HP Envy 14 im Test Credit: Hersteller

Produktdetails

  • Preis: 1.399 Euro
  • Maße: 1,8 x 31,3 x 22,4 cm
  • Gewicht: 1,49 kg
  • Display: 14 Zoll

HP Envy: Gehäuse und Verarbeitung

Das knapp 1,5 Kilogramm leichte 14-Zoll-Notebook ist dank dem Aluminium-Gehäuse sehr stabil und wirkt auch hochwertig. Einzig die Bildschirmränder des HP Envy (14eb0775ng) sind aus Kunststoff und an den Ecken stimmen die Spaltmaße nicht immer, was das ansonsten edle Design etwas trübt. Für den Preis dagegen wirklich unangebracht: Die Tastatur gibt schon bei leichtem Druck etwas nach. Das ist bei Geräten in der Klasse, etwa der Konkurrenz von Asus oder Apple, nicht der Fall. Das Touchpad ist dafür sehr präzise und ausreichend groß.

Immerhin punktet es mit vielen Anschlüssen. Denn trotz der kompakten Größe bietet das HP Envy folgende Anschlüsse: Links sind je ein USB-C, HDMI und klassischer USB-A-Anschluss zu finden. Rechts gibt es einen SD-Kartenslot, einen weiteren USB-A-Anschluss und einen 3,5mm-Klinkenanschluss für Mikrofone und Lautsprecher. Weitere Ausstattungsmerkmale des Notebooks sind:

  • Prozessor: Intel® Core™ i71165G7
  • RAM: 16 GB
  • Speicher: 1 TB
  • Grafikkarte: GeForce 1650 Ti
  • Verbindung: WiFi 6, Bluetooth 5
  • Akku: Li-Ion-Polymer-Akku
  • Webcam: HP Wide Vision 720p HD

HP Envy auf dem neusten Internet-Stand

Ausgestattet mit dem brandneuen Wi-Fi-6-Standard geht’s mit dem neuen HP Envy rasend schnell ins heimische WLAN, sofern der Router schon über diese neue Technik verfügt. Damit sind theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 11 Gigabit möglich. Im Praxistest mit dem Notebook wurden davon immerhin noch 812 Mbit erreicht. Das ist schneller als die meisten Internetverbindungen, weshalb Sie sich um einen Flaschenhals keine Sorgen machen müssen.
In Sachen Sicherheit fehlt dem HP Envy leider die besonders im oberen Preissegment oft verbaute „Windows Hello“-Gesichtserkennung, mit der eine sichere Anmeldung möglich ist. Dafür ist ein sehr zuverlässiger Fingerabdruckleser mit an Bord.

Bildschirm des HP Envy im Test

Der Bildschirm des neuen HP Notebooks ist äußerst hell, wenngleich die Ausleuchtung in unseren Messungen nicht immer homogen war: Im oberen Bereich des Bildschirms konnten im Test mit speziellen Helligkeitssensoren bis zu 421cd/m2 (Candela pro Quadratmeter) gemessen werden, im unteren Bereich waren es nur 391 cd/m. Im Alltag fällt das nur bei tiefen Schwarz- oder Weißtönen auf. Mit speziellen Kalibrierungswerkzeugen wurde auch die Farbtreue des HP Envy ausgewertet. Hier zeigt es sich von seiner besten Seite. Der sRGB-Farbraum wird zu 100% abgedeckt. Beim für Grafiker wichtigen Farbraum AdobeRGP sind es immerhin noch 72%. Für Profigrafiker ist das Gerät also nur bedingt geeignet.

Was am Bildschirm allerdings störte war die etwas niedrige Auflösung von 1920 x 1200: Denn viele Vertreter in dieser Preisklasse bieten bereits Auflösungen von 2560 x 1440 Bildpunkten an. Ab dann sind Bildpunkte kaum noch zu erkennen, sodass das Bild „plastischer“ und detailreicher wirkt. Viel störender war allerdings ein leichter Nachzieheffekt: Besonders bei schnellen Bewegungen (etwa dem Öffnen des Startmenüs) zieht das Bild schlieren. Das ist in dieser Preisklasse inakzeptabel.

