 Gäste. Die kleineren Schiffe werden von erfahrenen AIDA-Gästen geschätzt, weil sie übersichtlicher sind. Kontakte knüpfen ist dort einfacher als auf den neuen Schiffen – hier kann es passieren, dass man Mitreisenden tagelang nicht wieder begegnet.

FAZIT

AIDA ist die Nummer eins auf dem deutschen Kreuzfahrtmarkt. Das Konzept wurde im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. Von der günstigen Innenkabine ohne Fenster bis zur Suite über zwei Decks gibt es gerade auf den großen Schiffen der Flotte sehr umfangreiche Angebote. Das macht sie für ein breites Publikum interessant.