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Die neuen Corona-Zahlen laufen – wie schon im letzten Herbst – mal wieder unangenehm aus dem Ruder. Da kommt das neue Update der Corona Warn App auf die Version 2.13 gerade recht. Welche Neuerungen Sie bei der Nutzung der Anwendung auf Ihrem Smartphone erwarten, erläutern wir Ihnen hier.

Update 15.11.21: Hotfix auf Version 2.13.2 zieht ungültige Zertifikate ein

Ein neuer Hotfix, also ein sehr kleines Update, für die Corona Warn-App wird ab sofort ausgerollt. Damit steht die Anwendung auf Version 2.13.2. Das neu eingespielte Update sorgt dafür, dass bestimmte Impfzertifikate vom Smartphone des Nutzers wieder eingezogen und für ungültig erklärt werden. Der Grund liegt in der betrügerischen Ausstellung dieser Zertifikate. Apotheken, denen nachgewiesen werden konnte, dass beim Erstellen eines Zertifikats etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, werden so konsequent abgestraft. Die Folge: Auch Nutzer mit einem eigentlich gültigen Nachweis verlieren dessen Gültigkeit, wenn die ausstellende Apotheke zu den schwarzen Schafen zählt. Ärgerlich, aber letztlich auch kein großes Problem. Denn betroffene Nutzer müssen einfach nur mit Ihrem Impfnachweis erneut zur Apotheke gehen, um sich dann ein neues, natürlich wieder gültiges Zertifikat ausstellen zu lassen.

Update 10.11.21: Jetzt auch über QR-Codes für die Luca-App einchecken

Die Corona-Warn-App (CWA) vom RKI mausert sich immer mehr zum Alleskönner. Erst seit Kurzem kann damit auch die Gültigkeit von Impfzertifikaten geprüft werden. Dabei werden nur der Status des Zertifikats, Vorname(n), Nachname und das Geburtsdatum angezeigt. Mit dem aktuellen Update der App lassen sich nun auch die QR-Codes einlesen, die für die luca-App vom vom Anbieter Culture4Life generiert wurden. Solche Codes dienen der digitalen Kontaktnachverfolgung (“einchecken”) für private und öffentliche Veranstaltungen sowie Geschäfte und Restaurants.

Die luca-App ist bereits seit ihrer Veröffentlichung dauerhaft unter Beschuss. Dabei steht allerdings weniger die App selbst im Zentrum der Kritik, sondern der zugrundeliegende Gesamtansatz. So lassen sich beispielsweise bei der Registrierung vollständig frei erfundene Daten oder Namen, Adressen und Telefonnummern von anderen Personen angeben. Das ist für die in vielen Bundesländern vorgeschriebene Datenerfassung etwa bei Restaurantbesuchen natürlich wenig zielführend.

Dazu kommt, dass die persönlichen Daten nicht auf dem Smartphone selbst, sondern auf den Servern des Betreibers gespeichert werden. Wie sicher sie dort sind, weiß nur der deutsche Anbieter Culture4Life selbst. Theoretisch wäre es möglich, dass das Unternehmen die Daten auswertet oder verkauft.

Corona-Warn-App mit hohem Sicherheitsstandard

Tritt an dem Standort, an dem man sich per Corona-Warn-App über den QR-Code für die luca-App eingecheckt hat, ein Infektions-Vorfall auf, wird die Nutzerin oder der Nutzer von der Corona-Warn-App darüber informiert. Übrigens lassen sich mit der Luca-App keine Zugangscodes, die für die Corona-Warn-App generiert wurden, einlesen.

Im Gegensatz zur luca-App sammelt die durch den deutschen Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom AG entwickelte Corona-Warn-App deutlich weniger Daten ein. Sie fragt weder Name, Adresse noch Telefonnummer ab. Die Nutzung der App ist vollständig anonym und ohne Registrierung möglich. Darüber hinaus bietet die CWA gemäß den AV-TEST-Analysen einen hohen Sicherheitsstandard. Die Kommunikation über das Internet erfolgt zum Beispiel stets sicher und nach aktuellem Stand der Technik verschlüsselt. Auch die auf dem Smartphone gespeicherten Daten sind gut geschützt.


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Update 21.10.21: Version 2.13 mit kleinen Verbesserungen

Die Info-Kacheln erfahren hier wieder eine Neuauflage: Nun können Sie auf Wunsch anzeigen, wie hoch die 7-Tages-Hospitalisierungsrate in Ihrem Bundesland aktuell beziffert wird. Die Zahl gibt es auf Länderebene. Wollen Sie diese Angaben einsehen, dann genügt es, einfach Ihren Kreis in der Anwendung auszuwählen.

Zusätzlich ist die Zuordnung von Zertifikaten laut den Entwicklern nun viel toleranter für Fehleingaben. Versehentlich gesetzte Leerzeichen bei der Eingabe des Namens bleiben nun unbeachtet. So können Zertifikate trotzdem korrekt der gleichen Person zugeordnet werden. Darüber hinaus haben die Nutzer nun die neue Möglichkeit, Zertifikate aus dem Papierkorb zu fischen – bis zu 30 Tagen besteht diese Option.

Version 2.12.1 wird aktuell verteilt

Das RKI schraubt weiter fleissig an ihrem höchst sinnvollen Open-Source-Projekt: Der Corona Warn App. Haben Sie die Anwendung noch nicht auf Ihrem iOS- oder Android-Smartphone installiert, stellen Sie sicher, dass auf dem Gerät die aktuellste Firmware bereits ihren Dienst tut. Für Android-Smartphones ist das mindestens Android 6 mit aktuellsten Google Play Diensten. Besitzer eines iOS-Smartphones sollten Version 15.0.2 installiert haben. Aktuell rollt der Anbieter die Corona Warn App in der in der Version 2.12.1 aus. Hier haben Nutzer erstmals die Möglichkeit Benachrichtigungen zu verwalten, erweiterte Statistiken einzusehen und zusätzlich einen direkten Zugriff auf den QR-Code-Scanner in der unteren Menüleiste der Anwendung.



Hier noch einmal die Änderungen und Verbesserungen in der Übersicht:

  • Lokale 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung
    • Auf den lokalen Kacheln zur 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen wird nun zusätzlich die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung angezeigt. Da diese Kennzahl nur auf Bundeslandebene verfügbar ist, wird bei Auswahl eines Kreises die Hospitalisierung zum jeweiligen Bundesland angezeigt
  • Änderung des Links zu Häufige Fragen
    • Wenn Sie in der App die häufigen Fragen aufrufen, werden Sie nun auf Seiten unter coronawarn.app geleitet. Dort finden Sie mehr Details zu Ihren Fragen.
  • Zuordnung von Zertifikaten
    • Die Zuordnung von Zertifikaten zu Personen wurde fehlertoleranter gestaltet. Die App ignoriert nun eine unterschiedliche Anzahl von Leerzeichen im Namen, sodass die Zertifikate unabhängig davon der gleichen Person zugeordnet werden können.
  • Zertifikate wiederherstellen
    • Entfernte Zertifikate werden in einen Papierkorb verschoben. Sie können sie innerhalb von 30 Tagen wiederherstellen.

Die Corona Warn App des RKI können Sie hier für iOS und hier für Android herunterladen. Zur genauen Funktionsweise der Anwendung, geht es hier entlang.