Nach dem Erfolgsmodell S3 stellen die e-Bike-verrückten Holländer schon die nächste Version vor. Statt eines Van Moof S4 kommt wohl allerdings erstmal ein S-Pedelec, das große Städte dank extrem hoher Geschwindigkeit schrumpfen lassen soll.

Update vom 20.01.22: Van Moof ist mit den Vorbestellungen zufrieden

Nur drei Monate nach seiner Ankündigung, erreicht VanMoof mit seinem Hyperbike einen großen Meilenstein und verdeutlicht damit die enorme Nachfrage in einer bisher kaum erschlossenen Mobilitätskategorie. Das VanMoof V steht stellvertretend für ein großes Interesse nach schnelleren und zugänglicheren urbanen Fortbewegungsmöglichkeiten. Der Reservierungsmeilenstein wurde ausschließlich über persönliche Einladungen zu exklusivem Zugang zu der Reservierung erreicht. Das Unternehmen gab zuerst nur seiner eigenen Community die Chance, das VanMoof V zu reservieren. Deutschland ist mit einem Drittel aller Reservierungen der führende Markt, dicht gefolgt von den USA und den Niederlanden. Ties Carlier, Mitbegründer von VanMoof dazu: “Eine so hohe Zahl an Reservierungen in so kurzer Zeit zeigt, wie groß das öffentliche Interesse an einem ernstzunehmenden Auto-Ersatz für den urbanen Raum ist. Angesichts der Tatsache, dass das Verkehrsaufkommen mittlerweile wieder Werte wie vor der Pandemie erreicht hat, kann ein Wendepunkt für uns nicht früh genug kommen. Wir sind begeistert vom neuen Potenzial dieses Fahrrads. Das VanMoof V wird die vorherrschenden Hierarchien auf unseren Straßen auf den Kopf stellen.”

Das neue Van Moof V

Ein kleiner Schock für alle, die auf den Nachfolger zum Van Moof S3 gehofft hatten: Denn das neue e-Bike der Holländer verfolgt einen etwas anderen Ansatz, als die eher gemütlichen Modelle, die auf deutschen Straßen mit rund 26 km/h herumcruisen. Das sich noch in der Entwicklung befindliche Van Moof V ist in vielerlei Hinsicht eine kleine Revolution. Wer das Van Moof S3 schon etwas klobig und bollerig findet, der bekommt mit dem neuen Look die volle Packung. Das Van Moof V ist nochmal dicker und hat einen noch wuchtigeren Look, als die anderen e-Bikes des Herstellers. Dicke Reifen, einen breiten Rahmen und viele verbaute Extras sorgen für das wohl größte Highlight. Das Van Moof V kann Spitzengeschwindigkeiten von über 60 km/h erreichen.

Das Van Moof V von der Seite
Das S-Pedelec Van Moof V kommt mit einem noch gewöhnungsbedürftigeren Look daher. Schlecht sieht es sicherlich dennoch nicht aus. © Van Moof

Neue Features sorgen für High-Speed

Damit die Düserei mit dem S-Pedelec nicht zu mühsam wird, ist das neue Design um einige Features erweitert worden. Statt einem kommen nun zwei Nabenmotoren zum Einsatz. Einer am Vorder- und einer am Hinterrad. Dazu eine Federgabel vorne und eine Federung in der hinteren Hälfte der oberen Querstange. Laut den Entwicklern kann nur so eine sicherer Fahrstabilität bei den hohen Geschwindigkeiten erreicht werden. Scheinbar wenig geändert hat sich am Getriebe, hier kommt weiterhin eine Automatik zum Einsatz. Wieviele Gänge eingelegt werden können, wurde noch nicht preisgegeben. Bei dem Bremsen muss der Hersteller natürlich nachbessern, die sind beim Van Moof S3 schon bei Weitem kein Knaller und sicherlich nicht für Geschwindigkeiten jenseits der 50 km/h ausgelegt.


VanMoof S3 wieder verfügbar: Test, Preis, alle Infos

Das VanMoof S3 im Test zählt zu den Inkognito-Pedelecs. Was das genau heißt sowie alle Details und die überzeugenden Ergebnisse, verrät IMTEST.


Preis und Verfügbarkeit

Das neue Van Moof V soll erste Ende 2022 zum Kauf verfügbar sein. Vorbestellen können aktuell nur Nutzer, die über einen per E-Mail zugesandten Code zu eben diesem Vorgang eingeladen werden. Der Preis für das S-Pedelec: Rund 3600 Euro. In regelmäßigen Abständen will der Hersteller weiteren Kunden einen Vorbestellung ermöglichen. Hoffentlich geht bei der weiteren Entwicklung des “V” der Service des e-Bike-Anbieters für ältere Modelle wie das S2 oder S3 nicht noch weiter in die Knie.