HP Envy 14 tastatur
Leider gibt die Tastatur nach. das Touchpad dagegen ist gut.

Benchmarks des HP Envy im Test: So schnell ist es

Der Intel® Core™ i71165G7 Prozessor verfügt zwar „nur“ über vier Kerne, macht aber ordentlich Dampf: Im Cinebench R23 Test erreichte das neue HP Envy 1455 Punkte im Einzel-Kern Test. Das ist Top-Niveau. Nur im Mehrkern-Test reiht es sich mit 5005 Punkten im Mittelfeld ein. Videoschnitt-Profis sollten zu leistungsfähigen Prozessoren greifen. Beim Umwandeln eines 1-minütigen 4K-Clips in die geringere Full-HD-Auflösung benötigte das Notebook 3 Minuten und 51 Sekunden. Zum Vergleich: Das ähnlich teure MacBook Air mit M1 Chip benötigte hierfür nur knapp über 2 Minuten.

Ungewöhnlich stark für die Klasse der Premium-Laptops ist die GeForce 1650 Grafikkarte. Sie ist deutlich leistungsfähiger als viele Konkurrenzmodelle. Damit schafft es beim Blockbuster-Titel „Shadow of the Tomb Raider“ fast flüssige 46 Bilder pro Sekunde. Die Konkurrenz erzielt hier dank deutlich schwächeren Chips meist unter 30 Bildern pro Sekunde. 3D-Spiele sind damit kaum spielbar. Das HP Envy 14 ist also auch für den Gelegenheitsspieler unterwegs gut geeignet.

Mit dem HP Envy arbeiten

Unter Last wird das HP Envy 14 zwar auf der Tastaturoberseite etwas warm (43 Grad), die Finger verbrüht man sich aber auch bei härteren Arbeitssitzungen nicht. Dafür wird es unter Last bei fast 48 Dezibel durchaus hörbar. Läuft allerdings auch nur leicht Hintergrundmusik, ist das Rauschen der Lüfter nicht hörbar.

Der Li-Ion-Polymer-Akku des Notebooks hält bei leichtem Gebrauch, etwa beim Schauen von YouTube-Videos oder dem Surfen im Internet, locker 11 Stunden durch. Selbst bei 100% Helligkeit sind es noch etwas über 6 Stunden. Ist eine Steckdose in Reichweite, kann es binnen einer Stunde auf gut 50% vollgeladen werden.

HP Envy 14 Bildschirm
Das Scharnier knarzt nicht und sorgt auch beim Aufklappen nicht dafür, dass das Notebook „abhebt“ – ein Mangel vieler günstiger Geräte.
Das HP Envy 14 im zugeklappten Zustand.

HP Envy mit schwachen Lautsprechern

Wer gerne am Notebook Filme schaut oder Musik hört, sollte bei dem neuen HP Envy am Besten zu Bluetooth-Kopfhörern oder Lautsprechern greifen. Denn die eingebauten Dual Lautsprecher von Bang & Olufsen klingen sehr flach und kratzen bei hohen Lautstärken. Dafür ist die Qualität der Webcam für typische Konferenzen ausreichend. Auch stellt die HP Wide Vision-Kamera Details im dunklen Raum ordentlich dar.

FAZIT

Das HP Envy (14eb0775ng) überzeugt durch eine überraschend starke Spieleleistung und kann im Büroalltag punkten. Leider gibt es Schwächen in der Farbgüte des ansonsten sehr hellen und angenehmen Bildschirms und die Tonqualität der Lautsprecher könnte etwas besser klingen.

  • PRO
    • Hohe Leistung, gute Verarbeitung
  • KONTRA
    • Bildschirm zieht leichte Schlieren bei schnellen Bewegungen

IMTEST Ergebnis: gut

2,4

Fotos: IMTEST, Hersteller