Frau mit Fahrradhelm
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Ganz bequem: Das beste Zubehör für E-Bikes, Pedelecs oder Fahrräder im großen Überblick von IMTEST finden. Viele E-Bikes werden zwar bereits voll ausgestattet geliefert. Etwa das Kalkhoff Endeavour 3.B Move, der aktuelle Testsieger City- und Trekking-Pedelecs. Aber längst nicht alle Pedelecs sind mit Schutzblechen, Gepäckträgern oder einer laut § 67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechenden Fahrradbeleuchtung ausgestattet. Hier heißt es dann nachrüsten – etwa beim Schindelhauer Arthur oder oder beim VanMoof S3. Welches Zubehör am besten zum Pedelec oder Fahrrad passt, lesen Sie hier.

Handyhalterungen fürs Fahrrad

Wer sich mit seinem Pedelec auf längere Touren in unbekannte Gegenden begibt, kommt um eine verlässliche Routen-Navigation nicht umhin. Dank Outdoor-Apps wie Komoot, funktioniert etwa die Navigation per Smartphone fürs Fahrrad fast genauso gut wie im Auto. Bleibt nur noch die Frage zu klären, wohin mit dem Smartphone? Für längere Fahrradtouren sind Handyhalterungen fürs Rad sehr praktisch. IMTEST hat fünf Smartphone-Halterungen für Pedelecs und Fahrräder getestet. Im Test mussten sich fünf Modelle unterschiedlicher Art beweisen – von zehn bis 45 Euro. Damit lassen sich mehrheitlich alle iPhones, fast alle Samsung Galaxys sicher am Rad befestigen.

Der Testsieger „Handlebar + iPhone 12 Pro Case“ vom Hersteller SP Connect bietet neben der eigentlichen Handyhalterung eine passende Handy-Schale und mit dem „Weather Cover“ einen Schutz vor Wasser und Schmutz. Für gelegentliche Wochenendausflüge gibt es mit der knapp 10 Euro teuren Handyhalterung Fahrrad von Mosuo eine günstige Lösung, die ihre Aufgabe ebenfalls ordentlich, auch wenn Sie nicht so stabil ist wie die teuren Systeme aus dem Test.



Sichere Schlösser für Pedelecs, E-Bikes und Fahrräder

Wird das Pedelec, das E-Bike oder das Fahrrad entwendet, zahlt die Versicherung nur, wenn das Bike mit einem hochwertigen Schloss gesichert war. Laut Bundeskriminalamt wurden allein im Jahr 2020 knapp 261.000 Fahrräder in Deutschland als gestohlen gemeldet. Im besonderen Fokus der Diebe stehen dabei die oftmals höherpreisigen Pedelecs. Ganz klar, dass unbedingt ein solides Fahrrad-Schloss zum Bike angeschafft werden muss. Die Experten des Schlossherstellers Abus nennen als Faustregel, dass mindestens fünf bis zehn Prozent des E-Bike-Neupreises für ein sicheres Schloss ausgegeben werden sollte. Dabei bieten Bügelschlösser und Panzerkabelschlösser die höchste Sicherheit.

Stoff-/Drahtschloss von Tex-Lock
Die beiden Enden des Textilschlosses tex—lock eyelet werden mit dem mitgelieferten Mini-Bügelschloss zum sicheren Anschließen des Bikes miteinander verbunden. Credit: Tex-Lock

Separate E-Bike-Versicherung abschließen

Da aber prinzipiell jedes Schloss knackbar ist, sollte gleich zum Kauf eines E-Bikes auch eine separate Fahrradversicherung abgeschlossen werden. Diese leistet optimalerweise Versicherungsschutz vor Diebstahl des ganzen Pedelecs, einzelner Teile, wie Sattel oder Reifen, und auch des Akkus. Worauf dabei zu achten ist, lässt sich beispielsweise auf den Seiten der „Verbraucherzentrale“ nachlesen.

E-Bikes und Fahrräder stets fest anschließen

Einige E-Bikes haben teils bereits Wegfahrsperren integriert, wie etwas das VanMoof S3 oder Bikes mit Pentalock. Dennoch sollten auch diese Bikes mit einem stabilen, abschließbaren Schloss gesichert werden. Auch wenn es sich wie beim Pentalock um ein ab Werk verbautes, elektronisch abschließbares Tretlager handelt. Es lässt sich per Fernbedienung auf- und abschließen. Oder wie beim beim VanMoof S3 das „Smart Kick Lock“. Das eine Alarmierung bietet, sobald das Rad unerlaubt vom letzten Abstellort entfernt wird.



