Eine Hand bedient ein Smartphone
Credit: Samsung

Ab Winter 2021 können sich Nutzer direkt über ihr kompatibles Samsung Galaxy Smartphone ausweisen und ausgewählte Behördengänge erledigen. Eine komfortable und intuitive Ergänzung zur bisherigen elektronischen Identifizierung mittels tast-sensorischem Ausweisdokument.

Hardwarebasierte Sicherheitsarchitektur

Bisher wird der Ausweis für jede digitale Registrierung an das Kartenlesegerät oder das Smartphone gehalten . Einfacher und effektiver soll das ab Winter funktionieren: Um die Smart-eID zu nutzen, soll der Ausweis nur einmal ausgelesen werden. Nach der einmaligen Übertragung sollen ausschließlich die Identifikationsdaten aus dem Online-Ausweis sicher im Smartphone gespeichert werden. Als rechtliche Grundlage dafür wurde vom BMI das Gesetz zur Einführung eines elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät (Smart-eID-Gesetz) in den Prozess der Gesetzgebung eingebracht.

Grundlage dafür ist die im Rahmen des Förderprojekts OPTIMOS 2.0 von Samsung mitentwickelte, auf der Hardware basierende Sicherheitsarchitektur. Sie ermöglicht es, die in den Chips von Ausweisdokumenten, wie beispielsweise dem Personalausweis, gespeicherten Daten sicher auf dem eigenen kompatiblen Samsung Galaxy Smartphone zu hinterlegen.



Strenge Anforderungen des BSI

Damit die Identität gut geschützt ist und Informationen der Bürgerinnen und Bürger sicher aufbewahrt sind, entspricht die Smart-eID den strengen Sicherheitsanforderungen des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik). Aus diesem Grund haben die Partner eine ganzheitliche Architektur entwickelt, in deren Mittelpunkt das Fundament der Smartphone-Sicherheit steht – die Hardware. Die technologische Grundlage bildet ein Hardwarechip, den Samsung mit den Partnern NXP und Thales entwickelt hat. Er ist der wichtigste Sicherheitsanker zur Speicherung sensibler Schlüssel und Zertifikate.

Samsung Galaxy S20 als erstes Gerät

Die Smart-eID wird zum Start mit dem Samsung Galaxy S20 verfügbar sein. Damit verfügt der Hersteller über das erste Smartphone, das dem neuen Standard gerecht wird. Weitere Geräte, wie das Galaxy Note 20, Galaxy S21 sowie Galaxy Fold2, Galaxy Fold3 und Galaxy Z Flip3 5G durchlaufen aktuell die technischen und behördlichen Prozesse und sollen schnellstmöglich nachgezogen werden. Parallel arbeitet Samsung mit den Partnern an Lösungen, um bereits länger am Markt befindliche Geräte, die über ein Sicherheitselement verfügen, nachträglich mit den Anforderungen des BSI in Einklang zu bringen. Konkret betrifft dies rund zehn Millionen eID-kompatible Geräte. In Zukunft sollen auch die Smartphones Galaxy A-Serie diesen zertifizierten Hardwarechip bekommen.