Glitzernd und schillernd präsentiert sich die neue Honor 50er-Serie. Credit: Honor

Als ehemalige Huawei-Tochter produzierte Honor Smartphones, Notebooks und Smart-Watches für den kleinen Geldbeutel – allerdings auch immer in etwas leistungsschwächerer Ausführung, als die Produkte des Mutterkonzerns. Ende 2020 trennten sich die Unternehmen voneinander und Honor ist jetzt ein eigenständiger Hersteller. Das öffnet Türen, denn mit der Vorstellung des neuen Honor 50 erklärte man, dass die Marke nicht länger von Embargos aus Amerika betroffen sei.

Honor 50: Mit Android und Google Maps?

Nach den Vorwürfen der Spionage belegten die USA chinesische Konzerne mit Sanktionen. Darunter auch Huawei: Der Technik-Hersteller durfte fortan nicht mehr mit amerikanischen Firmen wie Google zusammenarbeiten. Das hatte große Auswirkungen auf die Nutzbarkeit vieler Smartphones, denn das Android-Betriebssystem stammt aus den Reihen des Suchmaschinenanbieters.

Medien wie das US-Tech-Magazin The Verge bestätigen, dass Honor kompatible Smartphones außerhalb Chinas mit vorinstallierten “Google Mobile Services” (GMS) ausstatten will. Das neue Gerät soll damit das erste Smartphone seit längerer zeit werden, dass wieder mit voll funktionsfähigem Android-Betriebssystem und Google Play Store und Diensten wie Google Maps in den Läden steht. Mutter Huawei setzt fortan weiter auf das eigens entwickelte Harmony OS.

Auffällig: die Kameraanordnung in zwei runden Aussparungen. Credit: Honor

Das steckt in den neuen Honor-Smartphones

Das Hirn der neuen Modelle Honor 50 und Honor 50 Pro wird der erst letzten Monat vorgestellte Qualcomm Snapdragon 778G Prozessor. Ausgestattet werden die Handys mit AMOLED-Bildschirmen mit einer FullHD+-Auflösung (2.340 x 1.080 Pixel) und Bildschirmdiagonalen von 6,57 und 6,72 Zoll. Eine sehr flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz unterstützen die Smartphones ebenfalls. Das Honor 50 Pro kann seinen Akku (4.000 Milliamperestunden Kapazität) mit bis zu 100 Watt aufladen, das Honor 50 bekommt einen etwas kleineren Stromspeicher mit 4.300 Milliamperestunden und einer Schnellladefunktion von 50 bis 66 Watt.

Auf der Rückseite beider Smartphones finden sich vier Kameras. Die Objektive umfassen einen 100-Megapixel-Hauptsensor, ein 8-Megapixel-Weitwinkelobjektiv und dazu eine Makrolinse und einen Tiefensensor mit jeweils zwei Megapixel. Das Honor 50 Pro bekommt gleich zwei Frontkameras, nämlich ein 32-Megapixel-Objektiv und eine 12-Megapixel-Weitwinkellinse. Das Honor 50 begnügt sich hingegen mit nur einem 32-Megapixel-Sensor.

In China soll das Basismodell umgerechnet etwa 350 Euro kosten, das Honor 50 Pro etwa 480 Euro. Die Smartphones will man auch außerhalb Chinas verkaufen – weitere Details dazu nannte man aber nicht.