Mit PayPal bezahlen

Einfach mit PayPal bezahlen: Das ist der Grundgedanke

Wie so viele erfolgreiche Dienste startete PayPal (frei übersetzt „Bezahlkumpel“) mit einer einfachen Fragestellung: Warum sind Überweisungen eigentlich so kompliziert? Und warum müssen diese immer über ein Bankkonto erfolgen? Gedanken eines gewissen Elon Musk, des heutigen Chefs von Tesla. Seine Antwort: eine neue Währung für die Welt. Aus der Idee ist rund 20 Jahre später eines der größten Internet-Zahlungsunternehmen der Welt geworden, akzeptiert in über 200 Ländern mit mehr als 100 Währungen. Mit PayPal bezahlen ist somit einfacher denn je.

PayPals Geschichte: Eine neue Währung für die Welt

Die Erfolgsgeschichte beginnt am 16. Oktober 1999. An jenem Samstag führt Elon Musks Start-up X.com den ersten Geldtransfer zwischen zwei tragbaren PDA-Computern durch. Kurze Zeit später klappt’s auch per E-Mail. Das neue Produkt nennen Musk und sein Partner Peter Thiel PayPal. Das Versprechen: schnell, sicher und einfach online zahlen. Der große Durchbruch folgt dann 2002 durch die Übernahme durch eBay. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar legt das Online-Auktionshaus für den Bezahldienst auf den Tisch. Damit war PayPal zum damaligen Zeitpunkt das teuerste Start-up der Geschichte.

Vom Kuchen bekam allein Musk als größter Aktionär 165 Millionen US-Dollar. Sein Ende als PayPal-Boss. Aus sentimentalen Gründen kauft er 2017 die Domain x.com von PayPal zurück. Die Seite zeigt seitdem lediglich ein kleines schwarzes „x“. Nun steht PayPal erneut ein Börsengang bevor. eBay gab bekannt, sich von der Tochterfirma zu trennen. Experten vermuten, dass vor allem PayPal von der Scheidung profitiert: Der Bezahldienst ist auch nach mehr als 20 Jahren weiter auf Wachstumskurs.

Viel mehr als nur mit PayPal bezahlen

Die deutschen Verbraucher bezahlen zwar noch am liebsten auf Rechnung, auf Rang zwei folgt aber schon PayPal – noch vor Lastschrift und Kreditkarte. Aus gutem Grund, denn für Kleinstbeträge eine Überweisung auszufüllen oder die Kreditkarte zu zücken ist umständlich. Bevor Sie mit PayPal im Internet bezahlen können, müssen Sie sich für den Dienst nur einmalig unter paypal.de kostenlos registrieren. Dabei haben Sie die Möglichkeit, Kreditkarte, Guthaben oder Lastschrift für die Zahlungen zu hinterlegen. Fortan bietet PayPal nicht nur einen sicheren Transfer des Geldes, sondern auch jede Menge Extras. IMTEST zeigt Ihnen die zehn besten Zusatzfunktionen.

Tipp 1: Geld an Freunde senden

Sie kennen das: Egal ob man sich die Rechnung beim Abendessen geteilt, ein Freund ein Geschenk besorgt oder einfach Geld geliehen hat. Den Betrag per Banküberweisung zu begleichen ist aufwendig und kostet Zeit. Mit PayPal geht es viel einfacher – und kostet keinen Cent! Alles, was Sie dazu benötigen, ist die E-Mail- Adresse, die der Empfänger mit PayPal verknüpft hat. In der PayPal-App tippen Sie dann auf Senden, wählen entweder einen Kontakt aus der Liste oder tippen die E-Mail-Adresse ein, die der Empfänger mit PayPal verknüpft hat. Geben Sie den Betrag ein.

Wichtig: Wählen Sie als Zahlungsart immer Freunde und Familie. In diesem Fall fallen für die Überweisung keine Gebühren an. Tippen Sie gegebenenfalls noch eine Grußbotschaft ein und bestätigen Sie letztendlich mit Senden. Hinweis: Das Geld landet so nicht auf dem Bank-, sondern auf dem PayPal-Konto des Empfängers. Er kann es von dort aus auf sein Bankkonto transferieren oder für künftige PayPal-Zahlungen verwenden.

“ZAHLUNGEN IN DER FAMILIE, UNTER FREUNDEN ODER BEKANNTEN SIND BEI PAYPAL VOLLKOMMEN KOSTENLOS – UND IN SEKUNDEN ERLEDIGT.”

Michael Dietz
vom “Reisen Reisen”-Podcast Credit: IMTEST

Tipp 2: Geld anfordern

Sie können mithilfe von PayPal aber auch Geld einfordern. Praktisch etwa, wenn ein Bekannter „vergessen“ hat, Ihnen Geld zurückzuzahlen. Dazu tippen Sie in der PayPal-App auf Anfordern und gehen anschließend genauso vor wie bei Tipp 1. Wichtig: Teilen Sie dem Empfänger am besten mit, dass er als Zahlungszweck „Freunde oder Familie“ wählen soll. So fallen keine Gebühren an.

PayPal Tipp 2

Tipp 3: Kosten mit Freunden teilen

Sie kaufen zusammen mit Freunden ein Geburtstagsgeschenk? Oder wollen mit anderen die Kosten für ein Hotel teilen? Von Ihnen bezahlte Beträge für gemeinschaftliche Anschaffungen können Sie bei PayPal mit Ihren Freunden aufteilen. Dafür gibt es die sogenannten MoneyPools.

