Netflix-Logo auf Gaming-Handy.
Auf dem Smartphone daddeln? Dank Netflix in Zukunft vielleicht sogar ohne Download.

Erst kürzlich wurden die Pläne des Streaming-Giganten Netflix bekannt, neben Filmen und Serien bald auch Videospiele anbieten zu wollen. Größen wie Google oder Microsoft haben mit Stadia und Xbox Cloud-Gaming bereits erste Dienste an den Start gebracht – mit durchwachsenen Ergebnissen. Spiele-Streaming ist nämlich alles andere als einfach und krankt noch an maßgeblichen Problemen. Wenn aber selbst die Serverkapazitäten der Branchengrößen nicht ausreichen, um latenzfrei Spiele zu streamen, wie will sich dann Netflix in dem Bereich behaupten?

Netflix: Futter für die Investoren

Um im Spiele-Streaming Fuß zu fassen, will Netflix sich wohl zunächst auf einfache Spiele beschränken. Google Stadia und Xbox Cloud-Gaming versuchen hingegen mit den großen Blockbustern der Branche zu punkten. Könnte darin der Fehler liegen? Simple, aber trotzdem spaßige Spiele finden sich im Bereich des Mobile-Gaming zuhauf. Und genau da soll Netflix ansetzen wollen. Das behauptet zumindest die Seite wccftech.com unter Berufung auf ein vorliegendes Schreiben des Anbieters an seine Investoren. Darin heißt es:

“We’re also in the early stages of further expanding into games, building on our earlier efforts around interactivity (eg, Black Mirror Bandersnatch) and our Stranger Things games. We view gaming as another new content category for us, similar to our expansion into original films, animation and unscripted TV. Games will be included in members’ Netflix subscription at no additional cost similar to films and series. Initially, we’ll be primarily focused on games for mobile devices.”

Zusammengefasst sollen Spiele als Teil eines Netflix-Abonnements funktionieren und nicht extra kosten. Außerdem will man explizit Spiele für Mobilgeräte anbieten – vermutlich sogar spezielle Produktionen zu Netflix-Original-Serien und hauseigenen Marken.

Spiele für das Handy

Mit kleineren Titeln für das Smartphone könnte Netflix vor allem Gelegenheitsspieler ansprechen, die dank des Streamings ein Spiel nicht einmal mehr herunterladen müssen. Außerdem sind Mobile Games deutlich weniger Komplex als große AAA-Blockbuster, was der Datenübertragung zugute käme. So ließen sich womöglich Latenzen minimieren und Spiele flüssiger spielen. Wie genau die Zukunft aussieht, ist aber noch unklar. Auch zu Ingame-Transaktionen oder Micro-Payments, für die Mobile Games sehr bekannt sind, äußerte man sich bisher noch nicht.