Kein Trend, aber mehr als notwendig für den Zweiradverkehr ist das Thema „Radverkehrswege“. Hier machen alle Hersteller noch „viel Luft nach oben“ aus. Thomas Göbel schlägt etwa vor, sich an „unseren benachbarten Ländern und deren Radpolitik“ zu orientieren. Matthias Grick fordert die Politik auf, bei der Infrastruktur konsequent weiter zu handeln. Dafür müssten gerade in städtischen Gebieten deutlich mehr Radwege gebaut werden, auf denen sich die Fahrer sicher bewegen können.

ABS-Bremssystem

2020 will Bosch eBike sein Antiblockiersystem weiterentwickeln. So soll sich etwa bei schwierigen Bremsmanövern der Bremsdruck der Vorderbremse noch besser regulieren lassen, damit es nicht zum Abheben des Hinterrads kommt und sich das Pedelec nicht überschlägt.

Bosch E-Bike -eMTB-PerformanceLineCX
Bosch hat das Volumen der Performance Line CX Gen4 stark reduziert. KTM setzt sie im Macina Cross LFC ein.

Kraftvoller Antrieb

Matthias Grick von KTM macht den neuen Bosch-Motor Performance Line CX Gen4 generell „als eine der wichtigsten Neuheiten für 2020“ aus.
Verbessertes Bremssystem: Das seit 2018 bei einigen E-Bikes eingesetzte ABS-System von Bosch wird 2020 weiterentwickelt. Um ein noch kontrollierteres und stabileres Abbremsen auch unter extremen Bedingungen zu ermöglichen.

Bosch E-Bike Powertube 625
Der neue Bosch Powertube 625 bringt rund 25 Prozent mehr an Kapazität. Etwa beim Kalkhoff Entice 5-B-XXL.

Power-Akku

Im Gespräch mit IMTEST benennen die Hersteller noch weitere Trends: Markus Nestler von Haibike etwa sagt, dass es 2020 „mit dem Start der vierten Generation des Bosch-E-Bike-Antriebs möglich wird, zusätzlich zum Bosch-Power­tube-Akku mit seinen 625 Wattstunden (Wh) noch einen zweiten Akku am Unterrohr eines Bikes zu montieren, um so die Reichweitekapazität auf insgesamt 1125 Wh zu steigern.“

Axis E-Ride Evo
Scott hat sein Axis E-RIDE EVO mit zusätzlichen Federungen ausgestattet.
Es besteht so in jedem Terrain.

SUV-Bikes

Seit Kurzem kursiert in der Branche der Begriff SUV- oder auch Crossover-E-Bikes. Das sind voll gefederte Pedelecs, die mit Gepäckträger und Beleuchtungsanlage sowie teils bis zu 29 Zoll großen und dicken Reifen ausgestattet sind – sogenannte Schlechtwegebereifung also, dank derer man auch abseits asphaltierter Pisten noch sehr gemütlich unterwegs sein kann. Gleich drei solcher SUVs sind im Test dabei: das Axis eRide Evo von Scott mit 57 Millimeter dicken Schlappen, genauso wie beim Victoria eAdventure 8.9. Die Reifen des Haibike Sduro Trekking 7.0 sind mit 62 Millimeter noch etwas dicker.

Arthur IMTEST
Dem Arthur von Schindelhauer Bikes sieht man es nicht an, aber es ist ein ausgewachsenes City-Pedelec.

Unsichtbare Akkus

Jörg Schindelhauer von Schindelhauer Bikes sieht voraus, dass „die Modellauswahl um ‚Arbeitstiere‘ mit viel Zuladung und Reichweite oder um Design-Highlights mit kaum erkennbarem Motor und Akku“ erweitert wird.