So funktioniert’s: In der App tippen Sie unten rechts auf Mehr, dann auf MoneyPool mit Freunden öffnen und letztlich auf MoneyPool erstellen. Benennen Sie dann Zweck, Zielbetrag, wählen im nächsten Schritt aus, wie viel die Teilnehmer zuschießen sollen, und garnieren das Ganze auf Wunsch mit Bild und Text. Schalten Sie den MoneyPool letztlich frei und teilen ihn mit Ihren Freunden und Bekannten. Anschließend können Sie (hoffentlich) verfolgen, wie sich Ihr MoneyPool immer mehr mit Geld füllt.

PayPal Moneypool Funktion

Tipp 4: Vom Käuferschutz profitieren

PayPal bietet nicht nur einen sicheren Transfer des Geldes, sondern für Sie als Kunden einen Käuferschutz. Dieser greift, wenn ein Artikel nicht ankommt oder ganz und gar nicht der Beschreibung entspricht. Falls es mit dem Händler zu keiner Einigung kommt, erstattet Ihnen PayPal den Kaufpreis inklusive der Versandkosten zurück. Wie Sie den Käuferschutz beantragen, erfahren Sie auf dieser Seite von PayPal.

Käuferschutz mit PayPal

Tipp 5: Kostenlos Waren zurückschicken 

Seit der Einführung der EU-Verbraucherrichtlinie im Juni 2014 steht es Händlern frei, ob sie die Portokosten für Rücksendungen selbst zahlen oder dem Kunden aufdrücken. Wenn Sie eine Bestellung mit PayPal bezahlt haben, können Sie sich dagegen auf jeden Fall die Rücksendekosten erstatten lassen. Diesen Service bietet Ihnen PayPal bis zu zwölfmal pro Jahr. Alles, was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie unter paypal.de/retouren.

PayPal Retouren Funktion

Tipp 6: Erst nach 14 Tagen zahlen 

Ebenfalls interessant: Einige Händler bieten die Option „Zahlung nach 14 Tagen“. Diese sollten Sie nutzen. In diesem Fall erhält der Verkäufer das Geld direkt von PayPal. Von Ihrem Konto wird der Betrag aber erst nach 14 Tagen abgebucht. Entscheiden Sie sich dazu, einen Artikel zurückzuschicken, müssen Sie nicht auf Ihr Geld warten – es hat Ihr Konto nie verlassen.

Tipp 7: Vorsicht bei der automatischen Anmeldung

Wenn Sie sich bei PayPal auf dem PC anmelden, fragt Sie der Dienst, ob Sie „One Touch aktivieren“ nutzen wollen. Bestätigen Sie das, merkt sich PayPal das Passwort. Das bedeutet, dass Sie auf diesem Gerät künftig automatisch bei PayPal angemeldet werden. Sehr praktisch. Diese Funktion sollten Sie aber nur dann nutzen, wenn allein Sie Zugriff auf diesen Computer haben. Ansonsten kann jeder munter auf Ihre Kosten auf Einkaufstour gehen.

Tipp 8: Im Apple Store bezahlen

Als iPhone-Nutzer konnten Sie lange nur per Kredit-, Geschenkkarte oder Handyrechnung im App Store von Apple bezahlen. Nun geht’s auch mit PayPal. Und zwar so: Öffnen Sie am iPhone die Einstellungen und tippen Sie oben auf Ihren Namen, Zahlung & Versand und Zahlungsmethode hinzufügen. Hier wählen Sie PayPal/ELV und melden sich mit Ihren PayPal-Anmeldedaten an.

PayPal im Apple Store

Tipp 9: Mit PayPal unterwegs zahlen

Ein Riesenschritt fürs mobile Bezahlen in Deutschland: Google Pay lässt sich neuerdings mit PayPal verknüpfen. Das bedeutet: Haben Sie ein Android-Smartphone sowie ein PayPal-Konto, können Sie deutschlandweit in Tausenden Supermärkten und Tankstellen per Handy bezahlen. Dazu benötigen Sie die GooglePay-App aus dem Play Store. Nach dem Start der App melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an und fügen über den Punkt Zahlungsquelle + eine neue Zahlungsmethode hinzu. Wählen Sie hier PayPal aus und folgen Sie den Anweisungen.

Google Pay und PayPal verbinden

Tipp 10: PayPal-Spam entlarven

PayPal ist ein besonders beliebtes Ziel von Cyber-Kriminellen, die per „Phishingmail“ Ihre Anmeldedaten auskundschaften wollen. An fünf Merkmalen können Sie ganz einfach echte von unechten Nachrichten unterscheiden.

Anrede: PayPal spricht Sie immer mit Ihrem richtigen Namen an, nicht zum Beispiel mit „Hallo PayPal-Mitglied“.

Absender: Echte Nachrichten kommen von der Domäne „@paypal.de“.

Anlass: Phishingmails versuchen, Panik zu erzeugen, etwa durch Nachrichten wie „Ihr Konto wird gesperrt“.

Anhänge: Offizielle Mails von PayPal haben niemals Dateianhänge.

Links: Phishingmails enthalten Verknüpfungen zu gefälschten Internetseiten. „Echte“ PayPal-Adressen beginnen immer mit https://www.paypal.com/.

Phishing Mails von PayPal Mails unterscheiden