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Apple iPhone 14: Alle Modelle, Farben, Preise

Das iPhone 14 und dessen Geschwister-Modelle sind da. Was drinsteckt, wie viel die Smartphones kosten, fasst IMTEST zusammen.

Für lange Zeit brodelte die Gerüchteküche gewaltig. Nun wird serviert. Apple stellte am 7. September 2022 neben weiteren Produkten wie der neuen Generation der AirPods Pro auch die iPhone-14-Serie vor. Die Modelle trumpfen unter anderem mit einer besseren Kamera auf und einige Modelle sind mit dem neuen A16-Bionic-Chip ausgestattet. Was drin steckt, was neu ist und worauf sich Fans freuen dürfen, fasst IMTEST zusammen.

Technische Daten im Überblick

Das sind die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick.

Vier Modelle in unterschiedlichen Größen: 6,1 Zoll (iPhone 14 und iPhone 14 Pro), 6,7 Zoll (iPhone 14 Plus und iPhone 14 Pro Max)
Prozessor: Neuer A16-Bionic-Chip
Kameras: iPhone 14 (Plus): Hauptkamera (12 Megapixel), Ultraweitwinkel (12 MP), Selfie-Kamera (12 MP) / iPhone 14 Pro (Max): Hauptkamera (48 Megapixel), Ultraweitwinkel (12 MP), 3x Tele-Kamera (12MP), Selfie-Kamera (12 MP)

iPhone 14 und iPhone 14 Plus nebeneinander in Händen
Kein mini, dafür ein Plus: Das iPhone 14 Plus (rechts) ist die größere Version des iPhone 14. © APPLE

Kein neues Design für Apples iPhone 14

Alle paar Jahre erneuert Apple das Design seiner Premium-Geräte. Zuletzt ersetzte das iPhone 12 die abgerundete Form des Gehäuses durch einen kantigen Rahmen, und erinnerte damit an das iPhone 4. Davor war es das iPhone X, das mit Notch und abgerundetem Gehäuserand das Design des iPhone 8 neu dachte. Und davor rundete das iPhone 6 die scharfen Kanten des iPhone 5s, iPhone 5 und iPhone 4 ab. Es zeigt sich also: Alle vier Generationen denkt Apple das iPhone-Design neu.

Wenig überraschend also, dass das iPhone 14 dem iPhone 13 nahezu identisch ist. In fünf Farben sind das iPhone 14 und iPhone 14 Plus erhältlich: Mitternacht, Blau, Polarstern, Violett und Product Red. Als neues Modell ist das iPhone 14 Plus dabei, eine größere Version des iPhone 14. Die Notch bleibt bei diesen Modellen unverändert.

Das iPhone 14 Pro und das iPhone 14 Pro Max erscheinen in den Farben Silber, Schwarz, Gold, Dunkelviolett. Die Pro-Modelle kommen ohne Notch aus, setzen dafür auf Aussparungen. Darin verbergen sich die Selfie-Kamera und das Face-ID-Sensor. Spannend ist dabei, dass die Aussparung nicht nur physisch, sondern auch virtuelle Funktionen einnimmt. Als sogenannte Dynamic Island verwandelt sie sich in eine informative oder interaktive Anzeige, die unabhängig vom Hauptbildschirm agiert. So lassen sich etwa Fußball-Ergebnisse kontinuierlich verfolgen, auch wenn der Nutzer das iPhone anderweitig nutzt.

Apple iPhone 14 in den vier neuen Farben aufgereiht
Neue Farben, neues Format. Das iPhone 14 und das iPhone 14 Plus. © APPLE
Apple iPhone 14 Pro vier Modelle
Die vier Farben der beiden Pro-Modelle. © APPLE

Neuer Power-Prozessor A16, lange Laufzeit

Apples hauseigene Chip-Reihe für Mobiltelefone zählt zu den schnellsten auf dem Markt. Die Chipsätze zeichnen sich zudem aus durch hohe Energie-Effizienz, rasantes Rechentempo, KI-Berechnungen ganz ohne Cloud-Anbindung und die lokale Verschlüsselung von Daten. Im wahrsten Sinne des Wortes kernbildend ist dabei der Prozessor.

