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5 Entsafter im Test: Fruchtig, frisch & selbstgemacht

Einfache Bedienung, viel Saft: IMTEST kürt den besten Entsafter.

Entsafter verschiedener Hersteller auf weißem Grund.
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Die besten Entsafter // IMTEST

Von Äpfeln bis Sellerie, Obst und Gemüse gibt es derzeit in Hülle und Fülle. Was liegt da näher als ein frischer Fruchtsaft?

Der Schalter dreht sich und mit einem durchdringenden Motorengeräusch startet der erste Entsafter seinen Testlauf. Äpfel, Sellerie und Rote Bete liegen bereit. Pünktlich zum Beginn der Erntezeit Ende August testet IMTEST fünf verschiedene Entsafter, um herauszufinden, wer sich im Alltag am besten schlägt. Mit dabei sind vier Zentrifugalentsafter und eine Saftpresse namhafter Marken: der PureJuice Entsafter JMP600WH von Kenwood, der ES3570 von Severin, Brauns IdentityCollection Entsafter J300 Schwarz, Philips´ HR1921/20 und der Kult X von WMF.



Diese Entsafter-Systeme gibt es

Wer Fruchtsaft gern selbst herstellt, hat dazu drei Möglichkeiten:

  • Zentrifugalentsafter sind die schnellsten auf dem Markt. Sie produzieren mittelgroße Saftmengen und sind dabei sehr einfach zu bedienen.
  • Saftpressen, auch Slow Juicer genannt, quetschen dagegen den Saft aus den Früchten. Das dauert etwas länger, doch weil sie ohne Hitze arbeiten, bleiben hier viele Vitamine erhalten. Sie sind vor allem für besonders gesundheitsbewusste Saftfreunde interessant.
  • Ganz anders arbeiten Dampfentsafter. Mit Hilfe von Hitze produzieren sie besonders lange haltbaren Saft in großen Mengen. Damit sind sie vor allem für Obstgartenbesitzer ein Gewinn, jedoch weniger geeignet, um auf die Schnelle einen gesunden Beitrag zum Frühstück zu leisten.

Drei verschiedene Schwierigkeitslevel

Getestet wurden alle Modelle mit drei verschiedenen Obst- und Gemüsesorten. Äpfel waren dabei am leichtesten zu verarbeiten. Rote Bete stellte auf Grund ihrer Härte die zweite Schwierigkeitsstufe dar, wobei im Vergleich sowohl mit gegarter als auch mit roher Roter Bete gearbeitet wurde. So konnten sowohl sehr hartes als auch sehr weiches Gemüse erfasst werden – beides keine leichte Aufgabe für die Testgeräte. Am schwierigsten aber war Stangensellerie auf Grund seiner Faserstruktur. Zwar unterscheiden sich einzelne Früchte grundsätzlich, doch IMTEST konnte eine gute Vergleichbarkeit der Saftmenge erreichen, indem von jedem Obst oder Gemüse dieselbe Sorte und auf das Gramm genau die gleiche Menge verwendet wurde. Zusätzlich wurden im Test auch Handhabung, Reinigung, Lautstärke und Stromverbrauch berücksichtigt.

Auf einem Tisch steht der Entsafter von Braun.
Der Braun-Entsafter macht das Rennen. Er produziert zuverlässig viel Saft.
Auf einem Tisch steht der Entsafter von Kenwood.
Der Kenwood-Entsafter ist eine Saftpresse. Daher bleiben hier besonders viele Vitamine erhalten.
Auf einem Tisch steht der Entsafter von Philips.
Philips glänzt mit hochwertiger Verarbeitung.
Auf einem Tisch steht der Entsafter von WMF.
Der WMF-Entsafter ist zu strak für weiches Obst, dafür aber besonders gut für harte Früchte geeignet.
Auf einem Tisch steht der Entsafter von Severin.
Severins Zentrifugalentsafter schluckt teilweise ganze Äpfel.

Sieger der Saftausbeute

Aus 300 Gramm Apfel konnte der Philips den meisten Saft gewinnen: volle 210 Milliliter. Die Saftpresse von Kenwood schafft hier hingegen nur 160 Milliliter. Ihr Stromverbrauch war allerdings der Niedrigeste im ganzen Testfeld: 80,2 Watt im Leerlauf auf höchster Stufe. Zudem war sie mit 63,7 Dezibel leiser als die anderen Modelle. Am lautesten war mit 83,9 Dezibel der Kult X.

Jedoch konnte der WMF-Entsafter die Praxistests mit harter Roter Bete und Sellerie für sich entscheiden, denn er pulverisiert die Teststücke regelrecht. Das hat allerdings auch zur Folge, dass er mit weichem Obst oder Gemüse nicht zurecht kommt. Beispielsweise pürierte der Kult X gegarte Rote Bete und verteilte sie dabei großzügig in seinem Inneren. Aus dem Saftauslauf kam dann jedoch kaum noch ein Tropfen. Im Gegensatz dazu hinterlassen einige Entsafter, wie der von Braun teilweise große Reststücke im Gerät, produzieren insgesamt aber trotzdem viel Saft.

Kenwood-Entsafter von oben
In den Kenwood-Entsafter passen nur kleine Obststücke.

Aufbau und Handhabung

Die Handhabung der Geräte ist durchweg unkompliziert. Zwar schluckt etwa der Braun-Entsafter zum Teil ganze Äpfel, wohingegen die für das Kenwood-Modell zerkleinert werden müssen, doch den wirklich wesentlichen Unterschied macht der Aufbau. Hier gab es insbesondere beim PureJuicer von Kenwood Probleme, denn er entpuppte sich als detailreiches Puzzle. Die einzelnen Teile sind an verschiedenen Stellen mit kleinen, leicht zu übersehenden Pfeilen markiert, die jeweils exakt übereinander positioniert werden müssen, um den Entsafter zusammenzustecken. Im Gegensatz dazu ließen sich vor allem die Kandidaten von WMF und Phillips intuitiv zusammensetzen.

Verschlussbügel des Philips-Entsafters
Der feste Metallbügel verschließt den Entsafter sehr sicher.
Plastikverschluss des Braun Entsafters in der Nahaufnahme
Der Braun-Entsafter schließt nur mit Hilfe von zwei Plastik-Schnallen.

Zudem fällt auf, dass die Entsafter von Severin, Philips und WMF mit stabilen, metallenen Verschlussbügeln arbeiten. Die lassen sich nicht nur leicht verschließen, sondern wirken dabei auch deutlich robuster als etwa die Verschlussklammern aus Plastik bei Brauns Modell. Stichwort Plastik: Beim Kenwood-Entsafter brach schon im Test die Tropfstopp-Klappe ab.



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