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Zuhause-bleiben, Home-Office, Kontaktsperre – schwere Zeiten für klassische Einbrecher. Cyberkriminelle wittern durch die Coronakrise dagegen ein großes Geschäft. Ihr Ziel: Verunsicherte Menschen auf der Suche nach Lösungen. So warnen die Experten von Bitdefender vor betrügerischen E-Mails, die Corona-Speicheltests bewerben. Mehr als 300.000 Mails sollen Spammer im Rahmen der Kampagne versendet haben.

So oder so ähnlich sehen die Nachrichten aus. Wichtig: Es fehlt der Link zu einem Webshop.

Nicht auf Logos verlassen

Laut Angaben von Bitdefender, würden sich die Kriminellen anders als bei komplexeren Spam-Angriffen, in diesem Fall lediglich auf die Angst und Unsicherheit vieler Bürger zu Zeiten der anhaltenden Coronakrise verlassen, um Geld und persönliche Daten zu erbeuten. Im Detail würden Adressaten per E-Mail ein günstiges, unverdächtiges Angebot für Corona-Speicheltest erhalten. Die E-Mails mit dem Bild einer Verpackung und einer Dokumentation des Testverfahrens sehen auf den ersten Blick seriös aus und tragen zudem das Logo des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Für Vertrauen sorge zudem die angebotene „Lieferung auf Rechnung“. Viele würden sich darauf verlassen, zunächst die Ware zu erhalten und dann erst zu zahlen.

Fehlender Online-Shop als Alarmzeichen

Davon sei aber später nicht mehr die Rede. Stattdessen würden die Opfer, die sich auf das Scheinangebot einlassen, in einer Antwortmail direkt zur Zahlung aufgefordert. Damit verlören sie auf der einen Seite Geld und auf der anderen Seite persönliche Daten wie die eigene Anschrift.  Vor allem der fehlende Link auf einen Shop sei ein wichtiges Indiz für ein betrügerisches Angebot. Seriöse Angebote würden immer direkt auf einen Online-Shop verlinken – ein Grundsatz, den man beim Online-Einkauf immer beherzigen solle. Auch Dinge wie Logos (hier des Bundesinstituts für Arzneimittel) sowie die Dokumentation des Testverfahrens sollten Empfänger nicht in falscher Sicherheit wiegen. Solche Bilder ließen sich leicht kopieren und zusammenstellen.

Fotos: Bitdefender