Apple iPhone 13 Pro in vier Farben mit blauem Button
Das iPhone 13 Pro erscheint in vier Farben, die denen der vorherigen Generation in der Auswahl zwar ähneln, aber insgesamt heller wirken. Credit: Apple

Update vom 16.09.21: iPhone 13 – nur die Topmodelle mit mehr Kernen?

Die Apple Keynote 2021 ist vorbei, die Fans beginnen auch zwischen den Zeilen zu lesen und lassen sich von der Jubel-Arie nicht so einfach beeindrucken. Denn der neue A15 Bionic-Chip, der mit hoher Leistungsfähigkeit begeistert, spaltet die Käufer in zwei Lager. Die kleineren Modelle, als das iPhone 13 Mini und das iPhone 13 müssen sich wohl mit einer abgespeckten Version des neuen Chipsatzes zufrieden geben. Auf diesen Geräten hat die CPU des Systems vier Kerne. Die Top-Modelle, das iPhone 13 Pro und das iPhone 13 Pro Max bekommen den gleichen Chip, dieser hat aber einen Kern mehr. Wie und ob sich das in der Praxis auswirkt, wird die Zukunft zeigen.

Pro Res nur in den Top-Modellen?

Auch eine weitere Vermutung lässt die Augenbrauen nach oben und die Mundwinkel nach unten schnellen. Denn für das iPhone 13 hat Apple zwar das neue Format “Pro Res” angekündigt, welches sich vornehmlich an Nutzer wendet, die mit dem Smartphone gerne Filme drehen. Die Kompressionstechnologie des Formates erlaubt gestochen scharfe Bilder, hohe Farbechtheit und noch mehr, was für angehende Regisseure wichtig ist. Hier scheint es allerdings einen Haken zu geben. “Pro Res” bietet auf dem Papier eine Auflösung von 4K bei 30 Bildern pro Sekunde.

Das gilt aber scheinbar nur für die Modelle des iPhone 13, die über 256 Gigabyte Speicher verfügen. Ist weniger Speicher verbaut, können Filme mit Pro Res nur in einer Auflösung von 1080p aufgezeichnet werden. Die genauen Gründen liegen noch im Dunkeln, man geht davon aus, dass das größere Speichermodul schnellerer Übertragungsraten innerhalb des Smartphones ermöglicht. Das Pro Res-Feature steht nicht direkt zum Verkaufsstart des iPhone 13 zur Verfügung, sondern soll erst später per Update nachgereicht werden.

Am 14.09.21 um 19:00 deutscher Zweit haben die Redmonder zum “California Streaming” eingeladen. Neben der neuen Apple Watch 7 präsentierte Apple auch die neuste Generation iPhones. Alle Infos im Überblick.

Apple iPhone 13: Die Modelle im Überblick

Das sind die neuen Modelle:

  • iPhone 13 mini (5,4 Zoll Bildschirm)
  • iPhone 13 (6,1 Zoll Bildschirm)
  • iPhone 13 Pro (6,1 Zoll Bildschirm)
  • iPhone 13 Pro Max (6,7 Zoll Bildschirm)

Mit der Aufstellung knüpft Apple an das Line-Up der letzten Generation an und bringt für jedes Modell einen Nachfolger.

Apple iPhone 13: Super Retina

Abgesehen von den Größen gibt es Unterschiede zwischen den Pro-Modellen zum iPhone 13 und iPhone 13 mini vor allem durch ein besseres Display, das nun auch Bildwiederholraten von bis zu 120 Hertz erreicht (genannt, ProMotion). Die Technik wechselt intelligent je nach Anwendung und auch innerhalb der Anwendung je nach Nutzerverhalten auf bis zu 10 Hertz, um so Energie zu sparen.

Design: Kleine, aber wichtige Änderung

Eine größere Design-Neuerung bei den iPhones gab es schon 2020. Statt abgerundeten Displayrahmen setzt Apple mit dem iPhone 12 auf ein kantiges Design. Das bleibt auch beim iPhone 13 so. Nach wie vor ist es staub- und wasserdicht nach IP68, bietet ein flaches Gehäuse aus Aluminium. Neu ist die kleinere Notch. Das iPhone 13 und iPhone 13 mini werden in den Farben Blau, Pink, (Product) Red, Weiß und Schwarz erhältlich sein. Das iPhone 13 Pro und Pro Max kommt in vier Farben: Gold, Silber, Graphite und Sierra Blue.

Apple iPhone 13 kleinere Notch
Erfreulich und erwartet: Eine kleinere Notch haben sich viele Nutzer gewünscht – und erhalten sie nun mit dem iPhone 13. Credit: APPLE
Die Farben des Apple iPhone 13
Die Farben des iPhone 13 (mini): Product Red, Weiß, Schwarz, Blau und Roségold. Credit: APPLE

Leistung: Prozessor, 5G und WLAN

Apples Prozessoren setzen stets neue Maßstäbe. Der noch aktuelle A14-Bionic-Chip beschert dem iPhone 12 rasantes Tempo beim Gaming, Videoschnitt und der allgemeinen Bedienung des Geräts. Als sein Nachfolger soll der A15-Chipsatz noch mehr Tempo bieten und bis zu 50 % schneller sein. Vor allem Spiele und AR-Anwendungen sollen davon profitieren. Natürlich ist auch wieder 5G als schneller Mobilfunkstandard an Bord.

