Smoothiemaker im Test

Diese Smoothiemaker sind im Test

Die ersten Monate des Jahres sind immer die schwersten – nicht zuletzt deshalb, weil wohl zu keiner Zeit mehr „gute Vorsätze“ gebrochen werden als im Januar und Februar. Wir wollten aufhören zu rauchen, zu trinken, wollten uns mehr bewegen und gesunder ernähren – aber dann klappt es doch nicht. Die gute Nachricht lautet: Es ist nie zu spät, das Richtige zu machen. Also warum nicht nochmal anfangen? Etwa mit gesunder Ernährung? Smoothiemaker können dabei helfen. Denn sie verwandeln frisches Obst und Gemüse per Knopfdruck in einen leckeren und gesunden Drink.

IMTEST hat fünf beliebte Exemplare auf die Probe gestellt, um herauszufinden, mit welchem die Zubereitung am besten klappt. Im Test sind Smoothiemaker von namhaften Marken wie WMF, AEG und Philips. Auch Rosenstein & Söhne sowie Gastroback sind mit ihren Geräten vertreten. Preislich liegen die Letzteren bei rund 34 Euro, während AEG für sein Gerät 77 Euro verlangt. Was der Mixer von AEG und die anderen Testkandidaten dafür leisten, hat IMTEST geprüft.

Bei Smoothiemakern auf den Becher achten

Mit den handlichen Smoothiemakern aus dem Testfeld lassen sich in weniger als zehn Minuten süße oder herzhafte, schlanke oder gehaltvolle, aber fast immer gesunde Drinks mixen. Am gesündesten sind ausgewogene Mischungen aus Obst, Gemüse, Wasser, Fruchtsaft und Eiweiß aus Milchprodukten. Die flüssige Powerkost hat zudem den Vorteil, dass sie nicht schwer im Magen liegt. Bevor es losgehen kann, ist bei der Wahl des Gerätes auf den Becher zu achten. Denn das Bechervolumen der Smoothiemaker spielt eine große Rolle bei der Frage, wie nützlich die Geräte sind. Bis auf Gastroback mit 400 Milliliter (ml) Fassungsvermögen passen in die Becher der Testkandidaten stets 600 ml.

Auch wenn Plastik normalerweise kein Qualitätsmerkmal ist: In diesem Fall ist es praktischer, wenn der Becher aus Kunststoff statt aus Glas (Gastroback) gefertigt ist. Schließlich ist er nicht nur für die Zubereitung, sondern auch für den Transport ins Büro oder zum Sport gedacht. Da freut man sich über jedes gesparte Gramm Gewicht. Sehr gut schließende Deckel mit Schraub- oder Klickverschluss sind beim Transport ebenfalls wichtig – sonst droht Auslaufgefahr.

Das mussten die Smoothiemaker mixen

Für den Test wurden drei verschiedene Smoothies in den Geräten gemixt, zudem 200 ml Sahne geschlagen und vier Eiswürfel zerkleinert. Bewertet wurden die Textur und Stückigkeit. Also einerseits wurde darauf geachtet, wie cremig und luftig sich die Getränke im Mund anfühlen, andererseits wie fein die zum Teil festen, faserigen und harten Zutaten gemixt wurden. Bei der Sahne wurde zudem der Volumenzuwachs gemessen und bei den Eiswürfeln die Gleichmäßigkeit der Eisbrocken beurteilt.

Ausstattung der Smoothiemaker

Neben der Beurteilung der hergestellten Smoothies selbst, wurden auch die technischen und praktischen Aspekte geprüft: Die Ausstattung, das Zubehör und die Bedienung der Geräte. So punktet AEG mit einer umfangreichen Ausstattung. Dazu gehören nicht nur drei Trinkbecher in zwei verschiedenen Größen, sondern auch ein einschraubbarer Kühlakku. Außerdem ist auch ein separater Zerkleinerer-Aufsatz und eine Spezialklinge zum Mahlen von Kaffeebohnen, Nüssen oder Getreide dabei.

Pearl liefert den Rosenstein & Söhne-Mixer im Set gleich mit vier Bechern aus. So kann sich etwa in einer vierköpfigen Familie jede/r seinen individuellen Drink für Job oder Schule mixen. Dagegen kommen der Smoothiemaker von WMF und Philips mit vergleichsweise wenig Zubehör. Hier gehören nur ein bis zwei Trinkbehälter dazu.

Smoothiemaker: Test der Bedienung

Die Bedienung der kleinen Mixer ist kinderleicht. Sind die Zutaten im Smoothiemaker eingefüllt und der Schneidaufsatz angeschraubt, wird er bei den meisten Herstellern mit einer kleinen Drehung im Motorblock verriegelt. Erst wenn der Becher sicher mit dem Basisgerät verbunden ist, lässt sich der Mixer starten. Die Geräte von AEG und Philips bieten sogar zwei und drei verschiedene Geschwindigkeitsstufen. Das ist auch sinnvoll: Ein einfacher Shake aus weichen Zutaten wie etwa Wassermelone und Joghurt lässt sich durchaus mit weniger Drehzahl, Stromverbrauch und Geräuschentwicklung herstellen. Hingegen braucht ein Smoothie mit harten und faserigen Bestandteilen wie Nüssen oder Ananas die volle Leistung um alles fein und sämig zu mixen.

Bis zu 28.000-mal pro Minute dreht sich beispielsweise das Messer mit vier Klingen im Becher vom Philips-Mixer, das ist der höchste Wert im Testfeld. Da die befüllten Smoothiemaker bei solchen Geschwindigkeiten teils in kräftige Schwingungen geraten, ist ein sicherer Stand auf der Arbeitsfläche wichtig. Alle Hersteller gewähren das mit gut haftenden Gummifüßchen. Ohne Geräuschentwicklung geht die Mixerei aber nicht vonstatten: Der Lärmpegel ist sehr hoch, einzig der Gastroback ist merklich leiser als die anderen Kandidaten im Test.

Das IMTEST-Fazit

Die beste Kombination aus Ausstattung, Handhabung und Ergebnisse der Praxistests bringt dem Smoothiemaker von AEG den Testsieg, wenn auch der Preis am oberen Ende der Skala liegt. Gleich dahinter folgt der günstige Mixer von Philips. Positiv fiel auf: Die Geräte unterscheiden sich zwar im Detail, liegen aber alle qualitativ auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Fotos: IMTEST, Hersteller