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Covid-19, allgemein auch als Coronavirus bekannt, ist der ungebetene Gast, der unser aller Leben in kürzester Zeit komplett auf den Kopf gestellt hat: Wir sind fortan die meiste Zeit des Tages zu Hause, arbeiten teils sogar im Homeoffice oder betreuen zumindest dort unsere Kinder, die auf unabsehbare Zeit nicht mehr in die Schule oder Kita dürfen. Sport treiben wir kaum noch, gehen nicht mehr zum Arzt (auch wenn wir es eigentlich müssten) oder kaufen mit einem mulmigen Gefühl im Bauch im Supermarkt ein. Bloß nicht anstecken, lautet die Devise für alle. Denn Deutschlands Krankenhäuser und das medizinische Personal sollen nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Es geht darum, Infizierungen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 so zu reduzieren und zu verlangsamen, dass das deutsche Gesundheitssystem dem gewachsen bleibt. Am ehesten gelingt das, wenn wir so weit möglich auf persönliche Kontakte verzichten – außer zu den Menschen, mit denen wir zusammenleben. Immerhin lässt sich vieles, was im Alltag anfällt, vom Smartphone, Computer oder von der Smartwatch aus erledigen.

Es gibt für (fast) alles eine App

Versorgungs-Apps: Wer Medikamente benötigt, kann sie sich nach einer Bestellung via App zum Wunschabholtermin in seine Stammapotheke oder gar nach Hause liefern lassen. Getränke, Lebensmittel oder Gerichte aus einem Restaurant gelangen so ebenfalls an die Haustür. 

Apps für Krankschreibungen und medizinische Versorgung: Gerade in der Corona-Krise können digitale Gesundheitslösungen wie Online-Terminbuchungen für Arztbesuche dabei helfen, die Telefonleitungen der Praxen freizuhalten und gleichzeitig das Risiko, sich im Wartezimmer mit dem Virus Sars-CoV-2 anzustecken, zu minimieren. Für Krankschreibungen muss man keinen Arzt mehr aufsuchen – das geht per App. Und auch wer zu festen Tageszeiten Tabletten oder Medikamente einnehmen muss, braucht eine verlässliche App. 

Fitness-Apps: Deutschlandweit sind Sportstätten wie Schwimmbäder, Fitnessstudios, Tennis- oder Fußballplätze geschlossen. Wer trotzdem aktiv bleiben, auf seine Figur achten oder einfach mal von den Belastungen durch Homeoffice und Kinderbetreuung abschalten möchte, dem liefern Smartphone-Apps gute Tipps. 

Vitalität selbst kontrollieren 

Kardio- oder Krafttraining kann man auch gut zu Hause betreiben. Per Fitnesstracker lassen sich die Erfolge dokumentieren. 

Fitnesstracker und Smartwatches: Solche Geräte fürs Handgelenk überwachen wichtige Körperfunktionen (wie die Herzfrequenz), und sie animieren auch dazu, mehr Sport zu treiben.

“UNTERSTÜTZEN WIR UNSER MEDIZINISCHES PERSONAL, INDEM WIR NEUE INFEKTIONEN VERMEIDEN.”

Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister

Versorgung: Lebensmittel & Medikamente

Versorgung ohne Ansteckungsgefahr: Über die wohl wichtigsten Apps dieser Zeit lassen sich Medikamente, Lebensmittel,
Drogerieartikel und Getränke online für die Lieferung nach Hause oder die Abholung zum Wunschtermin bestellen.

Deine Apotheke

Mit der „deine Apotheke“-App (kostenlos für iPhone, iPad und Mobilgeräte mit Android) können Sie einfach Rezepte einlösen und Medikamente oder Gesundheitsprodukte direkt in der Apotheke ihrer Wahl zum Abholen vorbestellen. Das klappt, indem Sie ein Rezept abfotografieren oder über die App den Barcode auf einer Medikamentenverpackung einscannen und dann zum Vorbestellen an die Apotheke senden. Sobald das Medikament abholbereit ist, sendet die App eine Nachricht. Tipp: Payback-Nutzer erhalten 50 Extrapunkte für jede App-Vorbestellung.
Infos: deine-apotheke.com

REWE Angebote & Lieferservice

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So geht Einkaufen per Smartphone: Produkte aus dem REWE-Sortiment aussuchen, Liefertermin festlegen und bis vor die Haustür liefern lassen. Bei der ersten Bestellung schenkt REWE Ihnen die Lieferkosten. Sie zahlen nur Ihren Warenkorb (mindestens 50 Euro Gesamtwert).
Infos: www.rewe.de/lieferservice

