Eine Konzeptgrafik zum iPhone 14
Credit: ConceptsiPhone

Das iPhone 13 ist gerade erst veröffentlicht, schon ranken sich die Gerüchte um den Nachfolger: Was das iPhone 14 können soll und wie es um die Glaubwürdigkeit der Gerüchte steht, hat IMTEST zusammengefasst.

Update vom 11.10.21: Erste Konzeptbilder des iPhone 14 aufgetaucht

Es ist sicherlich nie zu früh, um sich Gedanken über den Look des kommenden iPhone 14 und iPhone 14 Pro zu machen. Aus diesem Grund hat der Instagram-Kanal “ConceptsiPhone” bereits erste Konzeptgrafiken erstellt. Hier wurden alle bis jetzt bekannten Informationen zum kommende Apple-Smartphone gebündelt und in einem Konzept dargestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Notch fällt komplett weg, nun ist der ganze Bildschirm sichtbar und auch der Rahmen ist nochmal deutlich schlanker geworden. Zusätzlich entfallen die unbeliebten Hubbel, welche die Kamera beherbergen. Im iPhone 14 sind die Kameras komplett im Gehäuse verschwunden, das ganze Gerät wirkt wie aus einem Guss. Die neuen Konzeptgrafiken zeigen erste Designs für das iPhone 14 und das iPhone 14 Pro. Im eingebundenen Video können Sie sich ein genaues Bild von den neu erstellten Konzepten machen. Das iPhone 14 und das iPhone 14 Pro werden aller Voraussicht nach im Herbst 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Noch mehr Speicher?

Mit dem iPhone 13 hat Apple erstmals eine Version im Angebot, die 1 Terabyte (1.000 Gigabyte) Speicher beherbergt. Allerdings steht die Variante nur den Pro-Modellen zur Auswahl, die sich den großen Speicher zudem einiges kosten lassen.

Gerüchten zufolge soll das nächste iPhone das gerade erst neue Maximum überbieten. Das iPhone 14 soll mit 2 TB doppelt so viel Speicher bieten. Was die Aufstockung wahrscheinlich macht, ist der Umstieg auf eine neue Speicher-Technologie, wodurch größere Kapazitäten günstiger zur Verfügung stehen.

Apple iPhone 14: Neues Design, neue Farben

Alle paar Generationen ändert Apple das Design seines beliebten Produkts. Zuletzt gab es eine Runderneuerung mit dem iPhone 12 2020, davor mit dem iPhone X 2017 und davor mit dem iPhone 6 2014. Es scheint also, als würde Apple alle drei Jahre eine Runderneuerung der Optik durchführen. Sollte es sich so fortsetzen, wäre die nächste große Design-Änderung also erst 2023 zu erwarten.

Wie Apple Insider berichtet, will Mark Gurman es besser wissen. Ihm zufolge gibt es mit dem iPhone 14 ein komplettes Redesign. Auch soll es neue Einstiegsmodelle geben.

Einschätzung von IMTEST: Auch wenn noch schwer abzuschätzen ist, ob ein neues Design tatsächlich kommt, ist es doch eher unwahrscheinlich, dass dies schon 2022 folgt. Neue Farben wird es vermutlich geben, da dies mit fast jeder bisherigen Generation der Fall war.

Neue Modelle vom Apple iPhone 14

Realistischer klingt die Behauptung, dass es neue Modelle geben wird. Vorstellbar wäre ein iPhone 14 Air oder iPhone 14 Lite als günstige Versionen für Einsteiger. Auch Gerüchte um ein faltbares Modell machen die Runde, ähnlich dem Galaxy Z Fold3.

Einschätzung von IMTEST: Günstige Modelle würden den aktuellen Marktbedarf abdecken. Der Trend zu günstigen Mittelklasse- und Einsteigergeräten steigt. Eine ähnliche Aufstellung verfolgt Apple bereits mit dem iPad, iPad Air und iPad Pro. Ein drittes Modell also, dass sich preislich entweder zwischen iPhone 14 und iPhone 14 Pro oder noch unter dem iPhone 14 positioniert, wäre somit konsequent.

Apple iPhone 14: Display-Verbesserungen?

Zum Display gibt es derzeit keine Gerüchte. Aber wie sollte es auch anders sein. Das Display des iPhone 13 Pro zeigte sich im Test als eines der besten überhaupt. Es verfügt endlich über eine Bildwiederholrate von 120 Hertz, ist hochauflösend und zeigt eine sehr gute Bildschirmhelligkeit. Die sehr gute Farbtreue wird nur noch von Samsung mit dem S21 Ultra übertroffen.

