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Mobile Gas- und Kohle-Grills: Die besten 10 Modelle im Überblick

So gelingt das perfekte Mahl auf einem Mini-Grill.

Mobiler Grill von Skotti auf einem Holztisch.
© Skotti

Das Picknick im Park, im Campingurlaub, beim Angeln, während der Radtour oder zu Hause – ein Grill kann für so manche gesellige Stunden sorgen. Wer insgesamt nicht viel Gepäck mitnehmen möchte, fährt gut mit einem kleinen, mobilen Gerät, das sich handlich zusammenpacken lässt. IMTEST hat zehn Modelle von Knister (Knister Small), Eifel (Sollig), The BBQ-Shop (Bruzz Willi BW1), Skotti (Basic und Max), Fennek (Fennek 2.0 Set), Campingaz (Party Grill 400), Outwell (Jimbu Kocher), Cadac (Safari Chef 30LP) und Cobb (Premier Gas Deluxe 2.0) ausgiebig getestet. Wer dabei das beste Grill-Ergebnis liefert, verrät der Artikel.

Unter den Testkandidaten sind mit dem Cadac Safari Chef und dem Campingaz Party Grill 400 zwei echte Dauerbrenner, die es seit Langem in jedem Camping-Shop gibt. Sie kosten etwa zwischen 134 und 145 Euro. Etwas tiefer muss man für den Premier Gas Deluxe 2.0 von Cobb mit 264 Euro in die Tasche greifen, sowie für den Skotti Max mit knapp 350 Euro. Sein kleiner Bruder ist allerdings schon für 159 Euro zu haben. Die preiswertesten Geräte im Test sind die Grills von Knister und Bruzz Willi, die jeweils um die 100 Euro kosten.

Gas oder Kohle: Vor- und Nachteile

Ob Gas oder Kohle der bessere Brennstoff für einen Grill ist, daran scheiden sich die Geister. In diesem Test funktionieren die Geräte von Knister, Sollig und Fennek mit Kohle, alle anderen setzen auf Gas. Gerade diejenigen, die ihren Grill aber noch zum Einsatzort transportieren müssen, sollte bei der Wahl ein paar Dinge bedenken.

Der Vorteil der Kohle ist, dass sie immer und überall funktioniert. Kartuschen hingegen liefern, anders als die großen Flaschen, bei Temperaturen um null Grad oder darunter nahezu kein Gas mehr. Für das Winterpicknick oder beim Eisangeln ist ein Gasgrill also nichts. Dafür ist ein mobiler Grill mit Gas sauberer, es gibt kein Problem mit Asche oder Restglut. 

Wenn man sich für Kohle entscheidet, sollte man auf Briketts setzen, denn die brennen länger und gleichmäßiger. Der Nachteil: Im Vergleich zu guter Holzkohle produzieren sie mehr Asche. Kann die nicht nach unten weg, ersticken die Briketts langsam. Das Problem hat der tragbare Grill von Knister. Hier wäre ein Kohlerost etwa zwei Zentimeter über dem Boden sinnvoll.

Handhabung und Aufbau

Alle getesteten Grills lassen sich gut aufbauen. Beim tragbaren Gasgrill Bruzz Willi und noch mehr bei Skotti muss sich erst eine gewisse Routine entwickeln, während der Fennek recht intuitiv zusammensteckbar ist. Der grundsätzliche Vorteil ist, dass sich der Platzbedarf vieler Minigrills auf etwa den einer flachen Aktentasche beziehungsweise auf den einer Tupperdose (Knister) reduzieren lässt.

Mobiler Grill als Feuerschale nutzen
Die charmante Feuerschalen-Konstruktion des Sollig wird mit Kohle und Rost zum vollwertigen Grill. © IMTEST
Der Skotti Grill ist sehr kompakt
Pfahl-Grill: Der kleine Skotti ist so kompakt, dass man auch auf relativ begrenztem Raum grillen kann. © IMTEST



Einen sehr guten Kompromiss aus Platzbedarf und Mobilität bilden die Modelle von Cadac und Campingaz. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man das Gestell einklappen (Cadac) oder abschrauben kann (Campingaz).