Flaschenpost.de

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Bequem bis vor die Haustür: Über die „Flaschenpost.de“-App (iOS und Android) oder die Website des Anbieters können Sie Getränke bestellen. Geliefert wird in über 125 deutsche Städte (wie Hamburg, Dresden oder München) und Ballungsräume (wie Ruhrgebiet oder Rheinland).
Infos: www.flaschenpost.de

Lieferando.de

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Keine Lust, schon wieder Spaghetti mit Tomatensauce zu essen? Über die „Lieferando“-App (iOS und Android) werden leckere Gerichte direkt aus Ihrem Lieblings-Restaurant für den Genuss am heimischen Esstisch direkt an die Haustür geliefert – und das auch noch nach 18 Uhr.
Infos: www.lieferando.de

HelloFresh

Hello Fresh Logo

HelloFresh liefert Lebensmittel im Abomodell bequem zu Ihnen nach Hause. Dort dürfen Sie sich dann auf Pakete mit vorbereiteten Zutaten und Kochrezepten für 3 bis 5 Gerichte pro Woche, für 2 bis 4 Personen freuen, statt vor leer gekauften Supermarktregalen zu stehen. Infos: www.hellofresh.de

Krankschreibungen & Medizin-Apps

Sogenannte Telemedizin liefert Diagnostik und Therapie von Krankheiten, ohne dass ein Patient seinen Arzt in der Praxis aufsucht. Telemedizin ist seit 2018 in Deutschland erlaubt und bildet die Grundlage für eine Krankschreibung per Internet.

AU-Schein.de

Screenshot von AU-Schein.de

Sie sind krank, wollen aber auf dem Weg zum Arzt niemanden anstecken? Auf der Seite au-schein.de können Sie Krankschreibungen auf Grundlage einer Checkliste eintragen. Auf Basis dieser Angaben entscheidet dann ein Tele-Arzt, ob eine Erkältung bei Ihnen vorliegt oder nicht. Nach einer Krankheits-Diagnose erhalten Sie für 14 Euro das Original der Krankschreibung per Post sowie eine digitale Version aufs Smartphone – wer kürzlich in einem Sars-CoV-2- Risikogebiet war, erhält die AU gratis.
Infos: www.au-schein.de

TK-App

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Kein Papierkram mehr: Als erste deutsche Krankenkasse übermittelt Die Techniker Krankmeldungen per App elektronisch an den Arbeitgeber. So können Sie diesen von zu Hause aus über den Beginn und die Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit digital informieren.
Infos: www.tk.de

MyTherapy Tabletten-Erinnerung

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Die TÜV-geprüfte Medikamentenerinnerungs-App MyTherapy ermöglicht kostenlose und werbefreie Erinnerungen zur Medikamenten- und Tabletteneinnahme. Die deutschsprachige Erinnerungs-App unterstützt Sie dabei mit einem Medikamenten-Manager und Tagebuch.
Infos: www.mytherapyapp.com

BARMER-App

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Als Versicherter der zweitgrößten deutschen Krankenkasse sparen Sie sich im Krankheitsfall das Porto und den Gang zum Briefkasten. Fotografi eren Sie mit der „Barmer“-App einfach Ihre Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung ab und übermitteln sie diese an die Krankenkasse.
Infos: www.barmer.de

Doctolib – Arzttermine per App

Doctolib Logo

Arzttermine online vereinbaren: Über die „Doctolib“-App (kostenlos für iOS und Android) und das Internetportal des Anbieters können Patienten mit nur wenigen Klicks freie Termine bei einem teilnehmenden Arzt in ihrer jeweiligen Stadt oder Region finden und buchen.
Infos: www.doctolib.de

Gesundheits- & Fitnessapps

Als Gesundheits- und Fitness-Apps gelten Fitnesstracker, Ernährungs- und Bewegungs-Apps: Sie können dabei helfen, sich insgesamt gesundheitsbewusster zu verhalten und so ein ausgeglicheneres und fi tteres Leben zu führen.