Kameras: Ultraweitwinkel und Makro-Aufnahmen

Die rückseitigen Kameras lösen nach wie vor mit 12 Megapixeln auf. Dafür soll die Lichtempfindlichkeit deutlich höher sein als bei Vorgänger-Modellen, um auch bei wenig Licht viele Details klar einzufangen. Anders als beispielsweise beim OnePlus 9 Pro löst der Ultraweitwinkel mit 12 Megapixeln nicht sehr hoch auf. Das muss aber kein Nachteil sein. Schließlich kommt es auf die richtige Abstimmung zwischen Sensor und Software an, die Apples Kamerasysteme in bisherigen Tests durchaus unter Beweis stellten. Ein besonderes Augenmerk legt Apple auf einen deutlich schnelleren Autofokus. In den Präsentationsvideos der Keynote erinnerte der Wechsel zwischen scharfem Vordergrund und Hintergrund an cineastische Kamera-Einstellungen. Kein Wunder also, das Apple es “Kinomodus” nennt (Cinematic Mode). Dieser eignet sich besonders für Nutzer, die ihr Smartphone für kreative Filmaufnahmen nutzen möchten.

Pro-Modelle mit weiteren Kamera-Extras

Die Pro-Modelle bringen eine weitere Kamera mit mit 3-fachem optischen Zoom, für Fotos und Videos. Außerdem unterstützt die Ultraweitwinkel-Kamera nun auch Makro-Aufnahmen, also Nahaufnahmen aus wenigen Zentimetern Entfernung. Alle drei Kameras verfügen über einen Nachtmodus, der klare und detailreiche Aufnahmen auch bei Nacht ermöglichen soll. Weitere Neuerungen und Unterschiede gegenüber den günstigeren Modellen betreffen die Software, die nun weitere Anpassungen schon während der Aufnahme erlauben.

Erfreulich ist, dass nun nicht nur die Pro-Modelle, sondern auch das iPhone 13 und iPhone 13 mini über eine optische Bildstabilisierung verfügen, um das Verwackeln vor allem bei Videoaufnahmen zu reduzieren.

Drei rückseitige Kameras des iPhone 13 Pro
Das iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max bringen wie auch schon bei der vorherigen Generation eine Kamera mehr mit. Neu ist die Funktion als Makro-Kamera. Credit: APPLE
iPhone 13 Pro Makroaufnahme
Ein Extra, das schon viele Androiden beherrschen, allerdings zumeist bei sehr geringer Auflösung: Makroaufnahmen zeigen Details von Motiven aus nächster Nähe – wie hier die Tropfen auf einem Pilz (Quelle Foto: Apple). Credit: APPLE
Nachtaufnahme iPhone 13 Pro
Auch wenn sich die Auflösung der Sensoren nicht ändert, die Größe schon. Das soll mehr Lichtempfindlichkeit bringen und somit bessere Aufnahmen mit deutlich mehr Details bei wenig Licht (Quelle Foto: Apple). Credit: APPLE

Größerer Akku, längere Laufzeit

Apple ist gut darin, die Akkulaufzeit zu optimieren: Im Vergleich zu etwa gleich teuren Androiden kommen iPhones trotz kleinerem Akku auf ähnlich gute Laufzeiten. Trotzdem erreichen die Apple-Smartphones keine Spitzenwerte und sind nicht gerade als Dauerläufer bekannt. Entsprechend sollen das neue iPhone 13 und das iPhone 13 Pro Max 2,5 Stunden länger durchhalten als ihre Vorgänger, dank größerem Akku und besserem Ressourcen-Management des Systems. Das Pro soll immerhin 1,5 Stunden länger durchhalten als sein Vorgänger.

Apple iPhone 13: Preise und Veröffentlichung

Schon die Auslieferung des iPhone 12 lief nicht ganz rund. Durch die Corona-Pandemie lagen Produktionsstätten still, Teile konnten nicht produziert werden, es entstanden Engpässe bei der Zulieferung von Einzelteilen und Produktionsschwierigkeiten.

Dieses Jahr scheint Apple besser vorbereitet zu sein: Ab dem 17. September beginnen die Vorbestellungen, ab 24. September die Auslieferung aller vier Modelle.

Das iPhone 13 mini startet ab 799 Euro, das iPhone 13 ist ab 899 Euro erhältlich. Beide Modelle sind nun mindestens mit 128 GB Speicher erhältlich, also doppelt so viel wie noch ihre Vorgänger. Auch gibt es Varianten mit 256 GB und 512 GB Speicher. Das iPhone 13 Pro ist ab 1.149 Euro zu haben, das iPhone 13 Pro Max ab 1.249 Euro. Neu ist die Speicher-Variante mit 1 Terabyte, die den Pro-Modellen vorbehalten ist und für einen ordentlichen Aufpreis sorgt: 1.829 Euro kostet somit das Pro Max Modell.