Mann hält blau schwarzen zugeklappten Gasgrill
Der Party Grill lässt sich zuclipsen und kann dann sogar ganz einfach ohne Tasche mit auf die Reise gehen. © IMTEST

Der begrenzte Platz beim Camping legt nahe, dass die Kochgeräte im besten Falle klein und leicht sind, damit sie sich gut transportieren lassen. Geht es ums Packmaß, ist auch der große Skotti unschlagbar unter den mobilen Gasgrills im Test. Er lässt sich genau wie sein kleiner Bruder einfach flach verpacken und wird bei Bedarf zusammengesteckt. Für den Deckel gilt das auch, ebenso für die Zange, die zeitgleich Deckelgrill ist und auch zum Spatula umfunktioniert werden kann.

Mobiler Gasgrill Skotti in silber an Kartusche angeschlossen
Will man den großen Skotti nicht mit zwei Kartuschen betreiben, braucht es diese wilde (und schwere) Konstruktion. © IMTEST

Durchweg alle tragbaren Grills im Test sind aus wertigem Material und gut verarbeitet. Das sorgt aber auch für ein gewisses Gewicht. Selbst der vergleichsweise kleine Skotti bringt schon drei Kilogramm auf die Waage. Wenn man einen Kilometer in den Park schlendert, ist das kein Problem, auf längeren Touren wird ein solcher mobiler Grill schon schwer. Immerhin passen der kleine Skotti, Bruzz Willi und Fennek in einen 30-Liter-Rucksack oder in eine entsprechende Fahrradtasche. Zum Vergleich: der Skotti Max beziehungsweise der Grill von Cobb wiegen sechs und fünf Kilogramm.

Das Format beim Sollig ist nur noch bedingt für einen Gepäckträger tauglich. Allerdings gibt es dafür eine größere Grillfläche. Clever beim Knister: Er lässt sich wie ein Fahrradkorb an den Lenker hängen. Ist man ohne Fahrrad unterwegs, trägt man ihn wie einen Einkaufskorb.

Mobilen Grill auf Fahrrad transportieren
Einfach, aber clever ist nicht nur das Prinzip der Fahrradhalterung bei Knister, sondern auch die Tatsache, dass es dazu Schutzstreifen gibt. So leidet selbst der historische Edelrenner bei der Spritztour ins Grüne nicht. © IMTEST

Das Anzünden stellt hingegen bei keinem Grill ein Problem dar. So lassen sich die Holzkohlemodelle mittels Holzwolle-Anzünder gut starten und sind durchweg nach 15 bis 20 Minuten einsatzbereit. Bei den mobilen Gasgrills geht es naturgemäß schneller.

So gut sind die Mini-Grills im Test

Das Grillen funktioniert auf allen mobilen Grills recht gut, zumindest, solange genug glühende Kohle vorhanden ist. Bei den tragbaren Gasgrills erstaunt, dass der Bruzz Willi zwar über dem Brenner mehr Hitze hat, am Rost aber beim Skotti (kleines Modell) effektiv mehr ankommt. Skotti, Bruzz Willi und der Knister Small haben beispielsweise keine verstellbaren Roste. Immerhin kann man bei den Gasgrills die Gaszufuhr herunterregeln, sollte es zu heiß werden. Ansonsten hilft nur häufiges Wenden. Beim Sollig und beim Fennek kann der Rost auf verschiedenen Höhen platziert werden. Der Fennek bietet sogar genug Platz, um die Hitze auch über die Kohleverteilung zu regulieren.

Zwei Würstchen auf Grillrost
Der Cobb heizt dank des Alu-Rostest sehr schnell und auch sehr gleichmäßig. Entsprechend gut klappt das Grillen mit dem mobilen Gasgrill im Test. © IMTEST

Bei den Grills von Skotti (Modell Max), Campingaz und Outwell fiel jedoch ein Punkt negativ auf. Beim Zubereiten von etwas fettigerem Grillgut wie Würstchen kam es hier immer wieder zu kleinere Fettbränden.

Der Cadac hat damit weniger zu kämpfen und der Cobb mit dem geschlossenen Aluguss-Rost gar nicht. Ärgerlich beim Skotti Max im Test: Wenn er nicht exakt geradesteht, läuft das Fett zwischen den einzelnen Platten heraus. Denn im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder oder dem Modell von Outwell hat er keine Fettauffangschale. Bei den Grills von Campingaz, Cadac und Cobb landen Flüssigkeiten schon konstruktionsbedingt im schalenförmigen Korpus. Diesen kann man vorm Grillen jedoch mit Wasser befüllen und zum Reinigen auch abnehmen. Das Wasser muss nicht sein, reduziert aber Anhaftungen.

