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Jackery Explorer 1000 Plus im Test: Erweiterbar und nachhaltig?

Die Jackery Explorer 1000 Plus auf dem IMTEST-Prüfstand.

Eine Person schließt ein Solarpanel an die Jackery Explorer 1000 Plus an, die bereits mit einem Zusatz-Akku erweitert ist. Im Hintergrund ist eine Camping-Szene.
© Jackery

App-Steuerung der Jackery-Powerstation

Die Steuerung der Powerstation per App sind Jackery-Kundinnen und -Kunden bereits von Vorgängermodellen gewohnt. Ebenso wie diese, lässt sich demnach auch die Explorer 1000 Plus mit der Jackery-App verbinden und so zum Beispiel der Akku-Stand oder auch ein- und ausgehende Leistungsströme aus der Ferne überwachen. Auch die benötigte Leistung der angeschlossenen Endgeräte lässt sich mit der App sichtbar machen – wie auch übers ebenfalls ausführliche Display an der Powerstation selbst.

Die App ermöglicht aber nicht nur eine Überwachung, sondern auch eine Fernsteuerung der Explorer 1000 Plus. Die Ausgänge können nämlich auch per Smartphone ein- und ausgeschaltet werden – zumindest Kategorie-weise – und die eingebaute Taschenlampe lässt sich ferngesteuert an- oder ausknipsen.

Ein Screenshot der Jackery App.
Zum einen zeigt die Jackery-App den akutellen Akkustand und die Leistungsströme an.
Ein Screenshot der Jackery App.
Zum anderen lässt sich die Powerstation mithilfe der App auch fernsteuern.

Zusätzlich bietet die App auch noch die Möglichkeit, allgemeinere Einstellungen vorzunehmen – etwa, wann Display oder Ausgänge automatisch abgeschaltet werden sollen. Jackery zufolge soll dadurch Energie eingespart werden können. Das ist vermutlich richtig, da das Display der Powerstation ebenfalls mit Strom versorgt werden muss und aktivierte Anschlüsse auch dann Energie verbrauchen, wenn dort gar keine Endgeräte angeschlossen sind. Anders als etwa bei einem Smartphone lassen sich diese automatischen Abschaltungen allerdings nur mit vergleichsweise langen Intervallen einstellen – fürs Display zwar bereits nach zwei Minuten Nichtnutzung, für die Ausgänge hingegen erst nach frühestens acht Stunden.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Jackery vermarktet sich und seine Solargeneratoren schon seit längerem als besonders nachhaltig und umweltfreundlich. Seit Neuestem gibt es allerdings auch eine Kooperation mit den Eden Rainforestation Projects, bei der je 2 Euro vom Bestellwert einer Powerstation dem Wiederaufforstungs-Projekt zu Gute kommen.

Zudem betonte der Hersteller bereits auf der IFA im September 2023, dass die neueren Powerstations-Modelle nachhaltiger verpackt werden sollen. Das konnte im Test für die Explorer 1000 Plus allerdings nicht festgestellt werden. Die Powerstation war ebenso mit lackiertem Karton, Kunststoffschaum-Platten und einigen Kunststofftüten verpackt wie vorherige Modelle auch schon. Zwar fällt insgesamt vergleichsweise wenig Verpackungsmüll an, dieser könnte aber noch weiter reduziert und/oder aus nachhaltigeren Materialien bestehen.

Die Verpackungsbestandteile stehen um die Jackery-Powerstation herum.
Das Verpackungsmaterial der Jackery Explorer 1000 Plus ist übersichtlich, dennoch könnten beispielsweise die Kunststofftüten für die Kabel komplett wegfallen. © IMTEST

Fazit

Die Jackery Explorer 1000 Plus bietet sowohl eine sehr hohe Ausgangsleistung von konstanten 2.000 Watt als auch eine vergleichsweise sehr hohe Kapazität von 1.264 Wattstunden. Im Labortest konnte sie die angeschlossenen Verbraucher allerdings trotzdem nur knappe acht Stunden betreiben, was für ihre Geräteklasse etwas kurz ist. Beim Aufladen an der Steckdose war sie hingegen fix wieder auf 100 Prozent und dementsprechend schnell wieder einsatzbereit. In der IMTEST-Klasse III, in die diese Powerstation fällt, schneidet sie daher insgesamt gut ab.
Die Explorer 1000 Plus kostet im Jackery-Webshop derzeit 1.299 Euro oder im Set mit zwei passenden 100-Watt-Solarpanels 1.799 Euro.

  • PRO
    • Sehr hohe Ausgangsleistung, sehr große Akku-Kapazität, gutes Verhältnis von Gewicht zu Kapazität, kurze Ladedauer.
  • KONTRA
    • Betriebdauer im IMTEST-Labor etwas kurz, wenig Schutzkappen für Anschlüsse, etwas viel Verpackungsmüll.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,0

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