Ein iPad
Credit: Apple

Den Umstieg von der LCD- auf die OLED-Technologie hat Apple beim iPhone bereits vollzogen. Eine neue, gigantische Bestellung passender OLED-Panels bei Samsung und LG deutet auf weitere Überraschungen hin. Bekommt das iPad die neue Technik ebenfalls?

Zulieferer BOE ist raus

Für die neuen iPhones mit OLED-Bildschirmen hat sich Apple bisher auf den Zulieferer BOE verlassen. Aufgrund zahlreicher Probleme mit den gelieferten Panels von BOE, haben sich die findigen Kalifornier nach neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit umgesehen. Da es BOE nach Berichten nicht gelingt, ihre Panels weiter zu verbessern, sind sie nun aus dem Rennen. Sie werden durch die Panel-Produzenten Samsung und LG ersetzt. Die neuen Zulieferer haben bereits gigantische Mengen auf dem Bestellzettel: Über 120 Millionen Panels mit OLED-Technologie hat Apple bei den Koreanern in Auftrag gegeben.

Samsung und LG reiben sich die Hände: Dank Apple sind die Auftragsbücher randvoll.

iPad mit OLED schon 2023?

Es ist klar, dass nach den iPhones in Zukunft auch die iPads mit der neuen OLED-Technik ausgestattet werden. Viele Nutzer und auch Apple selbst, sind mit den Mini-LEDs im M1 iPad Pro nicht zufrieden. Hier tritt in Teilen ein Blooming-Effekt auf, der helle Flächen in die Schwarzbereiche ausfließen lässt. Trotz einer Kontrastrate von 100.000.000 zu 1 beim Einsatz von Mini-LEDs sind die dunklen Bereiche noch nicht optimal genug, um den Hersteller zu überzeugen.

Auch OLED nicht problemlos

Der Einsatz eines OLED-Panels bei einem iPad würde Apple vor neue Probleme stellen: Denn zum einen ist die Fertigung deutlich teurer, was zu einem merklich höheren Endpreis führen würde. Zum anderen sind OLED-Geräte in den meisten Fällen immer noch vom “Einbrenneffekt” geplagt. Wird ein Bild mit hellen Elementen zu lange angezeigt, kann es passieren, dass sich das Motiv in den Bildschirm einbrennt. Ergebnis: Über allen Anwendungen liegt dann der Schatten des eingebrannten Motivs, das Gerät ist so gut wie unbrauchbar.