Zwei runde Fettauffangschalen mit Loch in Mitte auf Rasen
Der Korpus ist gleichzeitig Fettauffangschale. Das funktioniert bei Cobb, Campingaz und Cadac ganz wunderbar. Und es vereinfacht die Reinigung. © IMTEST


Mehr als Grillen möglich

Der Cadac, Campingaz und der Cobb basieren auf einem sehr vergleichbaren Prinzip: Es gibt einen runden Brenner, auf den je nach Bedarf unterschiedliche Aufsätze vom Grillrost bis zur Pfanne oder Plancha gesetzt werden können. Natürlich kann man auf den mobilen Gasgrills auch einen normalen Topf oder sogar einen Wok verwenden, die nicht aus dem originalen Zubehör stammen.

Der Skotti wiederum ist ein eher klassischer Grill, aber auch hier bietet der Hersteller Zubehör an, mit denen braten und kochen möglich sein soll. Dieses gibt es von Outwell theoretisch auch. Und zwar in Form von normalem Camping-Kochgeschirr. Denn der Jimbu Kocher ist zur Hälfte ein Kocher, aber zur anderen eben auch ein Grill.

Durch die große Fläche ist es mit dem Skotti Max ebenso möglich, gleichzeitig zu grillen und zu kochen. Das geht sonst nur noch mit dem Jimbu Kocher. Bei den anderen mobilen Gasgrills im Test muss man da etwas mehr „jonglieren“. Ebenfalls gut funktioniert im Skotti Max das Aufbacken von Brötchen, sofern man nur einen Brenner auf sehr kleiner Flamme zusammen mit der Haube nutzt. Hier macht sich der echte indirekte Bereich positiv bemerkbar. Bei allen anderen Grills ist häufiges Wenden der Backware angesagt, damit sie nicht schwarz wird.

Aludose mit gegrilltem Gemüse
Die Frischhalte- und Kochboxen des Skotti eignen sich auf dem Originalgrill eher zum Kochen. Auf dem Jimbu Kocher klappt aber auch das Braten damit gut. © IMTEST

Improvisieren muss man mitunter in Sachen Windschutz. Denn bläst es zu stark, kommen die mobilen Gasgrills an ihre Grenzen. Die Brenner liegen zwar recht gut geschützt, aber durch die geringe Masse speichern die Grillkocher kaum Hitze und kühlen nebst Grillgut schnell aus. Der Outwell bringt beispielsweise seinen eigenen Windschutz schon mit, bei anderen kann man im Zubehörsortiment fündig werden.

Zwei gebackene Brötchen auf mobilen Gasgrill im Test
Aufbackbrötchen sind auf dem Jimbu Kocher ist eine Herausforderung. Mit Improvisation geht es, aber nicht wirklich gut. © IMTEST

Zubehör für unbegrenzten Grillspaß

Für die drei runden mobilen Gasgrills von Campingaz, Cobb und Cadac gibt es jeweils eine Alugussplatte mit Rand, auf der Spiegeleier sehr gut klappen. Beim Jimbu Kocher funktioniert es ebenfalls sehr gut, sofern man eine Pfanne im Gepäck hat. Diese bringen Cadac und Campingaz bereits mit, wobei sie jeweils auch als Deckel nutzbar ist. Beim Party Grill von Campingaz entspricht sie vom Design her grob einem Wok, was es etwas leichter macht, Zutaten mit verschiedenen Garpunkten zu verwenden.

Mobiler Gasgrill von oben mit Gemüse in Wok
Der Party-Grill mit seinem Wok-ähnlichen Topf ist gut geeignet, um vielseitig zu garen und zu braten. © IMTEST

Auch hier fällt der Skotti wieder aus dem Rahmen: Es gibt dicht verschließbare Metalldosen im Zubehör, die nicht nur dem Transport von Lebensmitteln, sondern auch als Kochgeschirr dienen. Sie werden einfach auf den Rost gestellt. Allerdings ist der Wärmetransport nicht optimal, weshalb in den Behältern Braten nur eingeschränkt funktioniert. Kochen und aufwärmen dagegen klappt gut.

Fennek und Bruzz Willi können als Mangal (Spießgrill) verwendet werden. Für den Fennek gibt es dazu optional einen Aufsatz, der Bruzz Willi verfügt schon werksseitig über die Spießaufnahmen.