Seven – 7 Minuten Training

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Credit: Hersteller

In nur wenigen Minuten fi t werden: Mit hochintensivem Intervalltraining lassen sich laut den Machern der „Seven“-App die gleichen Trainingserfolge erzielen wie mit einem ausgedehnten Ausdauertraining. Die kostenlosen Zirkel-Einheiten bestehen aus 200 verschiedenen Kraft- und Ausdauerübungen. Dabei beinhaltet ein Workout zwölf Übungen à 30 Sekunden. Verschiedene Features und Extra-Workouts lassen sich per inApp-Käufen freischalten, zum Beispiel Oberkörper-, Körpermitten- und Unterkörper-Training (je 10,99 Euro).
Infos: seven.app

Asana Rebel: Yoga und Fitness

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Die „Asana Rebel“-App (iOS und Android) kombiniert Intervalltraining mit klassischen Yoga-Übungen. Basierend auf Cardio, Kraft und Flexibilität. Die App eignet sich gut für Anfänger, da jede Übung in einem kurzen Erklärvideo vorgeführt wird. Kosten: ab 4,91 Euro/Monat. Infos: get.asanarebel.com

Headspace

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Soll für Ausgeglichenheit, Ruhe und besseren Schlaf sorgen: Meditieren am Smartphone. Die „Headspace“-App bietet dafür geführte Übungen an und eignet sich vor allem für Meditationsanfänger. Ob das etwas für Sie ist, lässt sich in einer kostenlosen Testphase ausprobieren.
Infos: www.headspace.com

ratiopharm-Rückenschule

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Die kostenlose App für iPhone und Android bietet 24 einfach zu erlernende und individuell zusammengestellte Rückenübungen. Damit können Sie zu Hause Ihre Rückenmuskulatur stärken – eine effektive Methode, um Rückenschmerzen vorzubeugen.
Infos: www.ratiopharm.de/ratgeber/schmerz

adidas Runtastic-Lauf-App

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Derzeit ist Laufen neben Radfahren wohl der einzige Sport, der noch möglich ist – sofern Sie in einer Region ohne Ausgangssperre wohnen. Mit der kostenlosen App lässt sich das Training etwa per Smartphone einfach aufzeichnen. Statistik und Fortschritte bleiben so stets im Blick.
Infos: www.runtastic.com

Gesundheits- & Fitnessapps

Die eigentliche Aufgabe von Fitnesstrackern und smarten Uhren ist die Aufzeichnung von sportlichen Aktivitäten. Sie können aber auch die Herzfrequenz erfassen oder den Schlaf überwachen und so wichtige Rückschlüsse auf die Gesundheit liefern.

Samsung Gear Fit 2 Pro

Fitnesstracker

Die Gear Fit 2 Pro (ab 99 Euro) ist ein Hybrid aus Smartwatch und Fitnesstracker. Sie eignet sich für nahezu alle sportlichen Aktivitäten, etwa Schrittezählen –wenn man z.B. ein Treppenhaus hoch und runterläuft. Um die Fitnessdaten auszuwerten, werden zwei Apps fürs
Smartphone benötigt: Samsung Wearable (Android) oder Samsung Galaxy Fit (iPhone) sowie Samsung Health. Diese App stellt alle Daten grafisch dar – unter anderem, wie weit man täglich gelaufen ist, wie lange man geschlafen hat und wie hoch der
durchschnittliche Puls ist.
Infos: www.samsung.com/de/wearables/

Apple Watch Series 5

Fitness-Tracker

Mit der aktuellen Smartwatch von Apple (ab 520 Euro) lassen sich dank GPS-Sensor, Bewegungssensor und Barometer allerhand Daten aufzeichnen. Sie eignet sich auch zum Senden und Empfangen von Nachrichten. Richtig stark ist aber, dass sie die Herzfrequenz exakt misst.
Infos: www.apple.de/watch

Fitbit Charge 3

Fitness-Tracker

Per optischem Pulssensor misst der Fitbit-Tracker (ab 90 Euro) den Puls. Außerdem kann er den Schlaf überwachen. Über die zugehörige „Fitbit“-App lässt sich eintragen, was man am Tag gegessen und getrunken hat, um seine Kalorienzufuhr im Homeoffice im Blick zu behalten.
Infos: www.fitbit.com

Garmin vívoactive 4

Garmins smarte Uhr (ab 250 Euro) eignet sich dank GPS auch zum Erfassen von Indoor-Trainings. Sie misst verlässlich die Herzfrequenz direkt am Handgelenk, erfasst in Gesundheitsstatistiken die Reaktionen des Körpers auf Stressfaktoren sowie die Atemfrequenz.
Infos: www.garmin.com/de-DE/wearables

Huawei Watch GT 2

Smartwatches Sportuhren

Per Herzsensor misst die GT 2 beim Tragen durchgehend die Herzfrequenz und warnt bei zu hoher (über 100 Schläge pro Minute) oder zu niedriger Frequenz (unter 50 Schläge pro Minute). Über die Nacht analysiert sie den Schlaf und auch die Atemfrequenz.
Infos: consumer.huawei.com/de/wearables

Fotos: Getty, BMG, Hersteller