Produktdetails

  • Bildschirm: 12,9 Zoll / 2.732 x 2.048
  • Speicher: 512 Gigabyte
  • Preis: 1.699 Euro
  • Herstellerseite: www.apple.com/de
  • Gewicht: 684 Gramm

Dass Apple keine Billig-Geräte für den Massenmarkt produziert, dürfte kein Geheimnis sein. Trotzdem setzt die neue Generation des iPad Pro einen drauf – technisch wie preislich. Der neue M1-Prozessor soll Top-Leistung selbst für anspruchsvolle Anwendungen bieten, das Display sogar professioneller Foto- und Videobearbeitung gerecht werden. Wie gut es sich schlägt und was es besser kann als der Vorgänger, zeigt der Testbericht. IMTEST hat das neue Apple iPad Pro (2021) mit 12,9-Zoll-Display ausführlich getestet.

iPad Pro (2021): Schlankes Design

Das neue iPad Pro (2021) in der 12,9-Zoll-Variante hat etwas zugelegt. Es wiegt nun 684 Gramm statt wie sein Vorgänger 641 Gramm und ist mit 6,4 Millimeter statt wie zuvor mit 5,9 Millimeter etwas dicker. Das ist aber zu verzeihen, denn schlank und leicht ist es insgesamt trotzdem noch. Identisch zum Vorgänger bleibt, dass auch das neue iPad nicht wasserdicht ist. Auch setzt es wie der Vorgänger und das iPhone 12 weiterhin auf die Entsperrung des Geräts via Gesicht (FaceID genannt). Das funktioniert auch weiterhin gut und zuverlässig und ist vergleichen mit der Gesichtserkennung vieler Androiden deutlicher sicherer. Hält der Nutzer das große Tablet im Querformat in den Händen, kann es allerdings auch mal vorkommen, dass er die dafür nötigen Sensoren mit den Fingern verdeckt. Die verbergen sich nämlich im schmalen Bildschirmrand, der zwar nicht dünner oder dicker geworden ist, dafür aber ein wahres Prachtbild umrahmt.

Das neue iPad Pro ist in der großen Variante zwar kein Leichtgewicht, lässt sich aber immer noch gut in einer Hand halten.
Schön schlank: Auch wenn die Gerätedicke minimal zugenommen hat, ist das iPad Pro 2021 immer noch sehr schlank.
Wie auch schon beim Vorgänger sind für das iPad Pro 2021 der Apple Pencil und das Magic Keyboard separat erhältlich – das Keyboard jetzt auch in Weiß.

Apple iPad Pro (2021) im Test: 12,9 Zoll geballte Bildschirm-Brillanz

Der Bildschirm des größeren iPads löst weiterhin hoch auf mit 2.388 x 1.668 Pixeln (ergibt 264 Pixel pro Zoll) und liefert ein scharfes Bild, auch die Größe mit 12,9 Zoll ändert sich nicht, ebenso wenig die Bildwiederholrate von 120 Hertz. Warum auch? Für ein Tablet sind das bereits sehr gute Werte. Nachgebessert hat Apple bei der Display-Technologie, die nun den Zusatz “XDR” erhält und somit vollständig “Liquid Retina XDR” heißt. Die verwendete Technik besteht aus 10.000 Mini-LEDs. Damit soll es das iPad auf enorme Helligkeiten von 1.000 Candela Pro Quadratmeter (cd/qm), bei bestimmten HDR-Inhalten mit besonders hohem Kontrastumfang sogar auf 1.600 cd/qm bringen. Bei gewöhnlichen Inhalten wie beim Surfen und Lesen erreichte das Display im Test eine geringere, aber noch hohe Helligkeit von 623 cd/qm. Zum Vergleich: Notebooks wie das Surface Laptop 4 bringen es auf um die 300-400 cd/qm. Das gemessene Kontrastverhältnis ist sehr hoch und erreicht bei der Messung das Maximum. Somit bietet das neue iPad Pro (2021) ein sehr tiefes Schwarz. Die Farbwiedergabe erreichte eine hohe Genauigkeit, auch beherrscht das Profi-Tablet den erweiterten Farbraum DCI-P3, womit es sich für Grafik- und Videobearbeitung hervorragend eignet. Passend dafür ist der Apple Pencil separat erhältlich (für 135 Euro). Die Eingabe mit diesem geht wie auch bei den Vorgängern sehr präzise von der Hand, die Druckstufen sind sehr differenziert.

Das iPad Pro 2021 (12,9 Zoll) zeigt ein kontrastreiches, scharfes und farbtreues Bild.

