Das Logo der Zusammenarbeit von Ray-Ban und Facebook.
Credit: Getty Images, Facebook, Ray-Ban

Mit der Portal-Hardware hatte Facebook kein Glück. Die Geräteserie für Videotelefonie kam bei den Kunden nicht gut an. Auch im Sektor der Virtual-Reality-Entwicklungen will es nicht so recht vorangehen. Nun wendet sich der Social-Media-Riese einer neuen Produktgruppe zu.

Facebook liebt die Stil-Ikonen

Die Brillendesigns von Ray-Ban sind absolut ikonisch: James Dean hat das Modell Wayfarer in seinem Film “..denn sie wissen nicht was sie tun” 1955 groß gemacht. Viele andere Prominente der letzten Jahrzehnte schmückten sich mit den Sonnenbrillen des amerikanischen Herstellers. Tom Cruise als Maverick in Top Gun mit der Ray-Ban Aviator oder Clint Eastwood als unverwüstlicher Dirty Harry mit der Ray-Ban Balorama sind unvergesslich. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich Facebook mit dem Brillenhersteller zusammengetan, um eine brandneue Sonnenbrille zu entwickeln. Ray-Ban ist für das Design und die Umsetzung zuständig, Facebook feilt an Mechanik und Innenleben. Aber was soll die neue Facebook-Sonnenbrille so besonders machen?

Der erste Prototyp der neuen AR-Sonnenbrille von Facebook und Ray-Ban macht schon einen ganz passablen Eindruck. Credit: Facebook

Project Aria mit ersten Designs

Die neue Brille entsteht unter dem Namen “Projekt Aria” und erinnert in Ihrer Form frappierend an das Modell Wayfarer. Nur eben in etwas klobiger, denn irgendwo muss die raffinierte Technik ja Platz finden. Facebook plant eine AR-Brille, also eine Brille mit Augmented Reality. Das haben schon einige andere Hersteller versucht, einen echten Hit ist keinem gelungen. Was nicht weiter verwunderlich ist, denn die notwendige Technik ist aufwändig und bedarf eines hochentwickelten Displays. Einmal aufgesetzt zeigt die Brille dem Träger per grafischem Overlay verschiedene Dinge, die voreingestellt werden können. So ist neben der realen Umgebung beispielsweise durch eine Einblendung erkennbar, wo es zum nächsten Bahnhof geht. Natürlich sind auch zahllose andere Anwendungsbereiche denkbar. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Technologie in ein paar Jahren für echte Innovationen sorgen wird. Vielleicht ist es irgendwann sogar möglich, das Smartphone durch eine derartige Brille komplett zu ersetzen.