Manche Produktnamen wie PlayStation, Tempo und Coca-Cola sind fest im Gedächtnis verankert und zu feststehenden Begriffen geworden. Das gleiche gilt für “FIFA”, die erfolgreiche und populäre Fußball-Simulation von Electronic Arts. Seit ihrem Debüt 1993 auf der 16Bit-Konsole Sega Mega Drive war der Name “FIFA” fest im Titel verankert. Erst als “FIFA International Soccer”, später nur noch mit der entsprechenden Jahreszahl versehen. Der aktuelle Teil hört auf den Namen “FIFA 22”. “FIFA” ist ein Phänomen, jede jährliche Ausgabe ist ein millionenfacher Bestseller. Manche Gamer kaufen sich ihre Spielkonsole ausschließlich, um darauf „FIFA“ zu spielen. Aber wie lange noch?



Ist FIFA 22 das letzte FIFA?

Das könnte sich bald ändern: In einer Pressemitteilung verkündete EA Sports Group General Manager Cam Weber, dass man über eine Umbenennung der Spielereihe nachdenke: “As we look ahead, we’re also exploring the idea of renaming our global EA SPORTS football games.” Einen ähnlichen Schritt vollzog kürzlich das FIFA-Konkurrenzprodukt “Pro Evolution Soccer”, das seit diesem Jahr “eFootball” heißt und als Free-to-Play-Spiel in diskussionswürdigem Zustand veröffentlicht wurde.

Warum rückt Electronic Arts von FIFA ab?

Warum EA darüber nachdenkt, eine allseits bekannte Spieleserie umzutaufen, deren aktuellen Teil seit seiner Veröffentlichung am 1. Oktober schon wieder 9,1 Millionen Spieler gespielt haben, ist bisher unklar. Fakt ist jedoch: Die Lizenzvereinbarung zwischen Electronic Arts und dem Fußball-Weltverband FIFA über das FIFA-Namensrecht läuft am 31. Dezember 2022 aus. Anscheinend ist es fraglich, ob eine oder sogar beide Parteien diesen Vertrag verlängern wollen.

Entwarnung gibt es aber für alle, die jetzt um das Lizenzpaket der FIFA-Spiele fürchten: Laut Webers Statement (“This means we’re reviewing our naming rights agreement with FIFA, which is separate from all our other official partnerships and licenses across the football world.”) bezieht sich die auslaufende Vereinbarung ausschließlich auf den FIFA-Markennamen. Teams, Spieler, Stadien und Ligen bleiben davon unberührt.