Produktdetails

  • ab 429 Euro
  • 6,5 Zoll / 2.400 x 1.080 Pixel
  • bis zu 9:31 Stunden
  • 64 MP

Samsung Galaxy A52 5G: schlichtes Design und wasserdicht

Die Rückseite des Galaxy A52 5G glänzt nicht wie beim noch günstigeren Galaxy A32 5G, sondern ist mattiert. Dank des matten Rückens landen deutlich weniger Fingerabdrücke auf dem Gerät. Das Material der Wahl ist zwar Kunststoff, die Verarbeitung rund um den glänzenden Rahmen in Edelstahl-Optik allerdings wertig.  Zur Entsperrung des Smartphones verbirgt sich der Fingerabdrucksensor unter dem Bildschirm. Im Test reagierte der aber nicht immer zuverlässig und oft etwas zu langsam. Ein wasserdichtes Gehäuse gibt es in dieser Preisklasse in der Regel nicht. Das A52 5G bildet hier die positive Ausnahme. Laut Hersteller sind damit kurzzeitige Tauchgänge über 30 Minuten bei einem Meter Tiefe erlaubt. Auch wenn Tauchgänge mit dem Smartphone im Schwimmbad oder Meer nicht zu empfehlen sind, da chlorhaltiges oder salzhaltiges Wasser den Abdichtungen des Smartphones auf Dauer schadet bis schließlich doch Wasser eindringt, hat die Wasserdichtigkeit einen großen Vorteil. Dank der übersteht das Galaxy A52 5G kleine Unfälle, zum Beispiel wenn es in die Badewanne oder in ein Waschbecken stürzt. Handlich ist das Gerät mit Ausmaßen von 159,9 x 75,1 Millimetern und einer Dicke von 8,4 Millimeter nicht, bietet dafür aber einen großen Bildschirm – und der kann sich zeigen lassen.

Samsung Galaxy A52 5G: Scharfes, helles OLED-Display

Viel Bildschirmfläche, wenig Bildschirmrand: Das 6,5 Zoll große Display füllt die Gehäusefront gut aus. Wichtiger aber als die Ausmaße ist die verbaute Technik.  Anders als dem Galaxy A32 5G hat Samsung dem Galaxy A52 5G ein OLED-Anzeige spendiert. Die sorgt für ein tiefes Schwarz und kräftige Farben. Die Auflösung beträgt 2.400 x 1.080 Pixel, was auf die Fläche gerechnet 404 Pixel pro Zoll (ppi) ergibt und somit eine hohe Bildschärfe. Auch die maximale Bildschirmhelligkeit ist sehr hoch mit 955 Candela pro Quadratmeter. Damit lässt sich das Display auch an sonnigen Tagen gut ablesen. Die Bildwiederholrate beläuft sich auf 120 Hertz und ermöglicht ein sehr flüssiges Bild beim Scrollen und Spielen. Insgesamt überzeugt die Anzeige des Galaxy A52 5G, denn ein helles, scharfes und farbintensives OLED-Display gibt es sonst nur in deutlich teureren Geräten. Zwar reichen Auflösung, Kontraste und Farben nicht ganz an die hervorragende Qualität der teuren Spitzenmodellen, wie etwa dem Galaxy S21 Ultra 5G. Die Unterschiede sind aber geringer, als der deutlich niedrigere Preis vermuten lässt.

Die große, front-füllende OLED-Anzeige kann sich mit ihren guten Testergebnissen zeigen lassen.
Der Fingerabdrucksensor befindet sich gut erreichbar unter dem Display, reagiert aber oft so langsam.

Hauptkamera mit 64 Megapixeln und Nachtmodus

Die Hauptkamera löst mit 64 Megapixeln (MP) auf. Auf dem geschossenen Foto landen 12 Megapixel, da vier Sensor-Pixel zu einem Foto-Pixel verschmelzen. Das hat vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen einen Vorteil: Das aufgefangene Licht wird gebündelt, so dass jedes einzelne Fotopixel und damit das gesamte Foto heller erscheint. Die Technik ist nicht neu und auch in Geräten der Konkurrenz vorzufinden. Das Galaxy A52 5G setzt sie aber effizient ein. Bei wenig Licht zeigten die Aufnahmen noch eine gute Bildschärfe und recht wenig Bildrauschen. Bei Tageslicht sind die Farben oft zu blass, auch fehlt es den Aufnahmen an Schärfe. Damit das Bild deutlich weniger verwackelt, stattet Samsung das Gerät mit einer optischen Bildstabilisierung aus. Auch die gibt es sonst nur bei hochpreisigen Smartphones. Im Test brachte die verbesserte Stabilisierung gute Ergebnisse, insgesamt fehlte es den Videos aber an Bildschärfe und Farbtreue. Neben der Hauptkamera und einem Tiefensensor zur Unterstützung für Porträt-Aufnahmen mit unscharfem Hintergrund, gibt es noch eine Makro-Kamera (5 MP) für Nahaufnahmen und Ultraweitwinkel-Kamera (12 MP). Aufgrund der geringen Auflösung verschlechtert sich  jedoch die Fotoqualität merklich.

