Produktdetails

  • 2.549 Euro
  • 1,27 kg
  • 8 Stunden 10 Minuten

Das „kleine“ Surface Laptop 4 mit Intel-Prozessor bietet nichts bahnbrechendes Neues, es kommt sogar das gleiche Chassis wie beim Vorgänger zum Einsatz.  Wenn man an Bewährtem festhält, muss das allerdings nichts Schlechtes bedeuten. Das gilt bedingt auch fürs Surface Laptop 4. Schließlich erfüllte schon der Vorgänger die wichtigsten Anforderungen an ein modernes Notebook: Schick, recht leicht und kompakt. Immerhin gibt es neue Gehäusefarben. Geblieben sind auch die ausgezeichneten Eingabegeräte in Form einer angenehm knackigen Tastatur sowie eines präzisen Touchpads mit guten Gleiteigenschaften. Immerhin stehen neue Chipsätze und Prozessoren für höhere Geschwindigkeit und bessere Effizienz. In der getesteten 13,5-Zoll-Version stecken zum Beispiel die neuesten Intel-Chips der 11. Generation, konkret die Topversion mit Intel Core i7 1185G7-Prozessor, flankiert von üppigen 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer SSD-Festplatte mit einer großzügigen Kapazität von 1.024 Gigabyte.

Das Surface Laptop 4 kam in Top-Ausstattung und im Farbton Sandstein ins IMTEST-Labor.

Surface Laptop 4: Solide Leistung

Diese Konfiguration macht das Surface Laptop 4 zu einem flotten Notebook, das auch für anspruchsvollere Aufgaben taugt. So sind die Ergebnisse im Geekbench hoch (etwa 5.312 Punkte Mehrkern-Berechnungen) und das Umwandeln eines 4k-Videos in Full-HD erfolgte schnell. Im Gegensatz zu seinem großen Bruder mit AMD Ryzen 7-Prozessor (Link zum Test) ist die Intel-Variante allerdings ein ganzes Stück langsamer. Das gilt vor allem dann, wenn alle Prozessor-Kerne gefordert sind. In diesem Fall ist die AMD-Variante mit 8 Kernen teilweise fast doppelt so schnell wie der i7-1185G7 mit seinen 4 Kernen. Zwei Beispiele: Im Leistungstest Cinebench-Multikern kommt die Intel-Version auf 4.996 Punkte und das AMD-Schwestermodell auf 8.171. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Geekbench: Hier lautet das Ergebnis 5.312 zu 6.722 Punkte. Auch das Umwandeln des 4K-Videos erledigt der Ryzen 7 viel schneller: Statt 2:57 Minuten mussten die Tester lediglich 1:44 Minuten auf das Ergebnis warten.

Bei der Grafikleistung sind beide Notebooks dagegen im langsamen Gleichschritt unterwegs. Beide schafften zum Beispiel beim Spiel „Shadows of the Tomb Raider“ in Ultra-Einstellung nicht mehr als 13 Bilder pro Sekunde. Bedeutet: Wer ein voll spieltaugliches Notebook sucht, ist mit dem Surface Laptop 4 nicht gut beraten. Einziger Lichtblick: Die SSD in der Intel-Version arbeitet etwas schneller. Allerdings schöpft hier Microsoft das volle Potenzial nicht aus. Zwar ist die M.2-2230-SSD per PCIe-Schnittstelle angebunden, andere Hersteller setzen jedoch auf deutlich schnellere Laufwerke und das modernere PCIe-4.0.

Surface Laptop 4: Akkulaufzeit für einen Arbeitstag

Keine großen Unterschiede zeigen sich auch bei der Akkulaufzeit. Sowohl bei der Intel- als auch bei der AMD-Version bewegen sich diese auf einem noch guten Niveau. In der Videodauerschleife eines Online-Videos in Full-HD-Auflösung, reichte es für achtbare 8 Stunden und 10 Minuten. Die AMD-Variante (mit größerem Bildschirm) schaffte 8 Stunden und 19 Minuten. Damit sollten Nutzer problemlos einen ganzen Tag mit einer Akkuladung auskommen.

Schicker und scharfer Bildschirm

Das Display ist ebenfalls ein alter Bekannter. Es kommt von Sharp und weist eine Bildschirmdiagonale von 13,5 Zoll bei einer Auflösung von 2.256 x 1.504 Bildpunkten auf. Mit seinem 3:2-Seitenverhältnis, den Touch-Eingabemöglichkeiten und der subjektiv sehr guten Bildqualität hinterlässt es nicht nur auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Laborwerte bestätigen diese Einschätzung: Mit 367 Candela ist der Bildschirm hell, das Kontrastverhältnis mit 1.412:1 und die Helligkeitsverteilung gut. Allein bei der Farbtreue hapert es ein wenig (95,6 % sRGB, 66,6 % Adobe RGB, 69,5 % DCI P3). Für die meisten Anwendungen ist das vollkommen ausreichend, für professionellen Videoschnitt fehlt es aber an Farbgenauigkeit.

Die Schwächen des Surface Laptop 4

Während das Gehäuse weiterhin schick ist, fehlt es ihm an einigen modernen Elementen. Da wären zum einen die dicken Bildschirmränder, die das 13,5-Zoll-Display umgeben. Ein weiteres Manko stellt die spärliche Anschlussauswahl dar. Auf der linken Seite befinden sich lediglich ein Kopfhöreranschluss, ein USB-3.1-Type-A-Anschluss sowie ein USB-3.1-Typ C-Eingang. Diese unterstützen den veralteten USB 3.2- Standard. Weder die Intel- noch die AMD-Version bieten Thunderbolt beziehungsweise USB 4. Beim 13,5 Zoll-Modell kommt hinzu, dass sich die Festplatte nicht tauschen lässt. Der 15-Zöller bietet diese Möglichkeit, wenn auch auf Kosten des Verlusts der Garantie.

Die magere Anschluss-Auswahl ist auch beim 13,5-Zöller ein Ärgernis.

FAZIT – Surface Laptop 4 13,5″ mit Intel Core i7-Prozessor

Die Unterschiede zum Vorgänger sind bei der Intel-Version des Surface Laptop 4 geringer als bei der AMD-Version. Damit ist es zwar kompakt, hat einen guten Bildschirm und bietet ordentliche Leistung sowie Akkulaufzeit, angesichts des stolzen Preises ist das aber unterm Strich aber zu wenig. Gerade in Hinblick auf Anschlüsse und Design macht das Notebook inzwischen einen angestaubten Eindruck. Im nächsten Jahr muss da mehr kommen, Microsoft.

  • PRO
    • Gute Verarbeitung und starker Bildschirm.
  • KONTRA
    • Wenig und veraltete Anschlüsse.
    • Übertriebene Aufpreise für mehr Arbeitsspeicher und größere Festplatte.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,3

Nils Matthiesen

Nils Matthiesen

Testet als freier Mitarbeiter für IMTEST schwerpunktmäßig IT-Produkte, wie Notebooks und Computerzubehör....