Severin Mikrowelle im Test
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Produktdetails

  • 16,8 kg
  • 49 x 49.3 x 29,3 cm
  • 219 Euro
  • Severin

Mikrowellen sind aus der Küche nicht wegzudenken: Schnell etwas Milch für den Hefeteig erwärmen oder den Rest der letzten Mahlzeit auf Verzehrtemperatur bringen sind praktische und oft genutzte Einsätze. Wenn eine Mikrowelle darüber hinaus noch mehr kann, ist das in der Küche sehr willkommen! Die Severin-Mikrowelle MW 7759 ist so ein Modell mit zusätzlichen Möglichkeiten. Vor allem Pizza soll damit besonders gut gelingen. Welche Einsatzmöglichkeiten es mit der 4-in-1-Mikrowelle noch gibt und wie gut diese in der Praxis funktionieren, hat IMTEST geprüft.

Severin-Mikrowelle im Überblick

Neben der Mikrowellenfunktion kann das Gerät mit Heißluft bis zu 230°C backen und grillen. Dafür ist im Boden des Garraumes ein zweites Heizelement installiert, damit die Wärme gleichmäßig wirkt. Mit 25 Liter Volumen gehört die Severin-Mikrowelle zu den großen Modellen. Das zeigt sich bei dem mit 28 Zentimeter Durchmesser üppig dimensionierten, beschichteten Drehteller. Hier finden zum Beispiel auch Aufback-Pizzen über Standardgröße Platz.

Auch die Programmauswahl ist mit 11 Automatikprogrammen groß. Sie sollen verschiedenste Zubereitungsarten ermöglichen, teilweise lassen sie sich sogar kombinieren. So lässt sich etwa ein Auflauf zuerst mit der Mikrowelle garen und dann mit dem Obergrill gratinieren. Bei so vielen Möglichkeiten gibt es zur Hilfe eine Favoriten-Speicherung. Hier können bis zu drei Gerichte mit entsprechender Leistung und Garzeit gespeichert werden.

Bedienung der MW 7759

Die Bedienelemente der Severin-Mikrowelle bestehen aus einem kleinen Display mit drei Touchflächen, vier Tasten und einem Drehknebel mit Startfunktion. Die Anordnung ist übersichtlich und die Funktionen gut gekennzeichnet, das macht die Bedienung einfach. Sowohl die Tasten wie auch der Drehknebel haben recht viel Spiel im Gehäuse, das wirkt etwas einfach. Auch die Lampe überzeugt nicht zu 100 Prozent und könnte heller sein. Zum Lieferumfang gehört neben dem Drehteller ein Grillrost, der mit 20 Zentimeter Durchmesser kleiner ausfällt als der Teller. Mit drei Hühnerflügeln und zwei -oberkeulen ist der zur Verfügung stehende Platz ausgefüllt.

Mit der Severin-Mikrowelle backen

Zwei Punkte stechen aus dem Funktionsumfang hervor:

  • Ein Pizza-Expressprogramm für TK-Ware
  • sowie die Möglichkeit, Kuchen zu backen.

Je nach Gewicht dauert das Pizzaprogramm mindestens 7 Minuten (350g) oder 10 Minuten (450g). Die 450 Gramm schwere Test-Pizza war allerdings bereits nach 8 Minuten recht stark gebräunt. Somit ist das Programm der Severin-Mikrowelle etwas zu lang. Bei einer selbst gemachten Pizza hingegen reichte die Maximaltemperatur von 230°C in einem Programm für frische Pizza nicht. Bis Teig und Belag gar und gebräunt waren, vergingen 15:30 Minuten. Da war der Belag zu trocken und der Genuss getrübt.

Severin Mikrowelle frische Pizza
Selbstgemachte Pizza wird in der Mikrowelle nicht so gut. Credit: IMTEST
Severin Mikrowelle TK Pizza
Tiefkühlpizza backt die Mikrowelle sogar schneller als das vorgesehene Programm. Credit: IMTEST

Weitere Backversuche

Besser lief ein Backversuch mit Apfelkuchen. Der garte in Heißluft bei 170°C perfekt. Beeindruckend. Und das ging in der Severin-Mikrowelle sogar etwas schneller als im Ofen. Im Gegensatz zu einem Grillversuch mit Huhn, hier konnte kein Zeitvorteil gemessen werden. Einfaches Aufwärmen mit Ober- und Unterhitze von zwei Reibekuchen klappte nach 6 Minuten gut. Ob die Mikrowelle also Zeit spart, hängt ganz vom Gericht ab.

Apfelkuchen in Severin Mikrowelle
Apfelkuchen gelingt in der Severin-Mikrowelle erstaunlich gut. Credit: IMTEST

FAZIT

Die Severin-Mikrowelle MW 7759 ist eine Hilfe in der Küche, die nahezu rundum überzeugt. Dank der Programmvielfalt steht für jede Zubereitung eine Methode bereit. Zeitersparnis im Vergleich zum Ofen ist nicht immer markant und für frische Pizza ist die Temperatur zu gering.

  • PRO
    • Zahlreiche Programme und die Ausstattung mit Ober- und Unterhitze sind top.
  • KONTRA
    • Die Maximaltemperatur könnte höher sein und die Lampe im Innenraum heller.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,3