Quelle: VW

Ein Nachteil vieler deutscher Autos: Im Vergleich sind sie in der Basisausstattung meist karg bestückt, dafür ist die Sonderausstattungsliste dafür umso länger. Vielleicht ein Hoffnungsschimmer: Volkswagen stattet jetzt den Polo serienmäßig mit einem „Digital Cockpit“ aus, das sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen kann.  

VW Polo: Stattlicher Bildschirm jetzt in Serie

Laut Volkswagen lassen sich durch das „Digital Cockpit“ alle Informationen, die zum Fahren relevant sind, einfach ablesen. Konkret handelt es sich um digitale Elemente mit einem Bildschirm-Durchmesser von immerhin 20,32 cm. Bedient wird das Ganze über ein ebenfalls serienmäßiges Multifunktionslenkrad. Ebenfalls im Grundpreis enthalten: das Infotainmentsystem „Composition“, das ebenfalls einen 15,5 cm großen Touchscreen (für die Ausstattungsversionen „Polo“ und „Life“) bietet. Zur Serienausstattung gehören zudem diverse Online-Dienste und -Funktionen von „We Connect“ (unbegrenzt freigeschaltet) und „We Connect Plus“ (ein Jahr freigeschaltet). Dadurch kann der Fahrer Smartphone auch außerhalb des Polo verschiedenste Infos abrufen – etwa den Status der Zentralverriegelung, die Fahrdaten oder die aktuelle Parkposition. Ist der geparkte Polo versehentlich nicht verschlossen, lässt er sich auch via Smartphone verriegeln.

Navigation und weitere Online-Dienste lassen sich beim Infotainmentsystem „Ready 2 Discover“ nachträglich dazubuchen. Quelle: VW

Noch größerer Bildschirm mit „Style“

Wer den Polo in der Ausstattungslinie „Style“ konfiguriert, aktiviert automatisch die nächste Ausbaustufe der Digitalisierung. Denn in diesem Fall wird die Ausstattung um das „Digital Cockpit Pro“ mit einem 26,04 cm großen Display bereichert (optional für „Life“ und „R-Line“). Über eine „View“-Taste im Multifunktionslenkrad kann der Fahrer zwischen drei grafischen Bühnen wählen und die Inhalte weitgehend frei konfigurieren. So soll sich beispielsweise bei Fahrzeugen mit Navigationsfunktion eine große Kartendarstellung in das Display einblenden lassen. Ebenso kann die Mediathek samt Coverflow zwischen Drehzahlmesser und Tacho projiziert werden.

Navigation weiter nur als Extra

Auf Wunsch stehen zudem die zwei Navigationssysteme „Discover Media“ (Display-Diagonale 20,32 cm) und „Discover Pro“ (Display-Diagonale von 23,5 cm) zur Verfügung. Die Systeme sollen bessere Musikleistung und erweiterte Menüfunktionen bieten. Eine in die Frontscheibe integrierte Kamera ist zudem an die Verkehrszeichenerkennung der Systeme gekoppelt. Die aktuellen Verkehrszeichen werden dabei in Echtzeit als Information auf den Bilschirm sowie in die digitalen Instrumente übertragen. Das „Discover Pro“ ist darüber hinaus mit einer intuitiven Sprachbedienung ausgestattet, über die der Fahrer das Radio, das Telefon und die Navigation steuern kann.

Wird der neue Polo mit der optionalen Zwei-Zonen-Klimaautomatik („Climatronic“) bestellt, ist erstmals auch deren Steuerung digitalisiert ausgeführt. Die Temperaturen und das Gebläse werden dabei über Touch-Slider eingestellt, alle anderen Klimafunktionen und die Sitzheizung mittels digitaler Touch-Flächen. Wie gut das in der Praxis funktioniert und einen echten Mehrwert darstellt, wird wohl erst ein Test ans Licht bringen.