Der A15 war bereits im iPhone 13 Pro verbaut und bleibt auch der Rechner im iPhone 14 und iPhone 14 Plus. Er erhält Verbesserungen, die vor allem der Kamera zu Gute kommen sollen.

Die Pro-Modelle bekommen den A16 spendiert. Der neueste Mobilprozessor erreicht 40% mehr Arbeitstempo bei 20% weniger Energieverbrauch. Insbesondere Anwendungen, die Videobearbeitung in Echtzeit bewerkstelligen, profitieren von der zusätzlichen Power. Auch die Akkulaufzeit soll davon profitieren. Die beste Mischung aus Leistung und Akkugröße bietet wohl das iPhone 14 Plus, das die längste Laufzeit aller iPhones vorweisen soll.



Apple iPhone 14: Aufrüstung der Kameras

Beim Vorgänger gab es augenscheinlich geringfügige Verbesserungen: Neben neuen Modi und KI-Extras wie der Echtzeit-Texterkennung und dem Kino-Modus gab es auch Hardware-Verbesserungen. Linsen und Sensoren sind größer, was im Test der iPhone-13-Serie zu merklich geringerem Bildrauschen führte. Damit stellte Apple sich gegen den aktuellen Trend anderer Hersteller, mit immer höheren Auflösungen und noch mehr Kamera-Linsen zu aufzufahren.

Auch beim iPhone 14 setzt Apple lieber auf Feintuning. Das iPhone 14 und iPhone 14 Plus sollen bis zu 49% bessere Aufnahmen bei wenig Umgebungslicht bieten. Die Selfie-Kamera verfügt erstmals über einen Autofokus und soll ebenfalls bei wenig Umgebungslicht deutlich bessere Aufnahmen liefern, bis zu 39%. Die Hauptkamera löst nach wie vor mit 12 Megapixeln auf. Auch die Videostabilisierung verbessert Apple. Insbesondere im Action Mode sollen Gimbal-ähnliche Ergebnisse erzielt werden. Die Photonic Engine macht sich die neue Prozessor-Leistung zu Nutze und verbessert softwareseitig das Bild für mehr Details und effektivere Lichtausbeute.

Die Pro-Modelle bekommen einen 65% größeren Sensor mit 48 Megapixel. Die Foto-Pixel setzen sich aus vier Sensorpixel zu sammeln, womit sie mit nur 12 Megapixeln auflösen. Der Trick mit dem zusammenlegen der Pixel: Damit landet letztlich mehr Licht auf einem Bildpixel, die Aufnahmen gelingen also in dunklen Umgebungen deutlich besser.

Die Tele-Kamera der Pro-Modelle soll beim Zoomen eine höhere Detailauflösung bieten – auch bei 4k-Videoaufnahmen.

Apple iPhone 14 Dual Kamera
Bei zwei Kameras bleibt es beim iPhone 14. Allerdings ist der im Innern verbaute Sensor größer. © APPLE
Apple iPhone 14 Pro neue Notch
Die Pro-Modelle haben zum Zoomen nach wie vor eine Kamera mehr als die normalen Modelle. Ganz neu ist die Aussparung, die die Notch ersetzt. © APPLE

Bildschirm mit leichten Neuerungen

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Pro- und Nicht-Pro-Modellen der 13er-Serie: 120 Hertz Bildwiederholrate. Das iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max liefern damit ein sehr geschmeidiges Bewegtbild beim Scrollen, bei Animationen und beim Spielen. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, wird die 60 Hertz klassischer Bildschirme als ruckelnd empfinden.

Und so bleibt es auch: Die Auflösung ist mit 2.532 x 1.170 Pixeln bei 460 ppi wie gehabt sehr hoch, auch ist eine hervorragende Farbgenauigkeit zu erwarten. Neu ist Dolby Vision und HDR 10 für einen größeren Farbumfang.

