Der Medion-Luftreiniger MD10171 ist Preis-Leistungs-Sieger
Credit: Hersteller

Im Vergleichstest mit 11 verschiedenen Luftreinigern ist die Preisspanne enorm: Testsieger Dyson führt auch mit dem höchsten Preis von fast 700 Euro das Feld an. Doch was kann dann ein Gerät wie der Medion-Luftreiniger leisten, der schon für rund 150 Euro zu haben ist? Für das Geld recht viel, wie sich im Test herausstellt. Wo die Stärken des Reinigers liegen und wo Nutzer Abstriche in Kauf nehmen müssen, verrät IMTEST.

Produktdetails

  • 40 × 23 × 23 cm
  • 3,6 kg
  • 149,95 Euro

Medion-Luftreiniger aufs Wesentliche beschränkt

In Sachen Ausstattung und Funktionen hat der Medion-Luftreiniger nicht viel zu bieten. Er hat für die Reinigung einen Nacht-Modus und einen Timer. Eine praktische Automatik-Funktion gibt es aber nicht, ebenso wenig, wie zusätzliche Einsatzgebiete. Luftbefeuchtung, -kühlung, Ventilator oder den Einsatz von UV-Licht überlässt das Gerät der Konkurrenz wie von Djive und Sharp. Auf einen Blick sieht die Ausstattung so aus:

  • 3 Funktionsstufen
  • Carbon-Filter und HEPA-13-Filter
  • LED-Display
  • Timer, Tag-/ Nacht-Funktion
  • App, Smartphone-Koppelung

Zuverlässige und zügige Reinigung

Trotz oder vielleichte gerade wegen der spärlichen Funktionen, macht der Medion-Luftreiniger seine Arbeit gut. So beträgt der Abscheidegrad 99,95 Prozent, was vergleichbar mit dem Top-Modell von Dyson ist. Auch der Luftdurchsatz pro Stunde liegt bei hohen 250 m³. Außerdem filtert das Gerät alle wichtigen Arten der Luftbelastung wie Feinstaub, Viren und Bakterien, Gerüche und Gase.

Besonders im Rauch-Test konnte der Medion überzeugen. Nur knapp eine Stunde brauchte der Luftreiniger, um die Luft vom Rauch zu säubern. Für den vergleichsweise niedrigen Preis bekommt der Nutzer also ein Gerät, auf das er sich in Sachen Luftreinigung verlassen kann.

App statt Fernbedienung

Die Bedienung des Reinigers ist in Ordnung. Installation und Verbindung mit dem Smartphone klappen weitestgehend unkompliziert. Per App können Nutzer das Smartphone als Fernbedienung für den Medion-Luftreiniger nutzen, was gut klappt. Eine separate Fernbedienung gibt es allerdings nicht. Wer kein Smartphone hat, muss also direkt zum Gerät, um es zu bedienen. Dort werden über ein LED-Display die Luftqualität und der Filterstatus angezeigt. Weitere Infos liefert das Modell nicht. Auch eine Integration in Smart Home-Systemen wie Google Home oder Alexa ist mit dem Medion nicht möglich.

Medion mit geringen Folgekosten
Geringe Folgekosten: Die jährlichen Kosten für Filter und Strom sind beim Medion am geringsten. Credit: Hersteller

Medion-Luftreiniger mit geringsten Folgekosten

Nicht nur der Kaufpreis und die gute Leistung machen den Medion-Luftreiniger attraktiv. Im Vergleich zu anderen Geräten sind die Folgekosten insgesamt am niedrigsten. Denn Filter halten nicht ewig und müssen auch mal ausgetauscht werden. Und hier bitten viele Hersteller ihre Kunden ordentlich zur Kasse. Nur Medion verlangt unter 25 Euro für einen neuen Filter.

Hinzu kommen die jährlichen Stromkosten. Da das kompakte Modell unter maximaler Leistung lediglich 20,2 Watt und im Nachtmodus 2,8 Watt verbraucht, sind auch die Stromkosten entsprechend niedrig. Diese belaufen sich im Jahr auf 26,19 Euro. Im Test ebenfalls die niedrigsten Kosten.

FAZIT

Sauberer Sparfuchs: Der günstige Medion-Luftreiniger MD10171 bringt eine gute Reinigungsleistung und die geringsten Folgekosten aus Stromverbrauch und Filterpreisen. Zwar müssen Nutzer auf Extras verzichten. Dennoch bietet das Gerät das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • PRO
    • Gute Reinigungsleistung, wenig Folgekosten
  • KONTRA
    • Ausstattung und Funktionen sind sehr reduziert, keine Fernbedienung

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2,7