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Apple iPhone 14: Satellit-Notruf bald auch in Deutschland

Innovation von Apple: Mithilfe von Satelliten lässt sich jetzt auch ohne Mobilfunknetz ein Notruf absetzen – ab Dezember auch in Deutschland.

iPhone 14 mit Auslösung des Notruf SOS
Im Fall eines Unglücks kann mit der neuen iPhone 14-Funktion selbst fernab jeglicher Infrastruktur ein Notruf abgesetzt werden. © Apple

Nicht vieles ist besser als das Gefühl, komplett in die Natur abzutauchen: Keine Straßen, keine Autos, kein Lärm. Allerdings auch niemand, der einen im Notfall schnell bergen könnte. Um auf Entdeckungen fernab der Zivilisation trotzdem stets ein Gefühl von Sicherheit zu haben, hat Apple an einer Innovation gearbeitet. Diese ist eine der neuen Funktionen der iPhone 14-Reihe, die jedoch mit etwas Verspätung erst jetzt im November an den Start geht. IMTEST verrät, was dahintersteckt.


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Wer bislang von der SOS-Funktion der iPhones profitiert hat, hatte zwar einen gewissen Grad an Sicherheit – brauchte dafür jedoch Anbindung an das Mobilfunknetz oder WLAN. Bislang hieß es also: kein Empfang, kein Notruf. Apple möchte als erster Hersteller weltweit diese Lücke beheben, indem über ein Satelliten-Netz kommuniziert werden kann. Dies geht entweder manuell oder sogar automatisch. Denn sofern das iPhone einen Sturz erkennt, geht mithilfe weiterer Funktionen ein Notruf an eine nächstgelegene Hilfsstelle.

Update vom 16. November 2022: Satellit-SOS auch in Deutschland

Die neue Rettungsfunktion kommt auch nach Deutschland. Im Dezember soll es so weit sein. Dann will Apple den Dienst auch nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland bringen. Er soll auf Geräten mit iOS 16.1 funktionieren. Nach zwei Jahren soll der Notruf-SOS über Satelliten dann kostenpflichtig werden. Apple hat noch nicht bekanntgegeben, wer in Europa zu den Satellitennetzpartnern gehört.

Darüber hinaus hatte Apple erklärt, dass die Funktion die besten Ergebnisse bei gutem Wetter erzielt. Dann kann die Notrufübertragung laut Apple 15 Sekunden dauern. Ist der Himmel bewölkt, kann sich das auf mehrere Minuten ausdehnen.

So funktioniert es: Zunächst muss der Nutzer auf dem Smartphone einige kurze Fragen beantworten. Dann informiert das iPhone darüber, in welche Richtung man das Gerät richten muss, damit eine Verbindung hergestellt wird. Dann sendet es die erste Nachricht mit Informationen über den Standort und die Höhe, auf der sich die Person befindet. Darüber hinaus übermittelt die Funktion Daten zum Batteriestatus des iPhones und einen gegebenenfalls vorhandenen Notfallpass. Über einen Satelliten wird der Notruf dann an Disponenten oder Vermittlungszentralen weitergeleitet.

Screenshot der iPhone-Funktion SOS Notruf von Appel.
Die Funktion erlaubt es, den Notruf zu kontaktieren, auch wenn keine Mobilfunk-Anbindung besteht.
Screenshot der iPhone-Funktion SOS Notruf von Appel.
Um den Bergungsvorgang zu erleichtern, bekommt man genaue Anweisungen, in welche Richtung das iPhone gehalten werden soll.
Screenshot der iPhone-Funktion SOS Notruf von Appel.
Dank Satelliten-Technologie ist eine genau Lokalisierung möglich.

iPhone-Funktion: Nur in Nordamerika

Um diese Funktion zu entwickeln, war laut Apple eine Investition von 450 Millionen Dollar nötig. Neben der Satelliten-Infrastruktur, welche von Globalstar betrieben wird, war zudem auch der Aufbau eines Call Center-Netzwerks notwendig. Mitarbeitende dieser Call Center sollen künftig die Notrufe annehmen und anschließend weiterverarbeiten. Die Funktion wird ab November verfügbar sein, allerdings erstmal nur in den USA und in Kanada.

Wir sind stolz darauf, dass dieser Dienst von führenden US-Unternehmen ermöglicht wird und dass unsere Nutzer netzferne Gegenden erkunden können, weil sie wissen, dass sie im Notfall immer noch in Reichweite der Rettungsdienste sind.

Jeff Williams, Chief Operating Officer bei Apple

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