Tipp 1: Vorsicht bei öffentlichen Hotspots

Offene, unverschlüsselte WLANs, etwa im Flughafen oder Hotel, sind für Hacker geradezu eine Einladung, sensible Infos wie Zugangsdaten auszukundschaften. Denn im Gegensatz zum privaten Heimnetzwerk sind Surfer in öffentlichen Funknetzwerken oft nicht allein unterwegs. Melden sich Hacker aber im gleichen Netzwerk wie Sie an, ist es für diese ein Leichtes, den Datenverkehr mitzulesen oder zu manipulieren. Dazu muss es sich nicht einmal um Spezialisten handeln, der technische Aufwand ist gering. Ein anderer Trick: Der Hacker richtet einen eigenen Hotspot ein und wartet, bis sich ein Opfer anmeldet. Dann ist es für ihn noch einfacher den Datenverkehr mitzuschneiden, denn alles läuft über seinen Router.

WLAN Hotspot
Öffentliche Hotspots nutzt man am besten nur mit aktiviertem VPN. © Bernard Hermant/Unsplash

Das Problem dabei: Ob ein öffentlicher Hotspot sicher ist und wann man sich besser nicht einwählen sollte, ist auf die Schnelle kaum abzuschätzen. Seriös klingende WLAN-Bezeichnungen sind zum Beispiel kein Garant für Sicherheit, schließlich können auch Cyberkriminelle ihren Hotspot „Hotel Mercure“ oder „Flughafen München“ taufen. Auch eine vermeintliche sichere Anmeldung per E-Mailadresse und Passwort sagt über die Sicherheit des Hotspots nichts aus.

Wählen Sie alternativ also besser eine mobile Datenverbindung und richten einen mobilen Hotspot mit Ihrem Smartphone ein. Noch einfacher ist die Nutzung einer sogenannten VPN-Verbindung – übrigens nicht nur im Urlaub. So ein Dienst baut auf Knopfdruck einen speziell gesicherten Datentunnel zum Server des VPN-Anbieters auf. Der anonymisiert alle Ausflüge ins Internet und macht Ihre Daten immun gegen jegliche Angriffe. Klingt komplex – ist aber ganz einfach. IMTEST empfiehlt Nord-VPN, den Testsieger beim Vergleich fünf großer Anbieter.



Tipp 2: Diebstahlgefahr reduzieren

Unterwegs ist die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls viel höher als im Büro. Lassen Sie Ihre Geräte daher nicht aus den Augen, auch nicht für einen kurzen Moment. Ebenfalls wichtig: Sichern Sie Notebook und Smartphone mit Passwort und/oder PIN. Befinden sich auf den Geräten zudem heikle Unternehmensdaten, sollten Sie die Festplatte beziehungsweise wichtige Ordner verschlüsseln So kommen Gauner auch im Falle eines Diebstahls nicht an die Daten heran.

Tipp: Falls Sie nicht die Festplatte verschlüsseln möchten, kann es praktischer sein, die sensiblen Daten auf eine mobile Festplatte oder einen USB-Stick auszulagern und diese zu verschlüsseln.



Tipp 3: Achtung Aufladestation

Stromquellen sind unterwegs sowie im Urlaub immer gern gesehen. Seien Sie aber vorsichtig: Denn per USB, wie es Smartphones und zunehmend auch Notebook zum Tanken verwenden, fließen nicht nur Energie, sondern auch Daten. So könnten Angreifer fingierte Ladestationen aufbauen, die entweder Schädlinge überspielen oder Daten abgreifen. Abhilfe schaffen sogenannte USB-Kondome (ab 5 Euro). Die sorgen dafür, dass nur Strom und kein Schadprogramm durch die Leitung kommt.

Tipp 4: Automatische Verbindungen abschalten

Deaktivieren Sie vor Urlaubsbeginn, dass weder Ihr Smartphone noch Ihr Notebook automatisch Verbindungen zu drahtlosen Netzwerken oder Bluetooth-Geräten herstellt. Dadurch bieten sie Kriminellen weniger Angriffsfläche. Sprich: Deaktivieren Sie WLAN und Bluetooth komplett und nutzen die Funktionen nur dann, wenn Sie sie aktuell benötigen.

Tipp 5: Im Urlaub besondere Vorsicht vor Social Engineering

Social Engineering ist ein Klassiker unter den mächtigsten Werkzeugen von Kriminellen. Die Methode basiert darauf, Vertrauen zu gewinnen und Dinge zu tun, die wir normaler Weise nicht machen würden. Wie ein Passwort, finanzielle Details oder andere geheime Informationen preiszugeben. Oder fremden Menschen zu folgen, die sich anscheinend besonders gut auskennen. Gerade im Urlaub, wenn die Stimmung locker ist, sollten Sie darauf achten, nicht versehentlich zu viel zu verraten und Menschen zu vertrauen, die Sie gerade erst kennengelernt haben.