Veröffentlicht inKaufberatung

6 Bluetooth-Boxen für Garten & Camping im Test

Die Wahl der richtigen Bluetooth-Box ist nicht einfach – IMTEST hilft.

Bluetooth-Box von Sonos auf einem Baumstamm unter freiem Himmel.
© Sonos

Das Angebot an Bluetooth-Boxen ist gigantisch – von billig bis teuer, von klein bis groß. Für den Outdoor-Einsatz besonders wichtig, ist die Schutzklasse, die angibt, wie widerstandsfähig ein elektronisches Gerät gegen Wasser und Staub ist. Die Bluetooth-Boxen im Test verfügen entweder über IPX7 (Blaupunkt BT 202+ und Teufel Rockster Go) beziehungsweise IP67 (Sonos Roam, Bose SoundLink Flex und Sony SRS-XE300). Der entscheidende Unterschied: IPX7 bezieht sich nur auf den Schutz gegen Wasser, konkret dürfen entsprechend zertifizierte Geräte bis zu 30 Minuten in bis zu einem Meter tiefes Wasser getaucht werden. Ein IP67-Gerät bietet den gleichen Schutz vor Wasser, schützt aber zusätzlich gegen Staub. Am Strand oder auf einem staubigen Campingplatz ein entscheidender Vorteil.

Bluetooth-Boxen Größenvergleich
Die Testkandidaten (bis auf den Teufel Rockster Go) im Größenvergleich. Obere Reihe von links nach rechts Sony SRS-XE300, Sonos Roam und Blaupunkt BT 202 +. Darunter der Bose SoundLink Flex und der kleine JBL Clip 4. © IMTEST

Bluetooth-Boxen: Größe kontra Klang

Ein weiterer wichtiger Faktor stellt die Größe dar. Bei den Bluetooth-Boxen im Test steht eindeutig die Mobilität im Vordergrund. Durch das leichte Gewicht und die kompakte Größe eignen sie sich bestens als „immer-dabei“-Lösung. Den Vogel in dieser Beziehung schießt dabei der JBL Clip 4 ab. Kaum größer als eine Zigarettenpackung und mit 239 Gramm extrem leicht passt er in jede Jackentasche. Am anderen Ende des Spektrums siedelt sich der Sony SRS-XE300 an, der mit über einem Kilo Gewicht und einer Länge von 24 Zentimetern im Rucksack Platz nehmen muss. Die große Herausforderung für die Hersteller besteht generell darin, trotz der Mini-Maße noch großen Klang zu produzieren.  Rein physikalisch sind die Gehäuse schlicht nicht groß genug, um ein Soundfeuerwerk inklusive wuchtiger Tiefen zu entfachen. Zudem geht durch die kompakte Bauweise meist auch der räumliche Klangeindruck verloren. Denn der Abstand der verbauten Lautsprecher ist für echtes Stereo-Feeling zu gering. Trotzdem ist es mitunter erstaunlich, was die Ingenieure aus den Lautsprecherzwergen für Klang herauskitzeln. Dazu bedienen sie sich verschiedener Tricks, etwa digitaler Klangbearbeitung.

Sonos Roam auf Holztisch
Macht als Smart-Speaker samt WLAN-Anbindung auch zu Hause eine sehr gute Figur: Der Sonos Roam. © IMTEST

Sound: Teufel Rockster Go rockt

Klanglich hat im Testfeld der Teufel Rockster Go die Nase vorn. Für die kompakte Größe klingt die Bluetooth-Box erstaunlich erwachsen – auf jeden Fall größer, als sie aussieht. Dank der zwei Vollbereichstreiber und eines passiven Bassradiators fallen die Bässe kräftig und prägnant sowie die Höhen und Mitten klar und deutlich aus. Dazu kommt, das Teufel es geschafft hat, eine gewisse Räumlichkeit zu schaffen. Zwar hört sich der Rockster Go nicht nach echtem Stereo an, aber der Klang verteilt sich im Vergleich zur Konkurrenz hörbar besser.

Teufel Rockster Go unterm Wasserhahn
Der Teufel Rockster Go klingt nicht nur richtig gut, er ist dank IPX 7-Schutz auch äußerst wasserfest. © IMTEST

Ebenfalls guten Sound kitzelt Sonos aus dem Roam heraus. Dazu hat der US-Hersteller die Bluetooth-Box mit zwei Treibern und zwei Passivstrahlern ausgestattet. Das Ergebnis ist ein für die Größe erstaunlich klarer, kräftiger und ausgewogener Klang. Dazu tragen unter anderem Funktionen wie automatische Kalibrierung und ein spezielles Hochtöner-Array für eine klarere Sprachwiedergabe bei.

JBL Clip 4: Klein aber oho

Auch der Bose Soundlink Flex kann sich hören lassen. Der Klang ist voll und wenig verzerrt. Insgesamt ein wenig bass lastig, auch wenn die Tiefen ein wenig dumpf ausfallen. Eine ähnliche Klangkulisse erzeugt auch der Sony SRS-XE300, mit einer guten Mischung aus Bässen, Mitten und Höhen. Trotz seiner Größenvorteile kann er sich aber klanglich nicht vorm Roam und Soundlink Flex absetzen. Dass die mit Abstand kleinste Bluetooth-Box, der JBL Clip 4, in diesem Punkt nicht mit der Konkurrenz mithalten kann, ist keine Überraschung. Dafür aber, wie lebendig, ausgewogen und natürlich der Sound angesichts der Größe tatsächlich ausfällt. Basswunder darf man allerdings nicht erwarten. Noch ein Regal tiefer ist der Klang beim günstigen Blaupunkt BT 202+ angesiedelt, der insgesamt etwas dumpf ausfällt. Allerdings reicht die Qualität zur Musikberieselung im Hintergrund vollkommen aus.

Fazit

Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist im Testfeld etwas dabei. Wer Wert auf besten Klang legt, greift zum Teufel Rockster Go. Wer nicht nur Garten und Terrasse, sondern auch sein zuhause mit Musik beschallen will, greift besser zum Sonos Roam. Eingeklinkt ins heimische WLAN fungiert die Bluetooth-Box auch als smarter Alexa-Lautsprecher und verbindet sich mit anderen Sonos-Lautsprechern. Für unterwegs empfehlenswert ist aber auch der Bose Soundflex Flex, der ebenfalls durch guten Sound besticht. Ein Tipp ist zudem der ultrakompakte JBL Clip 4, der sich dank Karabinerhaken nahezu überall befestigen lässt. Mit leichten Einbußen beim Klang, aber erheblichem Sparpotenzial holt sich die JBL den Preis-Leistungssieg