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Studie von Google: Wie nachhaltig reisen die Deutschen?

Wie viel Wert legen die Deutschen auf Nachhaltigkeit, wenn es um das Lieblingsthema Reisen geht? Die Ergebnisse einer Befragung von Google.

Frau sitzt auf ihrem Koffer
© Daria Shevtsova/Pexels, Google

Das Thema Nachhaltigkeit spielt seit den jüngsten Prognosen zur globalen Erwärmung eine so bedeutende Rolle, dass es aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Doch gilt das auch für das Thema Urlaub und Reisen? Google hat dazu eine Studie durchgeführt und 1.000 Deutsche nach ihrem Verhalten in Sachen Nachhaltigkeit und Reisen befragt. IMTEST fasst die Ergebnisse zusammen.


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Reisen und Nachhaltigkeit an und für sich sind komplexe Themen und daher eine separate Betrachtung wert. Wie stehen die Deutschen also zu Beginn der Sommersaison und nach zwei Jahren Pandemie überhaupt dazu, ihre Koffer zu packen und in die Ferne zu schweifen? Die Reiselust scheint jedenfalls da zu sein, so geben 83 Prozent der Befragten an, 2022 auf jeden Fall verreisen zu wollen. Vier von Fünf sagen außerdem, dass das Fernweh nach den zwei Jahren Pandemie größer ist als.

Eine Infografik zeigt, wie groß die Reiselust nach zwei Jahren Pandemie ist.
© Google

Reise-Trend Camping hält an

In den vergangenen zwei Jahren entwickelte sich der Camping-Urlaub zur beliebtesten Art, zu verreisen. In Zeiten von Hotelschließungen kein Wunder, spannend ist jedoch, dass sich dieser Trend auch 2022 fortsetzt. Mit 41 Prozent führen nämlich Camper-Van und Auto die Liste der Transportmittel an, die beim diesjährigen Urlaub zum Einsatz kommen. Am zweithäufigsten ist das Flugzeug mit 36 Prozent – steigende Ticketpreise und Bilder von überfüllten Wartehallen im Flughafen scheinen demnach nicht abzuschrecken. Nur 15 Prozent geben an, mit Bus oder Bahn reisen zu wollen.

Eine Infografik zeigt, welche Reiseverkehrsmittel die Deutschen am ehesten nutzen.
© Google

Die Wahl des Transportmittels ist schließlich auch abhängig vom Reiseziel selbst. Destinationen im eigenen Land können eher noch klimaschonend mit Bus oder Bahn erreicht werden. Für 29 Prozent der Befragten ein Option, denn dieser Anteil plant für 2022 einen Urlaub in Deutschland. Mit 28 Prozent wollen ähnlich viele zwar die Landesgrenze überqueren, jedoch in Europa bleiben. Der Anteil derjenigen, die planen, einen anderen Kontinent zu bereisen liegt bei 15 Prozent.



Nachhaltigkeit: Was wird umgesetzt?

Umweltschonende Maßnahmen im Alltag einzubauen, fällt nicht immer leicht. Wenn es um Mülltrennung geht, werden die Deutschen ihrem Ruf jedoch gerecht. Mit 82 Prozent ist dies die am häufigsten umgesetzte Maßnahme, darauf folgen ein sparsamer Umgang mit Wasser (66 Prozent) und das Einkaufen von regionalen Gütern (56 Prozent). Weniger verbreitet ist unter den Befragten, Gemüse ohne Plastikverpackung einzukaufen. Der Anteil liegt bei gerade einmal 39 Prozent. Auch würden nur 38 Prozent mit Ökostrom beliefert werden, dabei sagen neun von zehn Deutschen, dass ihnen grundsätzlich Nachhaltigkeit im Alltag wichtig ist.

Eine Infografik zeigt Statisiken zum Reiseverhalten der Deutschen im Bezug auf nachhaltiges Reisen.
© Google

Anders sieht es aus, überträgt man Nachhaltigkeit auf Reisen. Hier sprechen sich nur noch 75 Prozent dafür aus, Maßnahmen zugunsten der Umwelt zu ergreifen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: 40 Prozent der Befragten findet nachhaltiges Reisen zu teuer, während 24 Prozent einen Mangel an passenden Informationen dafür verantwortlich machen, nicht-nachhaltige Entscheidungen auf Reisen zu treffen.

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Wenn die befragten Personen benennen dürften, welche Rahmenbedingungen zur Planung einer nachhaltigeren Reise nötig sind, steht an oberster Stelle die Vergünstigung von Bus- und Bahntickets. 40 Prozent geben an, dass dies ihre Entscheidung beeinflussen würde, 33 Prozent wünschen sich Informationen speziell zu nachhaltigen Unterkünften. Services von Google können hier Abhilfe leisten, wie beispielsweise das Ausweisen von Hotels mit Umweltzertifikaten bei Google Reisen. Ebenso kann der dort angebotene Vergleich von CO2-Emissionen verschiedener Reise-Alternativen bei der Entscheidung helfen.