Rasanter M1-Prozessor jetzt auch im iPad

Richtig fix waren die Prozessoren der Pro-Modelle schon immer. Der neue M1-Prozessor, der auch im Test des neuen iMac 24 Zoll für rasante Geschwindigkeiten sorgte, toppt das Tempo. Im Geekbench erreichte er mit Mehrkern-Berechnungen stolze 7,268 Punkte, im Spielebenchmark 3D Mark Sling Shot Extreme Höchstwert. Damit ist das iPad für jede Rechenaufgabe gerüstet. Spiele laufen auf höchsten Einstellungen butterweich, Video- und Grafik-Bearbeitungen berechnet es ebenfalls schnell – die richtige Anwendung vorausgesetzt. Für den professionellen Anwendungsbereich gibt es zwar schon die eine oder andere App für Profis, etwa Adobes Photoshop. Die Auswahl ist aber im Vergleich zum MacBook Pro mit demselben Chipsatz noch begrenzt. Für den Normalverbraucher, der nicht spielt und keine Augmented-Reality-Extras wie Apples Clips nutzt, fehlt es an Notwendigkeit des sehr schnellen Prozessors. Das hindert den derzeit schnellsten mobilen Prozessor aber nicht, im Test die Bestnote zu erringen. Auch der Akku profitiert vom neuen Prozessor dank höherer Energie-Effizienz. Bei dauerhafter Video-Wiedergabe eines Full-HD-Videos via WLAN-Stream brachte es das iPad Pro auf solide 10:40 Stunden und somit 1:09 länger als der Vorgänger. Bei der Ladedauer benötigt das neue iPad 3:10 Stunden in der getesteten 12,9-Zoll-Variante.

Der neue M1-Prozessor ist für professionelle Anwendungen wie Photoshop, aber auch rechen-intensive Spielereien wie Apple Clips geeignet.

Apple iPad Pro (2021) im Test: Fix im Internet

Auch neu an Bord ist der aktuelle Mobilfunkstandard 5G, der sehr hohe Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung erlaubt. Ebenfalls dabei ist der neue Netzwerkstandard Wi-Fi 6, der allerdings noch wenig verbreitet ist, da wenige Nutzer über einen passenden Router verfügen. Im Testlabor prüft IMTEST deshalb die Geschwindigkeit des üblichen Wi-Fi 4 (2,4 Gigahertz-Frequenz) und Wi-Fi 5 (5 GHz-Frequenzband). Hier erreichte das iPad Pro (2021) sehr gute Geschwindigkeiten mit bis zu 611 Megabit die Sekunde.

Neuer USB-4-Standard für Speicher und Zubehör

Schnell ist auch die Datenübertragung via Kabel. Dafür ist der neue USB-4-Standard verantwortlich, mit dem sich der Speicher erweitern und viel Zubehör wie ein Tonstudio-Mikrofon, Midi-Keyboards und ein Bildschirm anschließen lässt – mit passendem Adapter sogar alles zugleich. Auf eine Speicherweiterung via SD-Karte müssen Nutzer weiterhin verzichten. Dafür ist das iPad Pro mit Speichergrößen von 128 Gigabyte über 256 GB, 512 GB und 1024 GB bis zu 2.000 GB erhältlich. Der Aufpreis hierfür ist allerdings enorm und macht zwischen kleinstem und größten Speicher einen Unterschied von mehr als 1.200 Euro aus.

Kameras, Klang und Mikroqualität

Die rückseitigen Kameras liefern ähnliche Ergebnisse wie die des Vorgängers. Die Hauptkamera schießt Fotos mit 12 Megapixeln und bildet bei Tageslicht viele Details ab und zeigt eine noch gute Farbwiedergabe. Sie gehört zu den besten aktueller Tablets, kann aber bei nicht mit den Smartphone-Fotos eines Samsung Galaxy S21 oder dem iPhone 12 Pro mithalten. Spannender ist da die Frontkamera, die Fotos in ähnlicher Qualität schießt, aber eine Besonderheit mitbringt: Bei Videotelefonaten verfolgt sie den Nutzer, selbst wenn er sich durch den Raum bewegt, wodurch er für seinen Gesprächspartner immer im Blick bleibt. Der ist dank der integrierten Vierfach-Lautsprecher klar und gut verständlich. Tiefen wie zum Beispiel kräftige Bässe in Songs zählen aber aufgrund der flachen Bauweise nach wie vor nicht zu den Stärken des iPads, können sich für ein Tablet aber durchaus hören lassen.

Zwei Lautsprecher auf jeder Seite des iPad Pros sorgen für einen guten, räumlichen Klang.
Zwei rückseitige Kameras: Hauptkamera (12 MP) und Ultraweitwinkel-Kamera (10MP), nebst LiDAR-Scanner für Augmented- Reality-Anwendungen.

Technische Daten im Vergleich

FAZIT

Apples iPad Pro (2021) in der 12,9-Zoll-Variante betont das “Pro” im Namen. Denn der neue Bildschirm, der blitzschnelle Prozessor und die Konnektivität über USB 4 spricht vor allem Profis an, die stark auf Video- und Bildbearbeitung setzen. Das sind aber auch schon alle wichtigen Neuerungen. Nutzer, die nicht das Nonplusultra aller Tablets benötigen, können beruhigt zum iPad Air oder iPad greifen.

  • PRO
    • Farbtreues, scharfes und sehr helles Display, herausragende Prozessorleistung, schnelle Datenübertragungen über USB 4, WLAN und 5G.
  • KONTRA
    • Fotoqualität etwas gering, Speicher nicht per micro-SD-Karte erweiterbar, nicht wasserdicht

IMTEST Ergebnis:

gut 1,8