Das S8 E-Bike von Isy
Credit: I:SY

Genau wie bei dem Akku eines Smartphones, benötigt die wiederaufladbare Batterie des E-Bikes besondere Zuwendung. Wenn Sie auf ein paar grundlegende Dinge achten, dann erhöhen Sie die Lebensdauer des Akkus und verbessern gleichzeitig die Reichweite des E-Bikes.

E-Bike Akku braucht Aufmerksamkeit

Die verschiedenen E-Bike Modelle sind als unterschiedliche Typen und in zahllosen Modellvarianten auf Deutschlands Straßen unterwegs – und es werden täglich mehr. Eines haben die praktischen Fahrräder aber gemeinsam: Sie verfügen über einen wiederaufladbare Batterie. Diese unterstützt beim Fahren und sorgt dafür, dass der Nutzer deutlich weiter kommt und deutlich schneller unterwegs ist, als mit einem herkömmlichen Drahtesel. Neben dem elektrischen Motor ist der Akku zweifelsohne das wichtigste Bauteil eines E-Bikes. Allerdings sind Sie selber dafür verantwortlich wie lange so ein Akku hält und wieviele Kilometer Sie damit abreissen können. Denn mit längerer Nutzungs-Zeit wird der Akku Stück für Stück schlechter. Wenn auch in sehr kleinen Schritten. Die meisten Akku-Anbieter sprechen von rund 3000 Ladezyklen, bis die Batterie ausgetauscht werden muss.



Ganz bequem per Zeitschaltuhr

Wenn Sie über eine Zeitschaltuhr für die Steckdose verfügen, dann können Sie sich die nachstehenden Empfehlungen deutlich einfacher machen: Laden Sie den Akku Ihre E-Bikes von rund 10 % bis 90 % auf und stoppen Sie dabei die Zeit, die der Vorgang benötigt. Nun haben Sie einen guten Richtwert, auf welchen Zeitraum Sie die Zeitschaltuhr stellen müssen. Dann geht der Strom ganz von alleine aus, wenn die Zeitspanne über geladen wurde. Wird zudem das Ladegerät während des Ladevorgangs sehr heiß, dann können Sie dem Ladevorgang mit der Zeitschaltuhr noch entsprechende Pausen einprogrammieren. Auf diesem Weg schlagen sich zwei Fliegen mit einer Klappe und können sich im besten Fall über ein langes und gesundes Leben Ihres E-Bike-Akkus freuen.

Achtung beim Auf- und Entladen

Möchten Sie besonders lange auf den Akku Ihres E-Bikes zählen, dann gelten hier die gleichen Regeln, wie bei einem Smartphone: Sie sollten den Akku nach Möglichkeit nicht komplett leeren, eine Restladung von rund 10 % sind hier ideal. Beim Aufladen sollten Sie darauf achten, dass der Akku nicht über die Maßen geladen wird. Bedeutet: Trennen Sie ihn vom Ladegerät, wenn er rund 90 % aufgeladen ist. Hierbei ist besonders wichtig, dass Sie den Akku nicht über Nacht an den Steckdose belassen.

Dann wird weiter Strom in den Akku gepumpt, obwohl dieser bereits voll geladen ist. Damit verändert sich die chemische Zusammensetzung innerhalb des Akkus, er verliert sehr schnell an Fassungsvermögen und Leistungsfähigkeit. Im schlimmsten Fall geht der Akku davon auf Dauer sogar ganz kaputt. Gelingt es Ihnen ein paar Mal den Akku wie beschrieben zu laden, dann werden Sie merken, dass er viel elastischer ist. Das bedeutet im Umkehrschluss: Sie kommen noch ein paar Kilometer weiter, wenn es mal drauf ankommen sollte.

IMTEST-Tipp: Zusätzlich sollten Sie beim Ladevorgang auf die Umgebungstemperatur achten: In einer warmen Umgebung lädt der Akku deutlich schneller, als in einem kalten Keller.

Das Ladegerät für das Van Moof S3
Das Ladegerät vom Van Moof S3 erreicht beim Ladevorgang Temperaturen von über 50 Grad. Sie sollten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Credit: Van Moof

Vorsicht bei heißen Ladegeräten

Bei einigen Herstellern wird das Ladegerät beim Ladevorgang des Akkus extrem heiß. Als Fallbespiel soll uns hier das Ladegerät des Hersteller Van Moof für das hauseigene E-Bike Van Moof S3 dienen. Laden Sie damit länger als 2 Stunden auf, dann erreicht die äußere Hülle des Ladegeräts Temperaturen von rund 50 Grad Celsius und mehr. Dann sollte das Ladegerät nicht auf empfindlichem Material wie etwa Dielen oder einem feinen Teppich lagern. Und die Kabel sollten mit dem Ladegerät bei dieser Temperatur keinesfalls in Kontakt kommen. IMTEST-Tipp: Legen Sie die Einheit einfach auf einen Porzellan-Teller. Dieser speichert die Hitze des Akkus und gibt sie kaum wieder ab – und Sie sind auf der sicheren Seite. Lassen Sie das Ladegerät nach dem Ladevorgang zusätzlich noch etwas abkühlen, bevor die Kabel das Gehäuse beim Verstauen wieder berühren können.