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49-Euro-Ticket: Verkehrsverbünde starten Vorverkauf

Nachdem das 9-Euro-Ticket zunächst ohne Nachfolger auszulaufen schien, werden Pläne um das 49-Euro-Ticket jetzt konkret. Alle Infos bei IMTEST.

Menschen laufen auf einem Bahnsteig vor einem Zug.
© Alexander Bagno / Unsplash

Die drei Monate, in denen das 9-Euro-Ticket zu unbegrenzten Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) berechtigt hat, liegen inzwischen mehrere Monate zurück. Doch auch wenn es aus dem aktuellen Diskurs zu verschwinden drohte, haben sich viele Verbände, Parteien und Organisationen für eine Nachfolge-Lösung stark gemacht. Mit Erfolg, so beschlossen Bund und Länder nun die Finanzierung des 49-Euro-Tickets. Aktuelle Infos, Entwicklungen und Kritikpunkte bei IMTEST.


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Update vom 04.11.2022: Verkehrsverbünde starten Vorverkauf

Nach dem Beschluss des Bund-Länder-Treffens ist es offiziell: Es wird mit dem neuen Deutschlandticket (vorher als 49-Euro-Ticket betitelt) ein vergleichsweise günstiges Monatsabo für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geben, möglicherweise schon ab dem Jahresbeginn 2023. Vor allem Pendler mit einem bereits bestehenden Abonnement bei ihrem jeweiligen Verkehrsverbund profitieren davon. Denn teilweise muss dafür mehr als doppelt so viel an Monatsbeiträgen gezahlt werden, als künftig mit dem Deutschlandticket.

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Manche Verkehrsverbünde kündigen auf deren Webseiten bereits den Start des Deutschlandtickets an, teilweise sogar mit der Option, eins vorzubestellen. Nach aktuellem Wissensstand wird es nämlich nur online verfügbar sein. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) bietet Kunden ohne bestehendes Abonnement diesen Vorverkauf an, obwohl faktisch noch gar nicht feststeht, ob der Starttermin nicht noch nach hinten verschoben wird. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der BVG aus Berlin halten sich damit zurück, informieren auf den jeweiligen Webseiten lediglich darüber.

Wichtig ist vor allem, dass bestehende Abo-Kunden nicht aktiv werden müssen, um ebenfalls von der Ersparnis beim Nutzen des ÖPNV ab 2023 zu profitieren.



Update vom 03.11.2022: Einigung bei Finanzierung

Beim Bund-Länder-Treffen am 2. November einigten sich die Beteiligten auf eine gemeinsame Finanzierung des deutschlandweit gültigen Tickets. Mit jeweils 1,5 Milliarden Euro wollen sich Bund und Länder gleichermaßen an dem 49-Euro-Ticket beteiligen, welches nun als Deutschlandticket bezeichnet wird. Der Start ist für Anfang 2023 geplant, kann sich allerdings auch noch verzögern. Wann auch immer es tatsächlich losgeht: Der Preis von 49 Euro pro Monat wird nur für den Anfangszeitraum von zwei Jahren gelten. Danach wolle man den Preis an die Inflationsdynamik anpassen.

Das Ticket soll ebenso wie das aus dem Sommer 2022 bekannte 9-Euro-Ticket monatlich kündbar sein und in allen Nahverkehrsmitteln in Deutschland gelten. Insbesondere die aufwändige Planung bei überregionalen Reisen mit den jeweils unterschiedlichen Tarifsysteme wird durch das Deutschlandticket vermieden. In Niedersachsen möchte man überdies noch weiter gehen und für bestimmte Personengruppen günstigere Tickets anbieten. Auch in Berlin wird das ursprünglich nur bis Ende Dezember gültige 29-Euro-Ticket für weitere drei Monate verlängert.

Kritik besteht einerseits hinsichtlich des Preisunterschieds von 40 Euro vom ursprünglichen sozial gerechten 9-Euro-Ticket. Bislang sei außerdem vor allem ein digitaler Kauf vorgesehen – zur barrierefreien Nutzung aller Menschen wäre jedoch auch ein Kauf am Ticketschalter notwendig, so unter anderem die Bundeszentrale der Verbraucherzentralen.



Konzept für den Nahverkehr der Zukunft

Das Grundkonzept des potenziellen 49-Euro-Tickets dürfte inzwischen bekannt sein: Mit einem einzigen Ticket, welches für den Zeitraum von einem Monat gilt, können Pendler und Fernreisende in Nahverkehrszügen und -bussen unbegrenzt reisen. Diesmal jedoch zu einem anderen Preis. Das mögliche Abo wäre erneut ohne langfristige Bindung und in allen Verkehrsverbünden in Deutschland nutzbar. Sollte es dazu kommen, wollen die Verkehrsministerien das 49-Euro-Ticket nach zwei Jahren auf dessen Nutzen hin überprüfen.

Problematisch ist allerdings nach wie vor die Finanzierung des Tickets. Der Bund würde sich laut Beschlusspapier der Konferenz mit 1,5 Milliarden Euro an der Finanzierung des Tickets beteiligen. Eine gleiche Höhe würde dafür auch von den Ländern erwartet werden. Diese hingegen pochen weiterhin auf Unterstützung beim Ausbau der Infrastruktur, um eine bundesweite Mobilität überhaupt erst möglich zu machen.

49-Euro-Ticket: Einführung dauert zu lange

Kritik übten neben dem Verbund Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) auch die Allianz pro Schiene sowie die Linke-Partei und die Grünen. Die Kritik richtete sich dabei einerseits an das langsame Vorankommen des sozialen und umweltfreundlichen Tickets. Andererseits sei der Betrag von 49 Euro pro Monat weiterhin zu hoch, um wirklich allen Menschen ÖPNV als Fortbewegungsmittel zur Verfügung zu stellen.

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