Bluetooth Boxen im Test für Partys Credit: IMTEST, Getty Images

Bluetooth-Lautsprecher: Test mit Modellen von günstig bis teuer

Überall Musik mit überzeugendem Klang hören, nicht nur im Wohnzimmer über die Anlage: Das versprechen Bluetooth-Lautsprecher, die sich per Funk mit dem Smartphone verbinden lassen. Mit den mobilen Boxen ist der Konzertsaal immer mit dabei. IMTEST hat fünf Bluetooth-Boxen in der Preisklasse 25 bis 126 Euro getestet. Darunter sind Modelle namhafter Marken wie Sony, JBL und Teufel als auch Boxen mit denen gespart werden soll, wie mit dem Modell von AmazonBasics. Im Test mussten sich die Bluetooth-Lautsprecher nicht nur der Klangkontrolle unterziehen, sondern mussten auch beweisen, wie robust sie sind. Denn für die Nutzung im Freien gibt es einiges auszuhalten.

Die Bluetooth-Lautsprecher im Test: Wie viel halten sie aus?

Die Bluetooth-Lautsprecher in diesem Test sind gemacht für den Einsatz im Freien und für unterwegs. So überzeugen vor allem der Teufel Rockster Go und der JBL Flip 5 mit sehr robusten Gehäusen nach wasserdichtem IPX7-Standard. Diese zwei Bluetooth-Boxen und die Sony SRS-XB32 vertragen sogar ein 30-minütiges Tauchbad. Im Test spielten sie selbst in der Badewanne unter Wasser munter weiter. Ein basslastiges Musikstück vorausgesetzt, befördern die Membranen das Wasser nach dem meist unfreiwilligen Bad wieder nach draußen. Dagegen sind die Lautsprecher GX-BT280 (RD) von Sharp und AmazonBasics WP927 nur vor Spritzwasser geschützt. Auch Staub stellt zumindest für den Bluetooth-Lautsprecher von Sony dank IP67-Schutzklasse kein Problem dar.

Bluetooth-Lautsprecher mit intuitiver Bedienung?

Mal eben auf der Sonnenliege umdrehen und hinter sich „blind“ nach den richtigen Tasten auf der Bluetooth-Box suchen. Besitzer älterer Modelle kennen diese Herausforderung. Deshalb ist eine intuitive Bedienung ein Muss. Einschaltknopf, Tasten für laut und leise, Pause und Abspielen und zur Kopplung mit dem Smartphone müssen groß, leicht erreichbar und über die verwendeten Symbole verständlich sein. Diesen Testpunkt kann der Bluetooth-Lautsprecher Teufel Rockster Go klar für sich entscheiden.

Ebenfalls gut machen es JBL mit dem Flip 5 und der Sharp GXBT280. Letztere kann optisch ohnehin als Klon der JBL-Box durchgehen und bietet noch eine digitale Anzeige zur Akkuladung. Das sorgt für Transparenz beim Laden. Schwächen zeigt in der Bedienung vor allem die Bluetooth-Box von Sony. Das Bedienfeld der XB32 ist gemessen an der Gesamtgröße zu klein. Außerdem verwirrt die Doppelbelegung der Ein-/ Ausschalttaste mit der Bluetooth-Kopplungsfunktion (Pairing).

Die Bluetooth-Lautsprecher im Klangtest

Klanglich müssen die Bluetooth-Boxen durch einen ganzen Parcours an Musikstücken, Podcasts und Hörspielen, um ihre Qualitäten für jede Hörerschaft unter Beweis zu stellen. Die Mischung aus knackigem, basslastigem Rock, gefühlvoller Popmusik oder anspruchsvollen Klassikstücken stellte die Bluetooth-Lautsprecher vor große Herausforderungen. Beim Thema Bass macht der Sony SRS-XB32 niemandem etwas vor. Auch ohne die Zusatzfunktion Extrabass sorgt die Box für einen ausgesprochen kräftigen Bass. Dabei liefert die Bluetooth-Box aber trotzdem einen sehr ausgewogenen Sound mit ordentlichen Höhen. Wer mag, kann über zwei kostenlose Apps für iOS- und Android Smartphones den Klang und die Optik individuell anpassen. Denn die Sony macht nicht nur Musik, sondern leuchtet in verschiedenen Farben, blinkt und blitzt wie eine mobile Disco-Anlage aus den 1970er-Jahren. Alle Effekte lassen sich aber auch abschalten.

Klanglich liegt der Teufel Rockster Go einen Tick hinter Sony, mit etwas Abstand folgen JBL, Sharp und AmazonBasics. Die Sharp ist dabei eine interessante Alternative, da sie einen ordentlichen Klang für einen Bluetooth-Lautsprecher dieser Preisklasse aufweist. Die Bässe sind zudem nicht zu kraftvoll und lassen Platz für Höhen. Von der AmazonBasics-Box darf man keine Wunder erwarten, auch keine kräftigen Bässe, dafür aber respektable Ergebnisse bei Höhen und Mitten. Bis auf die JBL und die AmazonBasics bieten die Boxen auch eine Freisprechfunktion, um etwa ein Telefonat direkt an der Box anzunehmen und so im Kreise von Freunden oder Familie zu telefonieren. Leider ist es mit der Sprachqualität nicht so weit her – nur der Bluetooth-Lautsprecher von Sony kann hier im Test punkten.

Bluetooth-Lautsprecher: Test der Akkus

Die Akkulaufzeit lag im Test bei durchschnittlich zehn Stunden – mit zwei Ausreißern. So spielte der Bluetooth-Lautsprecher von AmazonBasics bei 80 Prozent Lautstärke etwas mehr als sechs Stunden. Für einen Tag im Freien dürfte das etwas knapp werden. Beste Bluetooth-Box auch in dieser Kategorie ist die Sony XB32, die ohne eingeschalteten Extrabass auf eine Laufzeit von rund 22 Stunden kommt. Wer so viel Energie gar nicht benötigt, kann sie auch an andere Geräte wieder zurückgeben. So verfügt die Sony-Box über einen USB-Ladeanschluss für Smartphone oder Tablet.

Der Bluetooth-Lautsprecher Rockster Go von Teufel punktet damit, dass zwei Rockster-Boxen miteinander gekoppelt werden können. Damit können Nutzer den Musikgenuss verdoppeln. Ebenfalls ein sehr spannender Aspekt im Test: Je nach Farbausführung lässt sich beim Kauf einer Bluetooth-Box viel Geld sparen. Wer aufs Standard-Schwarz verzichten und sich etwa mit Türkis anfreunden kann, für den sind Preisunterschiede von bis zu 30 Euro drin.

FAZIT

Der Bluetooth-Lautsprecher XB32 von Sony bietet das beste Gesamtpaket. Mit überzeugendem Klang, IP67-Schutzklasse und einem ausdauernden Akku ist der Lautsprecher der ideale Begleiter für unterwegs. Einzig das Bedienfeld ist nicht optimal angelegt. Wer es optisch dezenter mag, macht klanglich mit dem Teufel Rockster Go alles richtig, der sich obendrein einfacher bedienen lässt. Preislich geht an AmazonBasics kein Weg vorbei. Für etwa 25 Euro ist das handliche Kästchen ein echter Kauftipp, auch wenn hier ein kräftiger Bass fehlt.