VanMoof S3 Wegfahrsperre
Mit einem K(l)ick Die integrierte Wegfahrsperre im VanMoof S3 lässt sich per App oder Fuß-„Tritt“ aktivieren

Generell gilt: Je stabiler ein Fahrradschloss ist, desto länger benötigt ein Dieb auch, um es zu knacken. Empfehlenswerte Schlösser sind:

  • Das Stoff-/Drahtschloss Eyelet S + U-lock, ART*2 vom Hersteller Tex-Lock. Zusammen mit dem U-lock wiegt das Textilschloss mit Ösen und gehärtetem Metallkern in der Größe „M“ (120 Zentimeter) knapp 1,5 Kilogramm. Beim Hersteller kostet das Bundle 119,95 Euro.
  • Das Bügelschloss Abus Granit XPlus 540 bietet dank eines speziell gehärtetem Stahls (13 Millimeter) sowie ABUS Power Cell Technologie hohen Schutz gegen Stöße, Schläge und Korrosion.
Fahrradhelm Abus Urban I 3.0
Für eine hohe Sichtbarkeit bietet der lUrban-I 3.0 von Abis neben leuchtstarken Reflektoren auch ein eingebautes Rücklicht. Credit: Abus

Fahrradhelme: Ein Schutzschild für den Kopf

Die meisten Radler sind mit einem Pedelec schneller unterwegs als mit einem herkömmlichen Rad. Durch die höhere Geschwindigkeit steigert sich aber auch das Unfallrisiko. Bei Stürzen können dann starke Kräfte auf den Kopf der Fahrerin oder des Fahrers einwirken. Auch wenn es für Fahrräder und Pedelecs in Deutschland keine ausdrückliche Helmpflicht gibt, sollte gerade bei schnelleren Fahrten doch jeweils ein Helm getragen werden. Für die schnelleren S-Pedelecs (bis 45 km/h) gilt übrigens in Deutschland eine Helmpflicht.

Neben einem sicheren Schutz des Kopfes sollte beim Kauf eines Fahrradhelms auch auf den Tragekomfort geachtet werden. So sitzt etwa der rund 75 Euro teure Abus Urban-I 3.0 angenehm leicht und schön fest auf dem Kopf. Der Kinnriemen bietet außerdem ein Stoffpolster. Der Helm bietet darüber hinaus einen Magnetverschluss, der sich auch nur mit einer Hand oder mit Fahrradhandschuhen (etwa im Winter) sehr bequem schließen und öffnen lässt. Zur besseren Sichtbarkeit des Fahrers auch in der Dunkelheit hat er eine eingebaute Leuchte, die als Dauer- oder als Blinklicht betrieben werden kann. Ebenfalls angenehm lässt sich der leichte Giro Cormick tragen. Sein Steckverschluss für das Rasterschloss lässt sich recht einfach mit beiden Händen schließen. Der kompakte und hochwertig gefertigte 70-Euro-Helm besitzt zum Sonnenschutz ein kleines textiles, auch austauschbares Visier.

Fahrradhelme im Test

Welcher Helm bei Stürzen verlässlich schützt und einen sicheren Sitz bietet, verrät IMTEST anhand eines Tests von fünf Fahrradhelmen für die Stadt und längere Ausflüge. Zusammen mit dem TÜV Süd wurden die Helme jeweils in Anlehnung an die DIN-Norm EN1078 für Fahrradhelme geprüft. Um das Sicherheitspotential des Helms voll zu nutzen, werden für den Test die Befestigungselemente (Riemen, Gurte, Kopfband) an einem Prüfkopf anliegend aber nicht fest oder unter Spannung angepasst. Für die Praxis heißt das: So eng wie nötig, so bequem wie möglich.



Beleuchtung: Sehen und gesehen werden

Damit Sie bei Dämmerung und in der Nacht jederzeit gut gesehen werden, sollte das Rad mit einer StVZO-konformen Fahrradbeleuchtung ausgestattet sein. In vielen Pedeles ist bereits serienmäßig eine Beleuchtungsanlage eingebaut. Die aber nicht immer ausreichend hell ist. Um richtig gut sehen und auch gesehen zu werden, empfehlen sich Scheinwerfer mit mindestens 15 Lux. Dabei sagt die Beleuchtungsstärke (Lux) aus, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Eine Top-Beleuchtung bietet etwa das Fischer Viator 6.0i, mit einer 70 Lux-starken LED-Frontleuchte. In jedem Fall sollte ein Rad einen Scheinwerfer vorn am Lenker haben, sowie eine rote Schlussleuchte. Ergänzend dazu können ein zusätzliches Licht am Helm (vorn und hinten), sowie eine reflektierende Weste sinnvoll sein.

