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Unterschiede zwischen den MacBooks Pro und Air

Vertrauter Look, neue Innereien: Apple verpasst seinen MacBooks den neu entwickelten M1-Prozessor. Damit will der Konzern neue Maßstäbe bei Leistung und Akkulaufzeit setzen. Wie gut das gelingt, hat IMTEST geprüft. Doch worin unterscheiden sich Pro und Air eigentlich? Auf den ersten Blick fällt die Größe und das Gewicht auf. Zwar haben beide Geräte einen 13 Zoll-Bildschirm, dennoch ist das MacBook Air leichter, während das Pro auch etwas dicker ausfällt. Und dann gibt es den wohl größten Unterschied, der im Preis liegt. So ist das MacBook Pro ist fast 1.000 Euro teurer. Ob sich das lohnt und was beide MacBooks leisten, zeigte sich im Test.

MacBooks im Test schneller als viele Highend-PCs

Das Wichtigste vorweg: Beide MacBooks sind pfeilschnell. In Leistungstests ist der neue M1-Chip beim Arbeiten nahezu so flott wie ein Spiele-PC jenseits der 5000-Euro-Marke. Browser, Bildbearbeitung und Chatprogramme laufen ohne Verzögerungen ab. Erst bei Videoschnitt stoßen sie an Grenzen. Wo das MacBook Pro 16 Zoll mit Intel-Prozessor und AMD-Grafikchip nur 2 Minuten und 23 Sekunden zum Umwandeln eines Videoclips benötigt, dauert es beim M1 knapp 3 Minuten.

3-D-Spiele wie „Shadow of the Tomb Raider“ sind mit 30 Bildern pro Sekunde auf den MacBooks gut spielbar. Das Air bleibt bei dieser Volllast kühl und leise (33 db), nur das Pro wird mit 41 db etwas laut. Kein Windows-Notebook kann da mithalten. Gut: Trotz brandneuer Technik funktionieren 20 getestete Geräte und 40 Programme einwandfrei. Sogar iPhone-Apps lassen sich nutzen.

Schick, flott und mit langen Akkus: Apples
Schick, flott und mit langen Akkus: Apples neue Laptops beeindrucken die Tester.

MacBooks mit Top-Verarbeitung

Typisch Apple: Die Verarbeitung beider MacBooks ist makellos und der Windows-Konkurrenz voraus. Das Gehäuse gibt nicht nach, das Scharnier wackelt nicht, die Tastatur ist knackig und das Touchpad präzise. Beim Pro gibt es zudem eine Bedienleiste mit Touchscreen, mit der Spezialbefehle schnell ausgewählt werden. Leider auch typisch für Apple ist der Minimalismus: Lediglich zwei USB-C-Anschlüsse und ein Anschluss für Mikrofon und Kopfhörer sind an den Geräten zu finden.

Der gespiegelte Bildschirm ist bei beiden MacBooks hell und gleichmäßig ausgeleuchtet. Auch die gemessene Farbgenauigkeit ist nahezu perfekt. Die Tonqualität der Lautsprecher ist hervorragend, einzig die Webcam ist mit 720p Auflösung bei beiden Geräten etwas verwaschen.

Vom MacBook Air zum Pro: Lohnt der Aufpreis?

Nein. In Sachen Leistung, Verarbeitung, Bedienung und Bildschirm sind das dünne MacBook Air und Pro nahezu identisch. Der größte Unterschied zwischen den MacBooks liegt im Akku: Beim Videoschauen hält das Pro fast 19 Stunden bei mittlerer Helligkeit durch, während es beim Air rund 12 Stunden waren.

FAZIT

Beide MacBooks kosten viel Geld, liefern aber Leistung auf dem Niveau von Spitzen-PCs. Selbst bei anspruchsvollen Aufgaben schlagen sie ihre Vorgänger um Längen und die meisten Windows-Notebooks.

Fotos: IMTEST, Hersteller