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Giftige Nosferatu-Spinne kommt: 3 Mittel gegen das bissige Insekt

Wie Sie die Spinne fernhalten, erkennen und was bei einem Biss zu tun ist.

  • Am Mittelmeer beheimatet, breitet sich die Nosferatu-Spinne in Deutschland immer mehr aus.
  • Sie sieht nicht nur unheimlich aus, sondern ist auch bissig.
  • Es gibt drei effektive Mittel, um die Spinne fernzuhalten.
  • Welche das sind, woran Sie die Nosferatu-Spinne erkennen und wie giftig sie für Menschen ist, verrät IMTEST.
  • Nosferatu-Spinne mit diesen 3 Mitteln fernhalten

    Für die meisten Menschen sind Spinnen eklige, jedoch ungefährliche Insekten. Doch die Nosferatu-Spinne kann auch spürbar beißen. Klar, dass niemand die sich in Deutschland ausbreitende Spinne in den eigenen vier Wänden haben möchte. Um die Spinne effektiv aus Innenräumen fernzuhalten, bieten sich drei einfache Mittel an:

    Ultraschall-Insektenstecker

    Dieses Insekten-Abwehrmittel ist elektronisch und kommt in praktischer Steckerform. Einfach in die Steckdose stecken und es sendet Ultraschallwellen aus. Es wirkt nicht nur gegen die Nosferatu-Spinne und ihre Artgenossen, sondern auch gegen andere lästige Insekten wie Fliegen, Mücken und Kakerlaken. Auch Mäuse soll ein Ultraschallstecker abschrecken. Die Schallwellen sind dabei für Menschen und Haustiere wie Katzen und Hunde völlig harmlos.

    Anti-Spinnenspray

    Mit speziellen Sprays gegen Spinnen und andere Insekten können Sie gezielt an Fenstern, Türen, Fugen & Co. eine unsichtbare Barriere schaffen. Diese soll bei richtiger Anwendung mehrere Monate halten. Das Spray vertreibt zudem auch Spinnen, die sich bereits in Haus oder Wohnung aufhalten. Da es sich um Biozidprodukte handelt, sollten Sie vorher genau das Etikett und die Anwendungshinweise des Herstellers lesen. Von Wasserquellen sind solche Spinnensprays unbedingt fernzuhalten, da sie giftig für sämtliche Wasserorganismen sind.

    Fliegengitter auch gegen Spinnen

    Um Nosferatu-Spinnen und andere Krabbeltiere nicht ins Haus zu lassen, gilt es, die Zugänge zu blockieren. Das können Sie auch mit herkömmlichen Fliegengittern an Fenstern und Türen erreichen. Auf jeden Fall ist dies eine effektive und dabei sehr umweltfreundliche Methode. Da Spinnen aber nun mal nicht nur durch Fenster und Türen ihren Weg ins Haus finden, ist es auch ratsam, sämtliche Spalten und Ritzen mit Silikon abzudichten.   

    Welche Hausmittel gibt es gegen die Spinne?

    Es gibt auch einige Hausmittel, die die Nosferatu-Spinne und ihre Artgenossen aus ihren vier Wänden halten: Lavendel vor Fenstern und auf Balkon und Terrasse platziert, wirkt mit seinem Geruch beispielsweise abschreckend. Auch hat sich der Einsatz von anderen Duftstoffen bewährt:

    • Essig
    • Minze
    • Citronella
    • Eukalyptus


    Nosferatu-Spinne erkennen: So sieht sie aus

    Die Nosferatu-Spinne heißt in der Wissenschaft Zoropsis spinimana und gehört zu der Art Kräuseljagdspinnen. Ursprünglich kommt sie aus dem Mittelmeerraum. Doch aufgrund des sich ändernden Klimas und Einschleppung hat sie sich inzwischen auch in Mitteleuropa ausgebreitet. In Deutschland vor allem im Südwesten und Westen wie der Atlas der Spinnentiere von der Arachnologischen Gesellschaft zeigt. Jüngst wird die Nosferatu-Spinne auch in Niedersachsen verstärkt gesichtet.

    Nahaufnahme Nosferatu-Spinne Rücken auf orangenem Holz
    Die Färbungen auf Vorder- und Hinterleib sind charakteristisch für die Nosferatu-Spinne und haben ihr ihren Spitznamen eingebracht. © NABU

    Die Nosferatu-Spinne hat ihren Trivialnamen von der Färbung auf ihrem Vorderkörper, die an das Vampirbild aus dem deutschen Horror-Klassiker „Eine Symphonie des Grauens“ erinnert. Dies ist auch das charakteristische Merkmal der Spinne. Sie hat außerdem einen schwarzen Fleck auf dem Hinterleib. Mit bis zu zwei Zentimetern Körperlänge und einer Beinspannweite bis zu sechs Zentimetern ist sie eine stattliche, aber nicht sehr große Spinne.

    So gefährlich ist die Nosferatu-Spinne für Menschen

    Für Menschen ist die Spinne in der Regel ungefährlich und sie beißt Menschen auch nur, wenn sie sich bedroht füllt. Wie ihre Artgenossen arbeitet die Nosferatu-Spinne mit Gift, um ihre Beute zu betäuben. Im Unterschied zu den meisten Spinnen in Deutschland kann sie mit ihrem Beißwerkzeug auch die menschliche Haut durchdringen.

    Der Biss der Nosferatu-Spinne ist laut NABU (Naturschutzbund Deutschland) so schmerzhaft wie ein leichter Wespenstich. Die Symptome sind ebenfalls eher leicht. So verschwinden Rötungen, Schwellungen und Juckreiz meistens nach einigen Stunden. Liegt also keine Allergie vor, muss nach einem Spinnenbiss nichts weiter unternommen werden. Kühlung lindert die Symptome.



    Was tun, wenn die Spinne im Haus ist?

    Da die Nosferatu-Spinne ungefährlich ist, müssen Sie grundsätzlich nichts tun, wenn Sie die Spinne bei sich zu Hause entdecken. Wer sie verständlicherweise trotzdem nicht im Haus haben möchte, fängt sie am besten lebend. Dies sollte aber nicht mit der bloßen Hand geschehen, da die Spinne beißt, sobald sie sich bedroht fühlt.

    Ein Glas überzustülpen und ein Blatt Papier drunter zu schieben ist wohl die einfachste Möglichkeit, die Spinne zu fangen. Es gibt aber auch spezielle Fanggeräte für Insekten, mit denen Sie gleichzeitig etwas Abstand zum Tier gewinnen. Nach dem Einfangen sollten Sie die Spinne am besten in mindestens 50 Metern Entfernung zum Haus wieder freilassen.

    Melden müssen Sie die Nosferatu-Spinne nicht. Der NABU hat dennoch einen Dienst für die Meldung eingerichtet. Denn die Informationen helfen dem Naturschutzbund, die Verbreitung der Spinne nachzuvollziehen und im Blick zu behalten.

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