Eine Frau mit eine Gitarre sitzt vor einem MacBook
Credit: Apple

Den wohl größten Clou landet Apple mit der Vorstellung der neuen MacBooks. Sie verfügen nicht nur über ein neues Design und lassen alte Zöpfe hinter sich, sondern kommen mit einem Chipsatz, der bei der Konkurrenz für Schamesröte sorgen könnte.

Das Maß aller Dinge

Es ist ja nicht so, dass MacBooks nicht schon vor dem neuen Produkt-Update für Anwendungen aller Art die wohl beste Wahl ist, die man als Nutzer treffen kann. Nun legt Apple noch einen drauf: Die neuen MacBooks in 14 und 16 Zoll, die erstmals mit den brandneuen und hauseigenen M1-Chipsätzen (Pro und Max) ausgestattet sind, sollen ganz neue Maßstäbe setzen. Besonders bei hochprofessionellen Anwendungen im wissenschaftlichen- und Entertainment-Bereich sollen Forscher, Filmemacher, Grafiker aber sicherlich auch viele Alltags-Anwender wahre Quantensprünge in Sachen Geschwindigkeit und Produktivität erfahren. Beim Design der neuen Laptops macht Apple augenscheinlich einen Schritt zurück.

Die von den meisten Nutzern ungeliebte Touch-Bar entfällt und USB-C-Anschlüsse sind nun kein Thema mehr. Stattdessen kommt endlich wieder eine mechanische Tastatur zum Einsatz, und der MagSafe-Anschluss feiert seine Rückkehr. Als Anschlüsse dienen bei den neuen MacBooks drei Thunderbolt 4-Ports für Hochgeschwindigkeits-Peripheriegeräte, ein SDXC-Kartensteckplatz für den schnellen Zugriff auf Medien, ein HDMI-Anschluss für die Verbindung mit Displays und Fernsehern.

M1 Pro und M1 Max mit krasser Performance

Bei Apple heißt es für die neue Laptop-Generation: “Bye, bye, Intel!”. Denn ab sofort verrichten völlig neue Chipsysteme ihren Dienst in den Geräten. Laut Apple sind damit so gut wie alle Anwendungen nicht nur deutlich flotter unterwegs, sondern verbrauchen auch wesentlich weniger Strom. Mit einer Akkulaufzeit von rund 17 Stunden (bei der Wiedergabe eines Videos) sollen die neuen MacBooks auch in dieser Hinsicht zeigen, was technisch aktuell möglich ist. Der Geschwindigkeitszuwachs sollte hingegen besonders bei der Anwendung speicher- und CPU-hungriger Programme größten Anklang finden. So sollen zum Beispiel bis zu 9,2-mal schnelleren 4K-Rendergeschwindigkeiten in Final Cut Pro mit dem M1 Pro und bis zu 13,4-mal schnelleren mit dem M1 Max erreicht werden.

Zwei Macbooks nebeneinander
Das neue Design bietet noch schmalerer Bildschirmränder und ganz neue Anschlussmöglichkeiten für verschiedenste Peripherie. Credit: Apple

Der M1 Max bietet außerdem eine verbesserte Media Engine mit zwei ProRes-Beschleunigern für eine noch höhere Multistream-Leistung. So können Profis bis zu 30 Streams mit 4K ProRes Videomaterial oder bis zu sieben Streams mit 8K ProRes Videomaterial in Final Cut Pro schneiden — mehr Streams als auf einem 28-Core Mac Pro mit Afterburner. Noch Fragen?

Ein Display zum Verlieben

Natürlich lässt sich Apple auch bei den neuen Displays die Butter nicht vom Brot nehmen und stellt auch hier wegweisende Technologie vor, die vielen Nutzern mit Blick auf die Haushaltskasse, die Schweißperlen auf die Stirn treibt: Im neuen MacBook Pro kommt erstmals ein ein Liquid Retina XDR Display zum Einsatz. Das Display ist mit der gleichen Mini-LED-Technologie ausgestattet, die auch im iPad Pro zum Einsatz kommt Die Bildschirmhelligkeit liegt bei bis zu 1.000 Nits, die Spitzenhelligkeit gibt Apple mit 1.600 Nits an. Das Kontrastverhältnis liegt bei 1.000.000:1. Auch die neue ProMotion Technologie feiert mit dem neuen Display ihren Einstand und bietet eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz.

Preis, Verfügbarkeit und neues OS

Die neuen MacBook Pro Modelle mit M1 Pro und M1 Max können ab sofort bei Apple bestellt werden. Die Geräte werden dann ab Dienstag, 26. Oktober ausgeliefert. Die Preise für das neue 14 Zoll MacBook Pro beginnen bei 2.249 Euro. Das neue MacBook Pro mit 16 Zoll startet bei 2.749 Euro. Die neuen MacBooks sind schon ab Werk mit dem neuen Betriebssystem macOS Monterey bestückt. Auch für die Nutzer älterer MacBooks steht die neue Software ab dem 25. Oktober kostenlos zum Download bereit.