Einschätzung von IMTEST: Der Bildschirm wird aller Voraussicht nach die geringsten Neuerungen bringen. Statt einer bahnbrechenden, neuen Technik ist eher eine Verbesserung bereits vorhandener Qualitäten wahrscheinlich.

Apple iPhone 14: FaceID und TouchID

FaceID nimmt im iPhone 13 weniger Platz weg, die Notch ist geschrumpft. Damit ist Apple dem Wunsch vieler Nutzer nachgekommen. Toll wäre natürlich, wenn sie ganz verschwindet. Dafür aber müssten die Sensoren unter dem Display verbaut sein, wie die Frontkamera im ZTE Axon 30. Der Test zeigte jedoch, dass sie nicht wirklich unsichtbar ist. Apple müsste also erst eine ausgereifte Technik finden, ein notchloses iPhone zu bewerkstelligen.

Ein Wunsch der leider nicht erhört wurde, betrifft TouchID: Viele Nutzer wünschen sich den Fingerabdrucksensor zurück, so dass sich das Gerät auch ohne Gesicht entsperren lässt. Das ist etwa dann praktisch, wenn man in Zeiten von Corona eine Maske trägt und keine Apple Watch besitzt. Um auf das randlose Display nicht zu verzichten, müsste die Technik wie beim iPad Air in der Seitentaste eingebaut sein.

Einschätzung von IMTEST: TouchID und FaceID in einem Gerät? Unwahrscheinlich. Apple setzt zumeist auf eindeutige Lösungen, auf das Prinzip der Einfachheit. Mehrere biometrische Sperren würden dem widersprechen. Wahrscheinlicher ist, dass die iPhones ganz ohne Notch auskommen, ähnlich wie das iPad Pro, und dafür einen minimal dickeren Bildschirmrand besitzen.

Schnelles Laden, neuer Prozessor

Ein neues iPhone, ein neuer, schnellerer Prozessor- eine Faustformel die bestehen bleibt, aber auch an Brisanz verliert. Denn Apple bietet die mitunter schnellsten Mobilprozessoren. Ein Leistungs-Zuwachs ist zwar erfreulich, allerdings kaum nötig.

Erfreulicher wäre, wenn ein neuer Prozessor deutlich effizienter arbeitet und damit für noch längere Laufzeiten bringt. Gerade das iPhone 14 mini zeigt trotz der Verbesserung zum Vorgänger hier noch Bedarf. Auch schnelleres Laden fehlt. Die Konkurrenz von Xiaomi, Oppo und Co. zeigen, wieviel hier noch möglich ist.

Einschätzung von IMTEST: Ein neuer Prozessor und verbesserte Laufzeit sind sehr wahrscheinlich. Das hat sich bisher bei jedem neuen iPhone bewahrheitet. Schnelles Laden belastet allerdings den Akku. Da Apple auf Langlebigkeit der iPhones setzt, ist auf eine sehr hohe Schnelllade-Technik wenig zu hoffen. Eventuell wird hier minimal nachgebessert und statt 20 Watt sind dann 30 Watt möglich.

Das iPhone mit angestecktem Ladekabel.
Lässt sich das nächste iPhone 14 endlich schneller aufladen? Credit: Andreas Haslinger, Unsplash

Neue Kameras mit neuen Funktionen

Beim iPhone 13 sind die Sensoren der Kameras gewachsen, die Auflösung blieb gleich. Vorstellbar also, dass die höhere Auflösung dem iPhone 14 vorbehalten bleibt. Eine größere Zoomstufe wäre wünschenswert. Viel wichtiger als das ist aber ein Argument, die die neue Technik attraktiv macht. Schließlich bieten schon günstige Smartphones sehr gute Aufnahmen bei Tageslicht. Kein Wunder also, dass Apple zuletzt den Nachtmodus weiter verbessert sowie mit der Makro-Kamera und dem Kinomodus vollständig neue Extras bringt.

Einschätzung von IMTEST: Wahrscheinlicher als neue Kameras, die das Gerät unnötig überladen, sind neue Funktionen wie der aktuelle Kinomodus, die einen Mehrwert im Vergleich zum Vorgänger bringen. Weitere Effekte, mit denen Aufnahmen wie Kinofilme anmuten, sind daher wahrscheinlich.