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Smartphones für Kinder einrichten: Die besten Tipps

Das ist beim ersten Smartphone für den Nachwuchs zu beachten.

Kinder wachsen heutzutage in einer stark digitalisierten Welt auf und sind die Geräte meist von ihren Eltern gewohnt. Wenn die Jüngsten damals eine gewisse Zeit vorm Fernseher verbringen durften, werden heute mobile Devices wie Smartphones oder Tablets dafür verwendet, um Filme, Serien, Musik oder Hörbücher abzuspielen. Zu früh sollten Kinder allerdings noch kein Handy für sich allein haben, da online bekanntlich einige Gefahren lauern. Falls es aber doch soweit ist, müssen unbedingt einige Sicherheitsvorkehrungen bei der Einrichtung getroffen werden. Worauf Sie achten sollten, verrät Ihnen IMTEST im Folgenden.

Ab welchem Alter sollten Kinder ein Smartphone bekommen?

Früher oder später wünscht sich der Spross ein eigenes Gerät. Viele Menschen fragen sich dann, ab wann ein Smartphone überhaupt gut ist. Eine allgemeine pädagogische Empfehlung ist es, Kinder nicht vor dem neunten Geburtstag mit einem eigenen Handy auszustatten. Zunächst sollte damit aber nur telefoniert werden können, da Kinder in diesem Alter die Gefahren im Internet meist noch nicht einschätzen können.



Ein brandneues Smartphone muss es deshalb nicht zwangsweise sein: Alternativ reicht ein gebrauchtes Gerät von den Eltern oder älteren Geschwistern. Wenn Kinder bereits vor dem neunten Geburtstag weitere Strecken allein zurücklegen müssen, ist solch ein Notfallhandy zum Telefonieren auf jeden Fall eine gute Idee.

Das Gerät von Simvalley ist beispielsweise ein solches Notfallgerät und mit vier großen Kurzwahl- sowie einer Notruf-Taste ausgestattet. Auf dem Display gibt es vier Fotoplätze, im Speicher können vier normale Rufnummern und fünf Notrufnummern hinterlegt werden. Die Vorteile im Überblick:

  • Fernwartung per SMS
  • Einfache Nummernzuordnung
  • Integrierte Mini-LED-Taschenlampe
  • SOS-Funktion: automatisches Anrufen, bis jemand erreicht wird

Erst ab ca. elf bis zwölf Jahren sind Kinder langsam bereit, erste Erfahrungen mit dem Internet und Apps zu sammeln. Dennoch sollten Sie junge Menschen schrittweise an die Nutzung heranführen. Da besonders gewiefte Jugendliche manche Sicherheitseinstellungen umgehen oder aushebeln können, sollte zudem möglichst eine vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung bestehen.

Diese Sicherheitseinstellungen sollten vorgenommen werden

Jedes Gerät kommt mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen. Dennoch sind die folgenden Einstellungen bei fast jedem Smartphone möglich:

PIN und Passwörter festlegen: Sowohl die SIM-Karte als auch die Bildschirmsperre sollten mit PIN-Codes vor fremden Zugriffen geschützt werden. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es diese Infos auf keinen Fall weitergeben darf.

Nutzerkonten anlegen: Viele Geräte ermöglichen es, mehrere Nutzerkonten anzulegen. Bei der Konfiguration sollten Eltern sich deshalb das Hauptnutzer- bzw. Eigentümer-Konto zuweisen und dieses ebenfalls mit einer PIN sichern, um die volle Kontrolle über das Gerät zu haben. Das Kind bekommt im Anschluss ein eigenes Nutzerkonto (meist via „Nutzer“ oder „Konten“ in den Einstellungen). So wird verhindert, dass der Nachwuchs die Sicherheitseinstellungen umstellen kann.



Bei Android-Smartphones kann ein Google-Konto fürs Kind über die App „Google Family Link“ (mittlerweile auch für iPhones verfügbar) erstellt sowie bestimmte Grundregeln für die Benutzung festgelegt werden. Hierüber können dem Kind zudem administrative Rechte verwehrt werden, sodass sich Apps nicht eigenständig installieren oder deaktivieren lassen.

Jugendschutzfilter bei beliebten Apps aktivieren: Beispielsweise TikTok, YouTube oder Spotify verfügen über einen eingeschränkten Modus, der nur Inhalte zulässt, die eine Jugendfreigabe besitzen.

Bildschirmzeit begrenzen: Am besten vorher mit dem Nachwuchs feste Nutzungszeiten vereinbaren und das Ganze mit einer entsprechenden App unterstützen. Bei manchen Geräten lässt sich dies bereits systemintern festlegen. Bei Android-Smartphones müssen Sie beispielsweise wie folgt vorgehen:

  1. Einstellungen des Smartphones aufrufen
  2. Den Punkt „Digital Wellbeing & Jugendschutzeinstellungen“ auswählen
  3. Über das Dashboard individuelle App-Timer für die tägliche Nutzung einrichten  


Drittanbietersperre aktivieren: Damit Ihr Kind nicht aus Versehen ungewollte Abos abschließt, die über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden, sollten Sie über den Mobilfunkanbieter eine entsprechende Drittanbietersperre aktivieren. Meist ist das auf der jeweiligen Website nach dem Kundenlogin mit wenigen Klicks erledigt.

Xiaomi Redmi 9A: Günstiges Einsteiger-Smartphone

Für den Smartphone-Einstieg muss es, wie gesagt, nicht unbedingt das teuerste Modell sein, vor allem bei Kindern. Android-Geräte bieten sich deshalb eher an, da sie preiswerter sind als Apple-Produkte. Ein Smartphone zum günstigen Preis und mit dennoch zufriedenstellender Technik ist beispielsweise das Xiaomi Redmi.

  • 5.000-mAh-Akku
  • 6,53 Zoll großes HD-Display
  • 2 GB RAM, 32 GB interner Speicher
  • Dual-SIM

Samsung Galaxy A22 5G

Etwas teurer, dafür aber mit 5G-Mobilfunkstandard und ebenfalls mit wichtigen Sicherheitsfunktionen ausgestattet, ist das Samsung Galaxy A22 5G. Mit dem Gerät können Ihre Jüngsten hochwertige Bilder machen.

  • 4GB RAM, 64 GB interner Speicher
  • 5G
  • 6,6-Zoll-Display
  • 5.000-mAh-Akku


Alternative Geräte: Kinder-Smartwatch oder -Tablet

Viele Kinder sind vor allem an Spielen oder am Filmeschauen interessiert. In diesem Fall oder für den Notfall können auch Alternativen wie Tablets oder Smartwatches, die speziell auf Kinder ausgerichtet sind, herhalten.

Kinder-Tablet: Fire HD 8 Kids Edition

Mit dem Amazon Fire Kids-Tablet können Ihre Jüngsten beispielsweise lernen, spielen, Videos schauen und lesen. Eigens für Kinder entwickelt ist das Gerät mit einer umfangreichen Kindersicherung ausgestattet. Mit dieser legen Sie entsprechend fest, wofür und wie lange das Tablet verwendet werden kann.


XPLORA-Smartwatch

Eine weitere Alternative – meist auch günstiger als ein Smartphone – ist eine Smartwatch für Kinder. Die XPLORA XGO 2 ist beispielsweise für knapp unter 100 Euro erhältlich, kann Anrufe an zuvor abgespeicherte Kontakte tätigen und empfangen und verfügt unter anderem ebenfalls über eine SOS-Funktion.

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