Spieß bei Grill Bruzz Willi
Die Spießoption beim Bruzz Willi ist ein nettes Feature. Für den Fennek gibt es das als Extra.
Briketts bei Grill Knister
Bei Holzkohlegrills wie dem Knister sind Briketts wegen ihrer längeren Brenndauer sinnvoll.
Fennek Grill mit Rostfläche
Der Fennek (im Bild) und der Sollig sind die Grills mit der größten Rostfläche im Test.
Grillgut auf Fennek Grill
Grillgut: Kleine Steaks, Spieße und Gemüse passen gut. Ein Bratenstück ist hier eher fehl am Platz.


Profi-Grilltipps

Die gelungene Grillparty hängt nicht nur vom Gerät und vom Grillgut ab. Die Vollendung bringt ein geschicktes Händchen am Grillrost. Hier kommen drei wichtige Tipps vom Grillprofi:

Nahezu alle Fleischstücke kleben zunächst an einem heißen Grillrost fest. Wer jetzt auf das Grillbuch hört, das Wenden nach zwei Minuten empfiehlt, reißt mit etwas Pech sein Steak noch mit Gewalt los; Teile bleiben am Rost kleben. Das muss aber gar nicht sein. Denn solange das Fleisch nicht zu mager ist (Geflügel oder Filet), brät es irgendwann Flüssigkeit aus, die die Klebung von selbst löst. Dann lassen sich Steaks & Co. ganz leicht anheben und wenden.

Magere Stücke lässt man erst indirekt vorgaren und verpasst ihnen zum Schluss noch auf hoher Hitze Röstaromen. Das nennt man Rückwärtsgrillen. Übrigens funktioniert das mit jedem anderen Stück Fleisch auch.

Marinaden können Fleisch zusätzliche Aromen verleihen und es geschmacklich aufpeppen. Das gilt auch für Trockengewürze und Gewürzmischungen (Rubs). Trocken gewürztes Fleisch eignet sich eher für indirektes Grillen. In öligen Marinaden eingelegte Steaks kann man direkt grillen. Vorher sollte man allerdings mit einem Küchenkrepp die Marinade abtupfen.

Entgegen mancher Behauptungen ziehen Marinaden keineswegs tiefer ein, je länger man Fleisch darin liegen lässt. Wenige Stunden genügen bereits, um das Grillgut zu aromatisieren. Würde man es dann aus der Marinade direkt auf die Flamme legen, gäbe es erst einen Fettbrand, und dann würde die hohe Hitze Kräuter, Gewürze, Zucker und Pfeffer aus der Marinade verbrennen. Das Ergebnis: Das Fleisch wird schwarz und bitter.

Die wenigsten möchten ihren Grill häufiger und länger putzen, als sie darauf grillen. Das ist auch nicht nötig. Aber hygienisch sauber sollte das Gerät doch sein. Dazu genügt es, den Grill nach jedem Gebrauch ordentlich durchzuheizen, bis nichts mehr qualmt und alles weggebrannt ist. Mit einer Bürste wird dann der Rost gesäubert. Ganz wichtig bei Gasgrills: Die Fettwanne unter den Brennern muss regelmäßig gereinigt werden, zum Beispiel mit einem Spachtel. Sonst besteht die Gefahr eines Fettbrandes.

Einpacken und Mitnehmen

Am Ende müssen die erloschenen und erkalteten Grills auch irgendwie wieder mit nach Hause. Außerdem sollte auch der Grillplatz sauber verlassen werden. Der mobile Grill von Skotti bietet hier eine ziemlich einfache Option. Denn die auseinanderfaltbare Tasche aus Lkw-Planen-Material kann als großzügige Unterlage dienen und man kann schlussendlich auch alle Teile schmutzig darin einpacken. Die Tasche ist leicht zu reinigen, der Rest bis auf den Brenner ein Fall für Spüle oder Spülmaschine.

Das gilt auf für den tragbaren Gasgrill Bruzz Willi. Er hat ebenfalls eine gut waschbare Tasche und noch einen Rucksack mit „Schmutzfach“. Beim Fennek gibt es zwar ebenfalls eine Tasche aus Planenmaterial. Aber die ist eben nicht aufklappbar. Praktisch ist auch der Knister. Ihn hängt man einfach wieder an den Fahrradlenker. Nur die Asche sollte man vorher entsorgen.