Auch verbessert: Das iPhone 14 und iPhone 14 Plus sollen eine maximale Helligkeit von 1.200 Nits erreichen, bei den Pro-Modellen sind es enorme 2.000 Nits. Weiterer Vorteil der Pro-Modelle ist das Always-On-Display, bei dem der Sperrbildschirm mit Widgets bestückt ist, die er kontinuierlich anzeigt, ohne das Display erst anschalten zu müssen.

Apple iPhone 14 Pro Sperrbildschirm mit Always On Display
Der Bildschirm der Pro-Modelle zeigt ein Hintergrundbild und Widgets an, auch ohne dass der Bildschirm extra eingeschaltet werden muss. © APPLE

Verbessertes 5G und SOS-Notfalldienst

Apple verbessert die 5G-Unterstützung. Die US-Modelle verzichten dabei auf einen SIM-Kartenslot: e-SIM lautet die Alternative.

Auch kann das iPhone 14 Autounfälle erkennen. Weiteres Notfall-Feature: Eine zusätzliche Antenne soll in Notfällen helfen, wenn Nutzer einen Notfalldienst fernab des Mobilfunknetzes benötigen. Dank der Technik kann das iPhone mit Satelliten kommunizieren. Mit Hilfe eines speziellen Interfaces richtet der Nutzer das iPhone in Richtung eines Satelliten aus. Der Austausch umfasst Schnell-Nachrichten, so dass kein zeitaufwendigen Tippen nötig ist, die den nächst zuständigen Notfalldienst erreichen. Allerdings ist das neue, lebensrettende Feature zunächst nur in den USA und Kanada verfügbar.

App für Satelliten Ausrichtung beim iPhone
Nutzer richtet im Notfall das iPhone auf einen Satelliten aus. Die App hilft bei der genauen Erfassung. © APPLE

Preise und Verfügbarkeiten

Das iPhone 14 ist ab dem 16. September 2022 erhältlich ab 999 Euro. Für 1.149 Euro ist das iPhone 14 Plus zu haben, das ab dem 7. Oktober erhältlich ist.

Das iPhone 14 Pro ist ab 1.299 Euro, das iPhone 14 Pro Max ab 1.499 Euro zu haben. Bestellungen sind ab dem 9. September möglich. Neuer Rekord: Das iPhone 14 Pro Max knackt in der maximale Speicher-Ausführung (1 Terabyte) mit 2.099 Euro als erstes iPhone die 2.000-Euro-Grenze.

Vorbestellungen machen Probleme

Seit dem 9. September sind die Modelle der iPhone-14-Serie bereits vorbestellbar. Doch ganz so einfach ist das offenbar nicht. Wie das Online-Portal “The Verge” berichtet, ärgern sich zurzeit viele US-Nutzerinnen und -Nutzer über den Bestellprozess. Ein Grund: Die Apple-Server geben immer wieder den Geist auf, sodass man die Vorbestellung immer wieder von Neuem beginnen muss. Doch das ist erst die Spitze des Eisbergs aus Problemen. Welche Schwierigkeiten es noch gibt und wo man das Smartphone bekommt, hat IMTEST in einem separaten Artikel zusammengefasst.



Apple iPhone 14: Erste Einschätzung

Mit Blick auf die vorgestellten Neuerungen erscheint die 14er-Serie als Fortsetzung mit eher leichten Verbesserungen. Fokus liegt bei allen vier Modellen zwar auf den üblichen Disziplinen Kamera, Display, Prozessor. Doch vor allem die Kamera-Optimierung muss im Test erst überzeugen, um den sehr hohen Preis zu rechtfertigen. Der ist nämlich bei allen Modellen deutlich gestiegen. Schade ist auch, dass Apple auf ein Mini-Modell verzichtet. Der Wegfall des kleinsten iPhones mit Top-Technik ist wohl die größte, wenn auch unausgesprochene Ankündigung der Keynote 2022.