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Netflix-Konto gesperrt: Vorsicht vor dieser SMS!

Eine angebliche Netflix-SMS droht mit Kontosperrungen.

Eine Fernbedienung zeigt auf einen Fernseher, auf dem das Netflix Logo zu sehen ist.
Eine Phishing-SMS geht um, getarnt als Netflix-Service. © Freestocks

Cyber-Kriminelle versuchen aktuell an die Kontodaten von Netflix-Nutzern zu kommen. In einer SMS weisen sie darauf hin, dass ein “Probleme bei der Autorisierung Ihrer Zahlungsmethode” gäbe, sodass Nutzer die Kontoeinstellungen aktualisieren müssten. Andernfalls würde der Netflix-Zugang gesperrt werden. Es folgt ein Link zu verschiedenen Fake-Websites. Welche Gefahren von diesen Seiten ausgehen, ist aktuell noch nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich ist, dass die Kriminellen versuchen, sensible Daten, insbesondere Konto-Informationen abzugreifen. Möglich sind aber auch Abo-Fallen oder der automatische Download von Schadsoftware. So oder so sollten Empfänger diese SMS löschen und keinesfalls den Link anklicken.

Frau am Smartphone, davor ein Warnsymbol.
Netflix warnt bereits selbst: Die SMS, die angeblich im Namen des Konzerns umgeht, ist fake und ein Phishing-Versuch. © Tim Samuel, Pexels

Netflix warnt bereits

Auch Netflix selbst hat mittlerweile reagiert. Der Konzern weist auf seiner Website darauf hin, dass Mails und SMS, die nach Telefonnummer, Passwörtern oder Zahlungsarten fragen, wahrscheinlich fake sind. Denn eigenen Angaben zur Folge würde der Konzern niemals folgende Punkte per SMS abgefragt: Kredit- oder Debitkartennummern, Bankkonto-Details oder Passwörter. Ebenso würde Netflix niemals über Drittanbieter zu Zahlungen auffordern.

Auch der Streaming-Anbieter warnt davor, auf Links in entsprechenden Nachrichten zu klicken. Stattdessen bittet Netflix darum, verdächtige Mails oder SMS an die E-Mail-Adresse phishing@netflix.com weiterzuleiten und anschließend direkt zu löschen.

Auch der Polizei können solche Betrugsversuche gemeldet werden. Dafür gibt es in jedem Bundesland eigene Anlaufstellen, wie beispielsweise die Onlinewache der Polizei Hamburg.


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Details zu diesem Fall

Da es sich bei der aktuellen Phishing-Falle um einen Versuch per SMS handelt, spricht man auch von “Smishing”. Hier besteht ein gewisser Unterschied zum Phishing per E-Mail, denn Zugang zum Mobilfunknetz zu erhalten, ist ungleich schwieriger, als eine Mail zu verschicken. Da Kriminelle nicht immer selbst über die notwendige Hardware verfügen, müssen sie Drittanbieter bezahlen, die ihre SMS ins Netz einschleusen.

Um dem entgegenzuwirken, filtern Mobilfunkanbieter bereits Nachrichten. Damit wollen sie verhindern, dass Phishing-SMS, wie die zu Netflix in Umlauf geraten. Diese Technologie wäre auch für Social-Media-Plattformen denkbar, denn hier sind die Schwellen für Phishing-Versuche deutlich niedriger.

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