Tipps zum Grillen unterwegs kurz zusammengefasst

Wer draußen in der Natur grillt, muss vor dem Start ein paar Dinge beachten, damit das Picknick zu Erfolg wird:

Zum Anzünden sollten feste Anzünder benutzt werden und keine Flüssigkeiten. Außerdem ist ein feuerfester Untergrund sinnvoll. Der mobile Grill sollte windgeschützt stehen, sodass es möglichst keinen Funkenflug gibt. Gerade im Sommer ist eine Löschdecke nicht verkehrt. Die kostet nicht viel und braucht wenig Platz, kann aber im Falle eines Falles Schlimmeres verhindern. Zum Ablöschen der Kohle nach dem Ende des Grillens bietet sich Wasser an. Entweder gibt es das vor Ort, oder man nimmt eine Flasche mit. Das ist zwar etwas Sauerei, aber sicher.

Würstchen, Spieße, kleinere Steaks, mäßig dicke Burger oder Gemüsescheiben funktionieren auf einem mobilen Grill super. Natürlich bekommt man zumindest theoretisch auch ein kiloschweres T-Bone-Steak gar, solange es auf den Rost passt. Aber dafür benötigt man viel Erfahrung und Zeit. Wirklich entspanntes Grillen ist das dann nicht.

Außerdem sollte das Grillgut mit „leichtem Gerät“ handhabbar sein. Die XXL-Grillzange, Schneidbrett und das große Kochmesser müssen ja nicht unbedingt mit auf die Radtour. Besonders praktisch ist Fingerfood. Das erspart einem auch noch das Geschirr.

Die passende Gaskartusche

Die mobilen Gasgrills hier im Test lassen sich mit einer sogenannten Schraubkartusche mit EN-417-Gewinde betreiben. Sie sind auch außerhalb Deutschlands verbreitet, sodass man auch im Ausland kaum Nachschub-Probleme hat. Diese unterschiedlichen Arten gibt es:

Sie sind – je nach Hersteller – befüllt mit 450 oder 500 Gramm n-Butan-Flüssiggas, dem eventuell etwas Propan beigemischt ist. Diese Füllung bleibt aber bei Temperaturen um den Gefrierpunkt flüssig. Die Kartuschen gasen dann nicht mehr aus, Kocher und Grill funktionieren nicht mehr. Das kann sogar bei höheren Temperaturen passieren, wenn der Kocher lange läuft. Denn durch das Ausgasen kühlt die Kartusche immer weiter herunter und legt den Grill irgendwann lahm.

ISO-Butan bleibt erst bei etwa -12° C flüssig. Die Winterkartuschen haben zudem oft durch Papiereinsätze noch mehr Verdampfungsfläche, sodass sie sogar bei Temperaturen bis -15° C oder darunter funktionieren.

Alternativ lassen sich die Grills und Kocher mit entsprechenden Adaptern auch an die großen Propanflaschen (5 kg oder 11 kg) anschließen. Sie funktionieren theoretisch bis etwa -30° C. Auch eine Verbindung zum Gassystem des Caravans ist möglich. Hier sollte man sich aber unbedingt im Camping-Fachhandel beraten lassen.

Simple Kartuschen, wie man sie vielleicht von Lötlampen kennt, passen nicht in die Geräte.

Fazit

Das beste und konstanteste Grillergebnis liefert der kleine Skotti als mobiler Grill zum Zusammenstecken. Er ist wertig, durchdacht, aber von der Größe her eher für das romantische Picknick zu zweit geeignet. Dagegen bietet der Fennek im Stil eines klassischen Kohlegrills bei gleicher Packgröße mehr Fläche und mehr Variabilität. Ein durchaus hippes Produkt für den urbanen Lebensstil ist der Knister mit seinen optionalen Halterungen für Balkon und Fahrrad.

Der Sollig wiederum gefällt durch den Klappmechanismus und durch die Feuerschalen-Funktion. Dadurch eignet er sich ideal für gemütliche Abende vorm Zelt. Der Bruzz Willi kann als Skotti-Klon diesem nicht ganz das Wasser reichen, weiß aber durch die Spießhalterung und den recht günstigen Preis zu gefallen.

Die besten Kombigeräte aus Grill und Kocher sind der Safari Chef und der Party Grill, wobei der Cadac das etwas durchdachtere Gerät ist. Eigentlich wäre hier auch der Cobb zu nennen, bei dem aber das schicke dänische Design Mobilitätspunkte kostet. Hat man den Platz dafür, bekommt man allerdings einen sehr wertigen Grill.


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