FreeBuds 4i
Produktdetails
  • Preis: 99 Euro
  • Gewicht: 5,5 Gramm
  • Verbindung: Bluetooth

Huawei hat schon in der Vergangenheit beweisen, dass gute Technik nicht zwingend teuer sein muss. Die Smartphones und Notebooks des Herstellers bewegen sich preislich oft im moderaten Bereich und überzeugen dennoch mit ihrer Leistung und Verarbeitung. Gleiches gilt für die Audio-Sparte: Auch die Kabellosen Kopfhörer Huaweis können sich sehen lassen, im IMTEST-Vergleich punkteten bereits die Freebuds Pro (Testnote: 2,0). Die neuen Freebuds 4i verschieben die Grenze von Premium-Funktionen und Budget-Qualität noch weiter – mit langer Akkulaufzeit und aktiver Geräuschunterdrückung.

Huawei Freebuds 4i: Wirken vertraut

Wenn man die Freebuds 4i das erste Mal auspackt erwarten den Nutzer keine großen Überraschungen: Die Form der Ohrhörer erinnert (wie beim Großteil moderner In-Ears) an Apples AirPods Pro. Mit ihren Silikonaufsätzen ruhen die Freebuds 4i angenehm im Gehörgang, über Berührungsgesten steuert man die Funktionen. Die Ladeschale hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell etwas verändert, ist jetzt oval und erinnert besonders in der weißen Variante etwas an ein Hühnerei. Darin verstaut sitzen die Freebuds magnetisch gehalten bombenfest. So fallen sie nicht heraus, wenn die Ladeschale einmal herunterstürzt – man bekommt sie dafür aber auch nur ziemlich schwer zu Greifen, wenn man sie benutzen möchte.

Huawei FreeBuds 4i: Klingen gut

Die Freebuds 4i liefern keine herausragende Klangqualität. Das müssen sie aber auch gar nicht und das erwartet auch niemand von ihnen, denn für wirklich starke Audioqualität muss man mehrere hundert Euro auf die Ladentheke legen. Stattdessen besitzen die FreeBuds 4i aber für ihre Preisklasse einen unerwartet vollen und ausgewogenen Klang mit klaren Stimmen und nur leicht schwachen Bässen. Stichwort Preisklasse: Unter 100 Euro müssen Kunden sonst auf aktive Geräuschunterdrückung (ANC) verzichten. Huawei gelingt jetzt das Kunststück, diese Premium-Funktion erschwinglich zu machen. Dabei erledigt das ANC seinen Dienst zuverlässig, wenn auch nicht so stark wie bei anderen und teureren In-Ears. Wie effektiv das ANC ausfällt hängt dabei auch vom Sitz der Hörer im Ohr ab. Huawei liefert dafür drei unterschiedliche Größen von Silikonaufsätzen mit – viel mehr Zubehör gibt es dann auch nicht.

Huawei Freebuds 4i: können wenig, dafür lange

Der Funktionsumfang der Freebuds 4i ist überschaubar: Nutzer starten und stoppen mit Tippsern auf den Kopfhörern die Wiedergabe oder schalten durch längeres Halten die Modi der Geräuschunterdrückung durch. Das war’s. Auch die für Android exklusive “AI-App” erlaubt nur wenig Personalisierung der Bedienung und die Freebuds hören auch nicht selbstständig auf zu spielen, wenn man sie aus dem Ohr nimmt. An all diesen Stellen hat Huawei gespart, glücklicher Weise sind das aber nur Komfortdisziplinen. Bei ihren Kernkompetenzen glänzen die Freebuds und begeistern neben ihrem soliden Sound besonders mit der Akkulaufzeit. Die sticht mit etwa 10 Stunden auch teure Konkurrenten aus, mit aktiver Geräuschunterdrückung sind immerhin noch knappe 8 Stunden Spielzeit drin. Die Ladeschale tankt die Freebuds 4i nicht ganz zwei mal wieder voll auf, die Laufzeit verlängert sich so auf rund 20 bis 25 Stunden. Die Schatulle selbst lädt nur via Kabelanschluss nach, kabelloses Laden durch Induktion fehlt. Aber auch das ist glücklicher Weise nur eine Komfortfunktion, die man kaum vermisst.

FAZIT

Für den veranschlagten Preis von 99 Euro sind die Freebuds 4i herausragende In-Ear-Kopfhörer. Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet solide und findet sich sonst nur bei Geräten für etwa 50 bis 100 Euro mehr. Auch vergleichbaren Klang oder ähnlich hohe Akkulaufzeit findet man im Budget-Segment nicht. Zum Start der Freebuds bietet Huawei die Kopfhörer kurzzeitig für 79 Euro an – für den Preis kann man mit ihnen nicht viel falsch machen.

  • PRO
    • Klang, Geräuschunterdrückung und Akkulaufzeit sind für die Preisklasse beeindruckend.
  • KONTRA
    • Wenige Komfortstandards, lassen sich nur fummelig aus der Ladeschale nehmen.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,2

Fotos: IMTEST, Hersteller