Ist das Licht beim E-Bike nicht ausreichend hell, lassen sich Modelle zum Nachrüsten etwa über den Shop von Supernova erwerben. Der deutsche Fahrrad-Lichtexperte bietet Beleuchtungsanlagen für den Festeinbau und auch Leuchten, die per Akku betrieben werden.

Akku-Lampen selbst montieren

Lampen, die sich nachträglich vorne am Lenker und hinten an der Sattelstange montieren lassen, eignen sich auch gut für Mountain- oder Citybikes. Hersteller Trelock bietet mit dem Beleuchtungsset LS 560 720 für rund 45 Euro ein System, dessen Halterungen nur einmal montiert werden müssen. Das Front- und das Hecklicht lassen sich dann via Schnellverschluss einfach abziehen und wieder raufschieben. Bei dieser Lösung muss jedoch bedacht werden, dass die Akku-betriebenen Lampen regelmäßig aufgeladen werden müssen. Und dass sie nicht am ungenutzten Rad verbleiben sollten, da sie dort leichte Beute für Diebe darstellen.


Gepäckträger: Der Kofferraum des Fahrrads

Gerade wer sich mit dem Pedelec auf längere Touren begibt, muss einiges an Equipment mit sich führen. Dazu zählen etwa Werkzeuge (um lockere Schrauben festzudrehen oder einen platten Reifen zu flicken), Taschen, Jacken oder Trinkflaschen. Gibt es keinen Gepäckträger am Rad, lässt sich dieser entweder fest nachrüsten oder beispielsweise an der Sattelstütze befestigen. In der Regel bieten die meisten Touren-, Trekking- oder E-Bikes bereits ab Werk einen stabilen Hinterradgepäckträger. Daran lassen sich auch Fahrradtaschen befestigen. Einige Hersteller setzen auch auf sogenannte I-Rack Systeme. daran können Körbe oder Taschen dann fest einrasten – und jederzeit auch einfach wieder lösen.



Gepäckträger zum Klemmen

Optional können Gepäckträger auch an der Sattelstütze befestigt werden. Solche klemmbaren Ablagen für die Sattelstütze wie der rund 48 Euro teure Sattelstützengepäckträger von Fuxun erlauben eine Zuladung von bis zu 15 Kilogramm. Für schwerere Taschen oder bei längeren Reisen empfiehlt sich aber eher ein fest verbauter Gepäckträger, der in der Regel für bis zu 25 kg zugelassen ist. Da sich Fahrrad-Rahmen in Bauart und Größe oftmals erheblich voneinander unterscheiden, sollte jeweils individuell geprüft werden, welcher Gepäckträger auf welches Rad passt. Eine große Gepäckträger-Auswahl finden Sie im Online-Shop von Fahrrad.de. Etwa den universell einsetzbaren Plus 2.0 System-Gepäckträger 28″ von Racktime für knapp 25 Euro.

Tipp: Wer für längere Touren zusätzlich Gepäck etwa in einer Lenkertasche (verschiedene Modelle sind ab 50 Euro zum Beispiel bei Fahrrad XXL erhältlich) unterbringen möchte, sollte diese nicht zu schwer beladen. Die Lenkung kann dann schwieriger werden und so das Radfahren unsicherer. Es gilt: Schweres Gepäck gehört auf den Gepäckträger nicht an den Lenker.


Schutzbleche: Eine saubere Sache

An Regentagen oder auch bei Fahrten abseits befestigter Wege mit Pfützen oder Schlamm freut sich wohl jeder Radler über Schutzbleche an Vorder- und Hinterrad. Fahrten auch bei schlechtem Wetter sind damit jederzeit möglich ohne einen vollständig verschmutzen Rücken oder komplett durchnässte Hosen und Schuhe zu riskieren. Für Räder ohne vorab eng über den Reifen montierte Schutzbleche gibt es verschiedene Nachrüstlösungen:

Beispielsweise flexible Stecksysteme, die sich bei Bedarf flott an- und abbauen lasen. Von SKS Germany ist für eine maximale Reifenbreite von 54 Millimeter bei Radgrößen von 26 bis 28 Zoll etwa das Beavertail Schutzblech-Set 26-28″ für knapp 15 Euro erhältlich. Für Pedelecs und Fahrräder mit Federgabel und gefederten Hinterbauten bietet SKS ebenfalls passende Schutzbleche wie das Veloflexx Schutzblech Set für rund 36 Euro.