Surface Laptop im Test
Credit: Hersteller

Produktdetails

  • 1.849 Euro
  • 1,54 kg
  • 8 Stunden 19 Minuten

Für den Test stellte Microsoft die 15 Zoll-Version mit AMD Ryzen 7-Prozessor zur Verfügung. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich zwar optisch nichts getan, dafür aber umso mehr im Inneren. Werkelte in der AMD-Version des Surface Laptop 3 noch ein Prozessor auf Ryzen 3000-Basis, kommt jetzt die 4000er Version zum Einsatz. Der Unterschied zwischen diesen beiden Generationen ist signifikant. Er bringt durch die modernere Zen-2-CPU-Architektur und der Verdoppelung der Kernanzahl von 4 auf 8 nicht nur einen beträchtlichen Leistungsschub, auch die Akkulaufzeit profitiert. Zudem hat Microsoft dadurch kleinere Makel des Vorgängers wie das Fehlen von Wi-Fi 5 aus der Welt geschafft. Doch der Reihe nach.

Prozessor nicht topaktuell, aber trotzdem gut

Als Microsoft Ende 2019 den Surface Laptop 3 präsentierte, war für Microsoft und vor allem für AMD ein großer Schritt. Denn schließlich handelte es sich um das erste von einem AMD-Prozessor angetriebene Surface-Notebook. Das Ergebnis war aber eher durchwachsen. Unterm Strich waren die Intel-Pendants schneller und wiesen vor allem viel bessere Akkulaufzeiten auf. Doch die Zeiten haben sich geändert. AMD hat Intel in vielen Dingen überholt, bei dem im getesteten Surface Laptop 4 eingebauten AMD Ryzen7 4980U handelt es sich um einen rundum gelungenen Prozessor, obwohl dieser nicht einmal die neuste Generation aus dem AMD-Stall vertritt. Die 4000er „Renoir“-Generation war vielmehr der Star des Jahres 2020. Sie behob die Stromverbrauchsprobleme des Vorgängers und verdoppelte wie erwähnt die Anzahl der Kerne. Zum Glück sind die Unterschiede zur aktuellen 5000er-Plattform recht gering, so dass es kein allzu großes Thema darstellt, dass in einem 2021er-Notebook ein AMD-Prozessor aus dem Jahr 2020 steckt.

Surface Laptop 4 Benchmarks: Licht und Schatten

Die Testergebnisse zeigen, dass das Surface Laptop 4 auch mit der „veralteten“ CPU zu den besten Notebooks zählt. Zu den guten Leistungswerten hat offenbar beigetragen, das Microsoft eng mit AMD zusammengearbeitet hat, um besonders schnelle Prozessoren mit erhöhter Frequenz in das Surface Laptop 4 zu packen. In den Anwendungs-Benchmarks (etwa Geekbench mit 1.166/ 6.722 Punkten) sind die Leistungswerte durchweg hoch. Wenig berauschend ist allerdings die Grafikleistung (z.B. Tom Raider „Ultra“ mit 13 fps), was angesichts der Onboard-Grafikkarte nicht überrascht. Zudem schwächelte das Surface Laptop 4 auch bei den Speicher- und WLAN-Tests. Die 512 GB SSD-Festplatte zählt auf jeden Fall zu den langsameren Vertretern ihrer Zunft. Zudem ist beim neuen Surface Laptop 4 zwar der schnelle Standard Wi-Fi 6 an Bord. Im immer noch weit verbreiteten Wi-Fi 4 und Wi-Fi 5 waren die gemessenen Geschwindigkeiten aber nur durchschnittlich. Interessant zudem: Laut Datenblatt übertrifft die AMD-Version hinsichtlich Akkulaufzeit sogar das Intel-Modell um eine halbe Stunde. Die versprochenen 17,5 Stunden erreicht das Testgerät zwar erwartungsgemäß nicht. In der Videodauerschleife eines Online-Videos in Full-HD-Auflösung, reichte es aber für äußerst respektable 8 Stunden und 19 Minuten. Bei der Arbeit mit Office-Anwendungen dürfte sich die Laufzeit deutlich verlängern.

Im breiten Bildschirmrahmen steckt eine gute Webcam samt erstklassig funktionierender Gesichtserkennung.

Ausstattung: Gut bis solide

Beim Bildschirm gab es zwar keine Änderungen, die waren allerdings auch nicht zwingend nötig. Die Bildqualität zählt weiterhin zu den besten auf dem Notebook-Markt. Das Display ist nicht nur außerordentlich scharf und hell, das Seitenverhältnis von 3:2 ist darüber hinaus ideal zum Arbeiten. Allein ein dünnerer Rahmen und eine bessere Farbtreue wären wünschenswert. Die Verarbeitung ist darüber hinaus erstklassig, wie es sich für ein Premium-Gerät gehört. Alles, was Sie anfassen, fühlt sich gut an. Das gilt im Speziellen auch für die angenehm knackige Tastatur und das erstklassige Touchpad. Allerdings dürften es gerne mehr Anschlüsse sein, jeweils einmal USB-C und USB-A ist sehr wenig. Platz, etwa für einen Kartenleser und weitere USB-Anschlüsse inklusive Thunderbolt 3, wäre zumindest ausreichend vorhanden. Dafür hat sich Microsoft aber entschieden, wieder M.2-Speicher im Surface zu verbauen. Im Vorgänger war die Festplatte noch fest verlötet und ließ sich nicht austauschen. Beim Surface Laptop 4 sind Kunden dagegen in der Lage, das Laufwerk zu ersetzen, falls es ausfällt oder mehr Speicherplatz gefragt ist.

Surface Laptop 4 (4): Dürftig: Als konventionelle Anschlüsse stehen nur je 1x USB-A und USB-C zur Verfügung.

FAZIT – Surface Laptop 4 AMD

Microsofts Idee eines klassischen Notebooks ist fast rundum gelungen: Leistung, Akkulaufzeit, Bildschirm und Verarbeitung bewegen sich auf hohem Niveau. Einziger echter Schwachpunkt ist und bleibt die magere Anschlussbestückung.

  • PRO
    • Mehr Leistung und Ausdauer als der direkte Vorgänger.
    • Edle Verarbeitung und guter Bildschirm.
  • KONTRA
    • Wenig Anschlüsse und etwas langsame Festplatte.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,3