Smartphone liegt am Strand und wird von Meerwasser überspült.
Credit: Getty Images

Zur Routenplanung, für Urlaubsfotos oder tatsächlich auch einfach mal für einen Anruf: Das Handy darf im Urlaub eigentlich nicht fehlen. Mittlerweile dient das Gerät auch als intelligente Geldbörse oder als Sammelpunkt für Reiseunterlagen und Flugtickets. Umso dramatischer ist es, wenn das sensible Gerät unterwegs einmal den Geist aufgibt. Sei es durch zu hohe Hitze, einen Wasserschaden oder im schlimmsten Falle sogar Diebstahl. Hier ist schnelle Smartphone-Hilfe gefragt. Damit Sie ihr Telefon immer einsatzbereit bei sich haben, hat IMTEST wichtige Tipps für den Urlaub mit Smartphone zusammengestellt.

1. Erste Hilfe: Wenn das Handy Baden gegangen ist

Ihr nicht wasserfestes Smartphone ist ins Wasser geplumpst? Dann gilt es schnell zu handeln und keine Fehler zu machen, um das Telefon noch zu retten.

So gehen Sie vor:

  1. Gerät ausschalten – und zunächst auch ausgeschaltet lassen.
  2. Wasser mit einem saugfähigen Tuch abtupfen. Wichtig: Nicht föhnen oder auf eine Heizung legen, das beschädigt das Telefon im Zweifelsfall.
  3. SIM- und (falls vorhanden) Speicherkartenschacht öffnen und die Karten entnehmen. Hier sammelt sich sonst Wasser und trocknet nicht richtig aus.
  4. Bedecken Sie das Gerät in einer Schale mit Reis aus einer ungeöffneten Verpackung. Der Reis zieht die Feuchtigkeit aus der Umgebung und somit auch aus dem Smartphone. Lassen Sie es darin am besten drei Tage liegen. Erst dann schalten Sie es wieder ein und testen, ob die Smartphone-Hilfe funktioniert hat. Viel Glück!
Smartphone in Reis legen
Der Reis zieht das Wasser aus dem Smartphone. Credit: Getty Images

2. Smartphone-Hilfe bei Hitze

Smartphones können an heißen Sommertagen überhitzen. In diesem Fall lassen sie sich nicht mehr nutzen. Es gibt aber einige Kniffe, mit denen sich ein Handy-Hitzschlag vermeiden lässt:

Auch Sie halten sich an einem heißen Tag am liebsten im Schatten auf, oder? So geht es auch Ihrem Smartphone. Sprich: Lassen Sie es nicht in der Sonne liegen – weder im Auto, im Café oder auf der Terrasse.

Stecken Sie Ihr Telefon nicht in Hosen- oder Hemdtaschen. Hier wird das Gerät durch die Körperwärme zusätzlich aufgeheizt. Besser sind Handtaschen.

Eine Hülle wirkt wie eine zusätzliche Isolierung. Wird Ihr Handy warm, kann es die Hitze durch eine Hülle nicht mehr richtig abgeben. Entfernen Sie die Hülle also für einige Minuten, um das Handy zu kühlen. 

Einige Einstellungen fordern Ihr Smartphone, so dass es noch mehr ins „Schwitzen“ gerät. Dazu zählt beispielsweise die maximale Bildschirmhelligkeit. Auch mobile Datenübertragung ist nicht förderlich, am besten also zwischenzeitlich abschalten. Darüber hinaus sollten Sie keine Spiele spielen, Videos streamen oder Fotos und Videos bearbeiten.

Falls das Handy doch zu heiß wird, packen Sie es zur Abkühlung auf keinen Fall in den Kühlschrank. Das schadet dem Gerät eher, als es ihm nutzt. Auch Wasser ist tabu, selbst, wenn es wasserfest ist. Es vor einen Ventilator zu legen, ist dagegen in Ordnung. 

Smartphone bei hohen Temperaturen
Bei zu heißen Temperaturen kann auch das Handy schnell überhitzen. Credit: Getty Images

3. Wie teuer wird das Surfen und Telefonieren im EU-Ausland?

Telefonie: Seit 2017 dürfen laut EU-Verordnung Gespräche im EU-Ausland nicht anders als Inlandsgespräche im Heimatland gemäß des Mobilfunktarifs abgerechnet werden. Sprich: Haben Sie eine Flatrate, kosten Sie sowohl Gespräche nach Deutschland als auch innerhalb der EU nicht einen Cent extra.

Daten: Im Prinzip gilt das Gleiche auch für mobile Daten. Ihr gebuchtes Kontingent können Sie wie zuhause in Deutschland nutzen. Nur in bestimmten Fällen steht nicht Ihr volles Datenvolumen zur Verfügung. In diesem Fall muss der Mobilfunkanbieter das aber anzeigen und mitteilen, wie viel Datenvolumen Sie verbrauchen dürfen. Macht er das nicht, steht Ihnen also das volle Datenvolumen bereit.

4. Darf ich mein Smartphone mit zum Strand nehmen? 

Das ist keine gute Idee. Die feinen Sandkörner könnten ins Gerät eindringen oder den Bildschirm beschädigen. Am besten nehmen Sie das Handy also gar nicht erst mit oder verstauen es gut gesichert in der Strandtasche oder im Rucksack. Wenn das Telefon unbedingt mit an den Strand soll, schützen Sie es mit speziellen Outdoor-Hüllen. So gelangen Sand und Wasser gar nicht erst an das Gerät.

Sand kann das Smartphone beschädigen
Sand kann das Smartphone beschädigen. Credit: Getty Images

5. Was mache ich, wenn mir mein Handy im Ausland gestohlen wird?

Um im Falle eines Verlusts schnell und effektiv handeln zu können, sollten Sie alle wichtigen Infos rund um Ihr Smartphone zur Hand haben. Ermitteln Sie daher folgende Informationen und notieren Sie diese auf einem Zettel.

Auch wenn es albern klingt. In einer hektischen Situation ist es besser, die eigene Telefonnummer schwarz auf weiß zu haben.

So lassen sich Ihre Anliegen auf der Gegenseite schneller bearbeiten. Zu finden auf Ihrer Mobilfunkrechnung.

15-stellige Gerätenummer, die Ihr Smartphone eindeutig identifiziert. Sie benötigen sie, um die SIM-Karte sperren zu lassen und den Diebstahl bei der Polizei anzuzeigen. Die Zahl erhalten Sie durch die Eingabe des Codes *#06# auf der Telefontastatur.

Hier rufen Sie an, um die SIM-Karte im Falle eines Diebstahls sperren zu lassen:

Alternativ können Sie auch die Bundesnetzagentur anrufen: 0116 116 oder +49 30 40504050.

Wichtig: Rufen Sie aus dem Ausland an, ersetzen Sie die erste „0“ durch „0049“.

Smartphone-Hilfe bei Diebstahl
Der Albtraum im Urlaub: Das Handy wird gestohlen. Credit: Getty Images