Surface Lineup

Microsoft hat eine ganze Reihe von neuen Surface-Computern vorgestellt, unter anderem ein neues Surface Pro 8, Surface Book, Surface Go, Surface Pro X und ein Smartphone mit zwei Bildschirmen, das Surface Duo. IMTEST stellt die Highlights vor.

Surface Pro 8: Runderneuert

Die achte Generation des Surface Pro hat Microsoft an wenigen, aber entscheidenden Stellen verbessert. Zunächst stecken Intels Quad-Core-Prozessoren der 11. Generation und bis zu 32 GB RAM drin, so dass sich das kompakte 2-in-1 in Sachen Leistung kaum noch hinter größeren Geräten verstecken muss. Microsoft hat aber noch viele weitere Teile auf Vordermann gebracht. So verfügt es über einen 120-Hz-Bildschirm mit dünneren Rändern, zwei Thunderbolt 4-Anschlüsse und eine neue Tastatur. Dazu kommt ein sogenanntes PixelSense-Flow-Display mit 13 Zoll, das größer und schärfer als bei den 12,3-Zoll-Display der meisten anderen Surface Pro-Geräte ausfällt. Zudem unterstützt es Dolby Vision und Adaptive Color Technology.

Surface Pro 8
Die abnehmbare Tastatur müssen Käufer des Surface Pro 8 wie gehabt separat erwerben. Credits: Microsoft

Nicht zuletzt gibt es mit dem Slim Pen 2 einen neuen Stift, der sich in einem Fach am oberen Rand der Tastatur verstauen und aufladen lässt. Der verfügt laut Microsoft über einen eingebauten haptischen Motor, der das Mal- und Schreibgefühl von Papier in die digitale Welt bringen soll.  

Das Surface Pro 8 wird ab dem 28. Oktober im Handel zu Preisen ab 1.179 Euro aufschlagen. Das Keyboard kostet zusätzlich 179,99 Euro.

Surface Laptop Studio: 3 in einem

Das neue Notebook-Flaggschiff von Microsoft: Das Surface Laptop Studio verfügt über ein komplett neues Design. Der Bildschirm ist jetzt nicht mehr abnehmbar, sondern lässt sich nach vorne über die Tastatur klappen. Dadurch verwandelt sich der Laptop in ein Tablet (Studio-Modus). Im Laptop-Modus ist das Display dagegen wie bei einem normalen Laptop positioniert. In diesem Fall stehen auch eine vollwertige Tastatur und ein Touchpad bereit. Im Bühnenmodus steht der Bildschirm dagegen in einer Art 45 Grad-Winkel, laut Microsoft sei das ideal für Spiele, Streaming oder Präsentationen. Unabhängig davon bietet der 14,4 Zoll-PixelSense-Bildschirm bis zu 120 Hz und Dolby Vision.

Surface Laptop Studio mit neuem Scharnier
Durch das Scharnier lässt sich der Bildschirm des Surface Laptop Studio in drei Positionen arretieren. Credits: Microsoft

Genau wie beim Surface Pro 8 setzt Microsoft auch beim Surface Laptop Studio auf Thunderbolt 4. Konkret sind neben dem obligatorischen Surface Connect-Ladeanschluss zwei USB 4-Anschlüsse mit Thunderbolt 4 verbaut. Durch die Thunderbolt-Unterstützung lässt sich das Surface Laptop Studio mit mehreren 4K-Bildschirmen, Hochgeschwindigkeitsfestplatten oder sogar externen Grafikkarten verbinden, die dann das Notebook in einen vollwertigen Gaming-PC verwandeln könnten. Für satte Leistung soll ein Intel Quad-Core-Prozessoren der 11. Generation samt Nvidias RTX 3050 Ti GPU sorgen.

Das Surface Laptop Studio soll Anfang 2022 verfügbar sein. Bei diesem Gerät nannte Microsoft keine Preise.

Surface Duo 2: Alles besser?

Beim Surface Duo 2 handelt es sich um Microsofts zweiten Versuch, ein faltbares Smartphone erfolgreich im Markt zu etablieren. Das Duo 2 auf Android-Basis setzt dabei auf das gefällige Design des ersten Modells, wurde aber an vielen Stellen verbessert. So gibt es eine „echte“ Kamera, 5G-Unterstützung, frische Prozessoren und größere Bildschirme. Dabei handelt es sich um zwei 5,8-Zoll-OLED-Displays mit einer Auflösung von 1344 x 1892 Pixeln mit einem mittigen Scharnier, die sich ein Buch zusammenklappen lassen.