Rückseitig sind vier Kameras verbaut (von oben nach unten): Ultraweitwinkel mit 123 Grad Blickwinkel (12 MP), Hauptkamera (64 MP), Tiefenkamera (5 MP), rechts die Makro-Kamera (5 MP) und der LED-Blitz.
Fotos aus dem Testlabor: Zur Veranschaulichung sind Bildausschnitte vierfach vergrößert worden (rechts). Die Konturen der Blütenblätter und die Strukturen auf dem Spielzeug-Schaf lassen etwas Schärfe missen, auch ist leichtes Bildrauschen sichtbar, die Farben sind insgesamt etwas zu blass.
Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera trotz geringer Schwächen noch gute Fotos mit ordentlicher Bildschärfe ab.
Die Hauptkamera (links) stellt Details wie die feinen Barthaare genauer dar, dafür ist die Farbwiedergabe etwas ungenau. Die Front-Kamera macht das besser, fängt Details dafür etwas ungenau ein.

Samsung Galaxy A52 5G: langsamer Prozessor, schnelles 5G

Der Prozessor zeigt die Schwächen des Geräts auf: Eindrucksvolle 3D-Spiele laufen zwar, allerdings nicht bei bester Grafik. Youtube-Videos in hoher 4K-Auflösung gibt das Gerät nicht flüssig wieder. Für die alltäglichen Aufgaben wie Chatten und Surfen reicht die Arbeitsleistung aber aus. Dafür sind die Datenraten im Internet sehr hoch, dank 5G: Das Galaxy A52 5G unterstützt den neuen Mobilfunkstandard und erreichte im Test damit eine Geschwindigkeit mit bis zu 621 Megabit die Sekunde. Zum Vergleich: Im klassischen LTE-Netz sind in der Praxis bestenfalls bis zu 200 Megabit die Sekunde üblich. Im WLAN ist die Geschwindigkeit mit 433 Megabit die Sekunde nicht die höchste, die ein Smartphone hergeben kann, aber allemal in Ordnung.

Etwas kurze Laufzeit, langsame Ladedauer

Die geringe Arbeitsleistung ist typisch für Smartphones des mittleren Preissegments. Das bringt aber auch oft einen Vorteil mit: die lange Akku-Laufzeit. Denn die vergleichsweise schwachen Prozessoren und Anzeigen günstiger Geräte verbrauchen deutlich weniger Strom als die der Spitzenmodelle. So erreicht das günstigere Galaxy A32 5G 12:47 Stunden im Dauerbetrieb. Das Galaxy A52 5G kommt nur auf eine Laufzeit von 9:31 Stunden – etwas wenig. Offenbar verbraucht der hochwertige Bildschirm des Galaxy A52 5G mehr Strom. Auch schade: Zwar lässt sich der Akku schnell aufladen, allerdings ist kein passendes Netzteil enthalten, das Schnellladen unterstützt. Im Lieferumfang ist nur ein 15-Watt-Ladegerät, mit dem die Ladedauer langatmige 2:02 Stunden betrug. Kabelloses Laden unterstützt das Galaxy A52 5G leider nicht. 

Samsung Galaxy A52 5g: Android 11, Speicher, Dual-SIM 

Android 11 dient als Betriebssystem-Basis und ist um Samsung Benutzeroberfläche One UI 3.1 erweitert worden. Damit ist die Bedienung im Vergleich zum reinen Android etwas gewöhnungsbedürftig, aber für Einsteiger noch leicht zu erlernen. In der Modellvariante für 429 Euro sind 128 Gigabyte Speicher verbaut, 256 Gigabyte gibt es im Modell für 488,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers). Als Farben stehen Blau, Violett, Weiß und Schwarz zur Auswahl. Eine Erweiterung des Speichers per microSD-Karte ist ebenso möglich wie der gleichzeitige Einsatz zweier SIM-Karten (Dual-SIM).

FAZIT

Samsungs Galaxy A52 5G setzt sinnvolle Schwerpunkte: Der Bildschirm löst sehr scharf auf, zeigt intensive Farben und hohe Kontraste sowie eine hohe maximale Helligkeit. Das Gehäuse wirkt wertig, gut verarbeitet und ist außerdem wasserdicht. Zukunftssicher ist die Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards 5G. Alles zusammen gibt es sonst nur bei teuren Modellen ab 700 Euro. Wozu also noch mehr Geld ausgeben? Der Test zeigt: Bei der Kamera, dem geringen Arbeitstempo und der niedrigen Ladeleistung mit dem mitgelieferten Netzteil macht sich der Abstand zu hochpreisigen Geräten dann doch bemerkbar. Wer mit diesen Abstrichen leben kann, erhält mit dem Galaxy A52 5G einen soliden Allrounder, der vor allem ein tolles Bild liefert.

  • PRO
    • Helles, scharfes und farbtreues Display, schnelles 5G, wasserdicht.
  • KONTRA
    • Etwas kurze Akkulaufzeit, langsames Laden, geringe Arbeitsleistung.

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2.7

Fotos: IMTEST, Hersteller