Frau von der Seite sitzt auf Bürostuhl am Tisch vor Notebook, Fenster im Hintergrund
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Die Kinder toben, die Nachbarn streiten und dazwischen bellt der Hund: Das Arbeiten Zuhause hat nicht nur schöne Momente. Trotzdem bietet die Arbeit zuhause auch Vorteile wie den Wegfall des Arbeitsweges und ist für Selbständige ohnehin mehr als nur eine Notlösung. Dazu braucht es einen Computer, und je nach Arbeit muss der Unterschiedliches leisten können. Nach wie vor erfreuen sich fürs Home Office Notebooks großer Beliebtheit: Sie sind kompakt, unkompliziert und flexibler einsetzbar als PCs – es spricht schließlich nichts gegen Meetings auf dem sonnigen Balkon, oder? IMTEST hat fünf leistungsstarke Notebooks getestet.

Home-Office-Notebooks: Je schneller desto besser

Ein flotter Prozessor ist für tüchtige Arbeitsgeräte ein Muss. Mit ihm starten Programme schneller und arbeiten zügiger. Für Office-Anwendungen wie Excel oder Word ist die Leistung aller fünf getesteten Home-Office-Notebooks mehr als ausreichend. Die Notebooks von Microsoft und Huawei entpuppen sich im Test sich als echte Arbeitstiere, liefern bei Prozessorleistung und beim Videoschnitt Top-Werte.

Neben einem schnellen Prozessor ist auch eine flinke Festplatte Pflicht – am besten mit genügend Speicherplatz. Die sogenannten Solid State Drives (kurz SSD) sind mittlerweile der Standard und finden auch in allen Test-Kandidaten ein Zuhause. Mit ihnen ist der Rechner binnen weniger Sekunden hochgefahren, große Datenmengen sind deutlich schneller bearbeitet. Auch im Internet sind alle schnell unterwegs. Samsungs Modell erreichte rasante 825 Megabit pro Sekunde und erlaubt überdies sogar das Surfen im neuen Mobilfunknetz 5G – den Tarif samt SIM-Karte vorausgesetzt.

Displays für überall

Bei schönem Wetter einfach mal draußen arbeiten. Das klingt so einfach, ist es aber nicht. Störend ist meist genau das, was einen erst nach draußen lockt: die Sonne. Zu viel Sonnenlicht macht es schwer, etwas auf dem Bildschirm zu erkennen. Eine hohe Bildschirmhelligkeit hilft. Besonders helle: Das Galaxy Book Flex 2 kann per Knopfdruck die Helligkeit noch mal stark aufdrehen und erreicht ein doppelt so helles Display wie seine Konkurrenten.

Gute Werte in Sachen Farbtreue, Bildschärfe und Kontrast liefern auch die Kandidaten von Asus, Acer und Microsoft und sind daher gut als Home-Office-Notebooks für draußen geeignet. Beim Matebook D16 dürfte die Auflösung höher sein, auch ist die Farbdarstellung etwas blass. Dafür ist die Anzeige mit 16,1 Zoll angenehm groß.

Hochgeklapptes Galaxy Book schräg von vorne mit buntem Bild vor grauem Hintergrund
Heller als das Galaxy Book ist im Test kein anderes Gerät. Perfekt für draußen. Credit: IMTEST


Kreative Arbeitsstrategien

Wer gerne handschriftlich Notizen oder Zeichnungen macht, sollte einen Blick auf die 2-in-1-Geräte von Acer, Asus und Microsoft werfen. Als sogenannte Convertibles lässt sich durch Wegklappen der Tastatur das Gerät in ein Tablet verwandeln. Bei Acer und Samsung verstaut man den beiliegenden Stift einfach im Gehäuse.

Das Zenbook Duo von Asus ist noch exotischer: Neben dem Hauptbildschirm gibt es über der Tastatur einen zweiten, circa halb so großen Touch-Bildschirm. Der erlaubt nicht nur Stift-Bedienung, sondern auch Extra-Funktionen. Vor allem ist er praktisch beim Schneiden von Musik oder Videos oder beim parallelen Arbeiten mit mehreren Programmen auf unterschiedlichen Bildschirmen. Die Bauweise bringt allerdings den Nachteil, dass die Tastatur gedrängter und das Touchpad (Tastfeld als Maus-Ersatz) kleiner ausfallen als bei den übrigen Home-Office-Notebooks.

aufgeklapptes schwarzes Notebook von oben, Finger der das Touchfeld über der Tastatur berührt
Das Zenbook bietet ein weiteres Touchfeld, das vor allem praktisch für kreatives oder paralleles Arbeiten ist.
Schwarzes Notebook aufgeklappt schräg von oben, Hand die Stift bedient
Notebook in schwarz aufgeklappt von der Seite auf grauem Hintergrund

Der Bildschirm des Surface Laptop 4 erlaubt zwar auch eine Bedienung per Berührung, doch lässt sich hier nicht die Tastatur wegklappen. Das macht die Touch-Bedienung weniger praktisch als bei Acer, Asus und Samsung. Ganz klassisch, also ohne zweites Display und ohne Touch-Bedienung, ist das Notebook von Huawei.

Mit Home-Office-Notebooks unterwegs

Um sich auch mobil zu bewähren, zählen vor allem das Gewicht und die Akkulaufzeit im Test der Home-Office-Notebooks. Besonders leicht sind die Notebooks von Samsung (1,26 kg) und Acer (1,4 kg). Aber auch Microsoft (1,54 kg) und Huawei (1,74 kg) bieten gemessen an der Bildschirmgröße ein noch gutes Gewicht. Alle Geräte im Test arbeiten zudem sparsam. Aufgrund der kompakten Bauweise und des entsprechend kleinen Akkus sind aber keine Rekord-Laufzeiten zu erwarten.

schwarzes schmales Notebook aufgeklappt von der Seite auf grauem Hintergrund
Das Surface ist zwar nicht das leichteste Notebook im Test, aber dennoch schlank und leicht.
schwarzes aufgeklapptes Notebook schräg von oben mit Landschaftsbild auf weißem Hintergrund
Der Bildschirm des Surface lässt sich nicht wie bei den anderen Testkandidaten umklappen.

Besonders lange halten die Notebooks von Samsung und Asus durch, mit 10:31 Stunden und 9:52 Stunden bei dauerhafter Videowiedergabe. Nicht ganz so viel Puste haben das Spin 3 und das Matebook D16 mit 6:55 Stunden und 7:47 Stunden. Dafür lassen sie sich beide Geräte recht zügig in rund anderthalb Stunden aufladen.



FAZIT

Samsungs Galaxy Book sichert sich mit langer Laufzeit, starkem Display und 5G-Fähigkeit den Testsieg im Vergleich der Home-Office-Notebooks. Acer, Asus und Microsoft punkten durch hohe Flexibilität. Das hohe Arbeitstempo von Huaweis Notebook wird von der etwas kurzen Laufzeit getrübt.