Surface Duo 2 aufgeklappt
Durch die zwei separaten Bildschirme ergeben sich spannende Anwendungsmöglichkeiten. Credits: Microsoft.

In der einen Hälfte des Geräts steckt der Qualcomm Snapdragon 888 Prozessor – ein deutliches Upgrade gegenüber dem 855-Chip der ersten Generation. Zu den weiteren Hardware-Upgrades gehören NFC und kabelloses Aufladen per Qi, zwei Dinge, die beim ersten Duo ebenfalls schmerzlich vermisst wurden.

Surface Duo 2 mit vollwertiger Kamera

Die schwache Kamera des Vorgängers hat Microsoft durch ein Drei-Linsen-System ersetzt, das Weitwinkel-, Ultraweitwinkel- und Zoom-Aufnahmen ermöglicht. Alle drei Kameras verfügen über eine Auflösung von 12 Megapixeln, das Weitwinkel- und das Teleobjektiv obendrein über eine optische Bildstabilisierung.

Auch Software-seitig will Microsoft nachgelegt haben und hat weitere Optimierungen für die gemeinsame Nutzung der beiden Bildschirme versprochen. Nach Angaben des Unternehmens sind zum Beispiel 150 Spiele, darunter Asphalt Legends 9, Modern Combat 5 und Dungeon Hunter 5, für die Verwendung eines Bildschirms als Controller optimiert, während das Spiel selbst auf dem anderen Bildschirm läuft. Zudem ist jetzt das aktuelle Android 11 an Bord. Zum Akku hat Microsoft keine Infos bekannt gegeben. Nur so viel: Er soll einen Tag durchhalten.

Laut Microsoft wird das Duo 2 ab dem 21. Oktober 2021 auf dem deutschen Markt erhältlich sein. Der Preis startet bei 1.599 Euro.

Surface Go 3: Außen alt, innen neuer

Das Surface Go 3, Microsofts Einsteiger-Gerät, wird mit neuen Intel-Prozessoren ausgestattet. Käufer haben die Wahl zwischen einem Intel Pentium Gold 6500Y oder Core i3-10100Y. Obwohl diese CPUs auf dem Papier nicht viel leistungsfähiger als die des Surface Go 2 sind, verspricht Microsoft für das Go 3 durch einen „Chip-Boost“ bis zu 60 Prozent bessere Leistung. Am Design hat Microsoft dagegen nicht gefeilt, es bleibt bei einem 10,5-Zoll-Bildschorm mit einer Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln und bei den bekannten Kameras, Lautsprechern, Anschlüssen und Abmessungen. Immerhin kommt das Surface Go 3 mit Windows 11, die Kamera unterstützt die Windows Hello-Gesichtserkennung und optional gibt es LTE-Unterstützung. Der Akku soll einen Tag durchhalten.

Das Surface Go 3 gibt es ab dem 5. Oktober 2021 ab 439 Euro.

Nutzung des Surface Go 3
Das 2-in-1-Gerät Surface Go 3 stattet Microsoft mit neuen Prozessoren und Windows 11 aus. Credits: Microsoft

Surface Pro X: Jetzt auch als WLAN only-Version

Das Microsoft Surface Pro X gibt es jetzt auch als Wi-Fi-Version ohne LTE. Warum? Die Mobilfunkkonnektivität des Surface Pro X ist ein schwieriges Thema. Das liegt daran, dass der verbaute Snapdragon-Chipsatz zwar theoretisch 5G beherrscht, die im Surface Pro X verbaute Version aber genau diese Eigenschaft fehlt.  Zwar ist das neue Modell auf den ersten Blick ein Rückschritt, in Zeiten von Home-Office macht so ein Modell aber vielleicht dennoch Sinn. Zudem sollte es günstiger ausfallen, schließlich handelt es sich laut Microsoft um das bisher günstigste Surface Pro X aller Zeiten. Konkrete Preise nannte das Unternehmen aber nicht. Zusammen mit der neuen Version des kompakten 2-in-1 kündigte Microsoft zudem einige Verbesserungen für die ARM-Unterstützung von Windows 11 an: darunter vor allem eine optimierte Version von Office 365 samt Unterstützung von 64-Bit-Erweiterungen sowie volle Unterstützung für x86- und x64-Emulation.

Surface Pro X mit WiFi wird Anfang 2022 auf den deutschen Markt kommen.

Surface Pro X von der Seite
Das schlanke Surface Pro X bringt Microsoft in einer günstigeren Variante ohne Mobilfunkverbindung. Credits: Microsoft