Mann im Home-Office mit zwei Monitoren und Notebooks
Rear view of a man working at home office stock photo Credit: Getty Images

Die Anschaffung eines Monitors für den Rechner oder das Notebook kann eine echte Herausforderung sein. Schließlich gibt es ein unüberschaubar großes Angebot an Modellen. Da stellt sich schnell die Frage, welcher Monitor am besten geeignet ist. Fest steht, es kommt auf die Nutzung an. Wer vor allem die neusten Games zocken möchte, braucht einen anderen Bildschirm als jemand, der überwiegend Office-Aufgaben erledigt. Doch auf welche Ausstattungsmerkmale, Funktionen und Details müssen Nutzer genau achten?

Welcher Monitor fürs (Home) Office?

E-Mails schreiben, Webseiten aufrufen, mit Word, Excel oder Präsentationstools arbeiten: Wer vor allem solche Arbeiten erledigen möchte, schaut sich am besten bei den Bildschirmen mit 24 Zoll, maximal 27 Zoll um. Diese Größe reicht für reguläre Office-Aufgaben aus. Auch eine Auflösung in Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) ist in der Regel ausreichend. Müssen mehrere Bildschirmfenster auf einmal geöffnet sein, kann es aber sinnvoll sein, einen 27 Zoll-Monitor wie den Flexscan von Eizo mit einer höheren Auflösung zu nutzen.

Letztlich spielt aber vor allem die Ergonomie eine große Rolle dabei, welcher Monitor fürs Arbeiten geeignet ist. Denn um Nackenschmerzen und Verspannungen bei mehreren Stunden PC-Arbeit vorzubeugen, ist es wichtig, den Bildschirm individuell einstellen zu können. Ein guter Office-Monitor lässt sich

  • in der Höhe verstellen,
  • nach oben und unten beziehungsweise vor und zurück neigen,
  • hochkant, also um 90 Grad drehen.

Übrigens: Wer angestellt im Home Office arbeitet, sollte vorher mit dem Arbeitgeber über einen neuen Bildschirm reden. Denn auch für den Arbeitsplatz daheim, ist der Arbeitgeber verantwortlich.

Ein breiter Kabelkanal am Fuß sorgt selbst bei vielfacher Verkabelung für Ordnung bei den Leitungen.
Auch praktisch für den Arbeitsplatz: Wenn der Monitor mit einem System zur Kabelführung kommt (hier: Eizo Flexscan).

Schnelligkeit fürs Gaming

Der beste Gaming-PC bringt nicht viel, wenn der Bildschirm nicht fürs Spielen ausgelegt ist. Verzögerte Reaktionen, matte oder zu grelle Farben, zu wenig Helligkeit und Kontraste in dunklen Sequenzen können die Folge sein und das Spielvergnügen trüben. Welcher Monitor am besten für Games geeignet ist, hängt vor allem von diesen Faktoren ab:

  • hohe Reaktionszeit, unter vier Millisekunden
  • je höher die Bildwiederholrate in Hertz, desto besser (über 100 Hz)
  • eine höhere Auflösung als Full HD (wie UHD zum Beispiel)

Zudem gibt es Unterschiede in der Panel-Technik, die bei Games einiges ausmachen. TN-Panels galten lange als das Nonplusultra für Gaming-Bildschirme, da sie die leistungsstärkste Technologie ist. Allerdings bieten heutzutage auch die besonders farbtreuen IPS-Panels hohe Reaktionszeiten. VA-Panels passen zu denen, die viel Wert auf gute Kontrast- und Schwarzwerte legen.

Profi-Grafiken und Designs brauchen Fläche

Für professionelle Grafiker und Designer zählt bei der Wahl eines geeigneten Monitors die Bildfläche und die Auflösung. Schließlich kommt es bei der Arbeit auf Details an. Es empfiehlt sich daher eine Größe ab 30 Zoll. Bei der Auflösung ist UHD angesagt, mindestens aber 2.560 x 1.440 px. So können Photoshop und Co. am effizientesten eingesetzt werden.

Darüber hinaus müssen Bildschirme für den Grafik-Einsatz Farbwerte sowie Kontraste exakt anzeigen. Hier bieten sich Modelle mit IPS- oder VA-Panel an, wieder Eizo Color Edge mit IPS im Test zeigte.. Auch ergonomische Einstellungsmöglichkeiten sollte es geben. Drehen, neigen und die Höhe verstellen machen das lange Arbeiten an Details angenehmer.

Mann zeigt auf Bildschirm mit Testergebnisse
Bei der Messung der Farbtreue im IMTEST-Labor, erreichte der ColorEdge CS2731 von Eizo hervorragende Werte.

Curved-Displays für Hobby und Beruf

Neben den klassischen Bildschirmen gibt es auch welche mit Krümmung. Diese Curved-Monitore können die Lösung sein, wenn zwei Bildschirme benötigt werden, aber zu wenig Platz vorhanden ist. Denn durch die Krümmung haben diese Modelle automatisch mehr Anzeigefläche. Zudem lässt sich alles auf einen Blick erfassen.

Die Krümmung ist übrigens der Form des Augapfels nachempfunden. Dadurch versprechen Curved-Displays angenehmer für die Augen zu sein. Ideal also zum Arbeiten – oder Spielen. Auch fürs Gaming kommen gekrümmte Modelle in Frage. Das bewies der Samsung Odyssey im Test. Gerade der Tiefeneffekt sorgt dafür, dass Spieler mehr ins Geschehen hineingezogen werden.

Welcher Monitor bietet den passenden Anschluss?

Auch die Art und die Menge an Anschlüssen bestimmt darüber, welcher Monitor für wen geeignet ist. Grundsätzlich ist ein USB-C-Anschluss sehr praktisch. Hierüber können Geräte geladen und verbunden werden. Mit einer Displayport 1.4-Schnittstelle können zudem UHD-Videosignale mit 60 Hz übertragen werden. Ansonsten gilt: Vor dem Kauf einmal prüfen, welche Geräte mit welchen Schnittstellen künftig angeschlossen werden sollen.