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Apple zahlt 8 Millionen wegen Nutzer-Tracking

Apple trackt heimlich Nutzerdaten.

Ein Richterhammer
CNIL verurteilt TikTok zu einem Bußgeld von fünf Millionen Euro. © Pixabay / Arek Socha

Wer den App Store öffnet, muss damit rechnen, dass Apple jeden der eigenen Schritte trackt und in ein Profil einarbeitet. Das nutzt der Konzern später, um personalisierte Werbung zu schalten, ohne dass die Nutzenden dem vorab zugestimmt hätten. Bei der Einrichtung des iPhones wird die Verarbeitung dieser Nutzerdaten nicht abgefragt. Vielmehr ist der entsprechende Deaktivierungsbutton gut in den Einstellungen versteckt. Auch werden Nutzer nicht über das Tracking informiert. Die französische Datenschutzbehörde CNIL geht nun dagegen vor und verhängt ein Bußgeld gegen Apple, wenn auch ein vergleichsweise geringes.

Apple Logo auf Glaswand
Ein französiches Urteil bestätigt: Apple spioniert seine Nutzer aus. © Matias Cruz / Pixabay

Zuvor: Hinweise gegen Apple-Tracking aus Kanada

Bereits im November hatte die kanadische Softwarefirma Mysk darauf hingewiesen, dass Apple seine Nutzer im App Store sowie in diversen eigenen Apps tracken und mithilfe der Daten Nutzerprofile erstellen soll, ohne dass die Betroffene hierüber informiert würden. Nun bestätigt dies das französische Urteil zumindest für den App Store selbst. Apple (der Konzern) habe es versäumt, “die Zustimmung der französischen iPhone-Nutzer (Version iOS 14.6) einzuholen, bevor er Identifikatoren für Werbezwecke auf ihren Endgeräten auswertete”. Dabei stellte CNIL einen “Verstoß gegen Artikel 82 des Datenschutzgesetzes fest”. Es folgt ein Bußgeld von acht Millionen Euro. Keine große Summe für den Megakonzern, aber immerhin ein Urteil



Apple spielt mit seinem Ruf

Apple hat in puncto Datenschutz und Sicherheit einen Ruf zu verlieren. Bislang hatte sich der Konzern damit gebrüstet, seine Nutzenden vor unliebsamen Zugriffen zu schützen, zum Beispiel vor dem Sammeln und Auswerten von Nutzerdaten durch Dritte. Nun sieht es eher danach aus, als würde Apple seine Nutzer zwar weitgehend nach außen abschirmen, die Daten aber intern selbst zu Geld machen. CNIL jedenfalls begründet sein Urteil gegen Apple Distribution International unter anderem mit den weitgehend unbemerkten “Gewinnen, die das Unternehmen aus den Werbeeinnahmen erzielt, die indirekt aus den von diesen Kennungen gesammelten Daten stammen”.

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