Auch bei der Herstellung von Autoreifen sind nachhaltige(re) Ideen gefragt. Diese Lücke versucht Continental in einem ersten Anlauf zu schließen. Bei der Fertigung neuer Pneus kommt bei einigem Modelle recycelter Kunststoff aus PET-Flaschen zum Tragen.

PET-Flaschen werden zu Kunstoffgarn

Continental hatte die eigens entwickelte sogenannte ContiRe.Tex-Technologie im September 2021 erstmals vorgestellt. Mit ihr kommt Polyestergarn zum Einsatz, das ohne jegliche chemische Zwischenschritte aus gebrauchten PET-Flaschen gewonnen wird, die nicht anderweitig wiederverwertet werden. Die Technologie ist damit deutlich effizienter als andere bekannte Methoden zur Aufbereitung von PET-Flaschen in Hochleistungs-Polyestergarne. Die für die Technologie eingesetzten Flaschen stammen ausschließlich aus Regionen ohne geschlossenen Recyclingkreislauf. Sie werden im Rahmen des speziellen Prozesses sortiert, die Verschlusskappen entfernt und maschinell gereinigt. Nach der mechanischen Zerkleinerung erfolgt die Weiterverarbeitung zu PET-Granulat und schließlich zu gesponnenem Polyestergarn.



Anteil soll noch steigen

Ferdinand Hoyos, der das Reifenersatzgeschäft von Continental in Europa, Nahost und Afrika leitet, erklärt dazu: “Wir verwenden ausschließlich Hochleistungswerkstoffe in unseren Premiumreifen. Dazu gehört ab sofort auch Polyestergarn aus besonders effizient recycelten PET-Flaschen. In nur acht Monaten haben wir unsere innovative ContiRe.Tex-Technologie in Serie gebracht. Ich bin stolz auf unser gesamtes Team für diese bemerkenswerte Leistung.” Weiter führt er aus: “Den Anteil erneuerbarer und recycelter Materialien in unseren Reifen bauen wir stetig aus. Bis spätestens 2050 wollen wir ausschließlich nachhaltige Materialien in unserer Reifenproduktion einsetzen.”



Diese Reifen-Modelle sind verfügbar

Continental bietet den PremiumContact 6, den EcoContact 6 sowie den AllSeasonContact zunächst in je fünf Dimensionen mit der ContiRe.Tex-Technologie an. Auf jeden Fall ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nun muss es nur noch gelingen, einen “Kunststoff” zu entwicklen, der vollständig biologisch abbaubar ist.