Grill-Ratgeber zum Smoken und Räuchern
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Wer richtigen Rauchgeschmack am Grillgut haben möchte, muss bei Kohle wie Gas auf Holzchips setzen. Das vielbeschworen Holzkohle-Aroma ist dagegen meist der Qualm verbrennender Marinaden. Darum ist es auch im Gasgrill mit wenig Aufwand möglich, richtige Räucheraromen zu erzeugen. Im Video dieses Grill-Ratgebers erklärt IMTEST, wie das möglich ist.

Trugschluss beim Grillen mit Holzkohle

„Ich grille auf Kohle, weil mir bei Gas das Raucharoma fehlt!“ Diese kategorische Ablehnung des Gasgrillens begegnet einem häufiger. Dabei liegt ihr weitestgehend ein Trugschluss zugrunde. Denn das typische „Rauch“- oder Grillaroma, dass hier gemeint ist, rührt keineswegs vom Brennstoff her, sondern von in die Glut tropfenden Fetten und Marinaden, die dann verbrennen.

Eine hochwertige Holzkohle verbrennt in einem vernünftigen Grill nahezu geruchlos und gibt bestenfalls bei langen Garzeiten ein sehr dezentes Raucharoma ab. Wer echten Rauchgeschmack möchte, der muss sowohl beim Holzkohle- als auch beim Gasgrill mit zusätzlichem Räucherholz arbeiten. Wie genau das funktioniert, zeigt IMTEST-Grill-Experte Markus Mizgalski in diesem Video.

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Smoken wie beim American BBQ

Es geht um Räucherschalen, Räucherchips, Holzsorten und dabei auch wieder um indirektes Grillen. Auch wenn hier Lachsfilet durch den Rauch veredelt wird, so ist diese besondere Art der indirekten Zubereitung auch für Fleisch tauglich. Sogar so sehr, dass man in den USA seit Ewigkeiten dafür den Begriff des Smokens verwendet. Und dieses Smoken ist dann auch das, was traditionelles American BBQ ausmacht. Bestimmte Teilstücke, über lange Zeit im Rauch gegart. Klassiker wie Spare Ribs, Pulled Pork oder Brisket (Rinderbrust) sind hier neben Chicken Wings und Drumsticks (Hähnchenunterkeulen) die bekanntesten Gerichte.

Räuchertipps im Grill-Ratgeber

Und all das lässt sich letztlich eben auch im Gasgrill zubereiten, wenngleich er für die ewig langen Garzeiten bei Pulled Pork und Brisket nicht das optimale Gerät ist. Aber es funktioniert. Wichtig ist nur, dass man sich langsam an das Thema herantastet. Verschiedene Hölzer erzeugen unterschiedlich intensive Aromen. Und auch die Menge bzw. Räucherdauer spielt eine Rolle. BBQ-Gerichte in den USA sind oft extrem rauchig. Das ist für hiesige Gaumen eher ungewohnt und nicht zwingend lecker.

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