PlayStation-Hersteller Sony verstärkt seinen Fokus auf Gaming-Produkte und hat dafür die Submarke Inzone ins Leben gerufen. Zum Start hat das Unternehmen mit Sitz in Japan drei Gaming-Headsets und zwei Gaming-Monitore für PC und Konsolen präsentiert. IMTEST fasst die wichtigsten Details zusammen.



Gaming-Headsets: Sony Inzone H3, H7, H9

Die drei Gaming-Headsets der Inzone-Serie ähneln mit ihrem weißen Design und schwarzen Nuancen der PlayStation 5. Ob das Äußere einem gefällt, ist wie bei der Konsole und dem DualSense-Contoller Geschmacksache. Das Flaggschiff hört auf den Namen Inzone H9 und funktioniert wie das Inzone H7 kabellos. Die Akkulaufzeit des Inzone H9 gibt Sony mit 32 Stunden an – wohingegen das Inzone H7 mit 40 Stunden länger durchhalten soll. Verwunderlich, aber dafür gibt es einen Grund: Denn das Flaggschiff verfügt über eine RGB-Beleuchtung, die deutlich an der Laufzeit nagt. Nach einer 10-minütigen Ladung sollen die Headsets eine Stunde Spielzeit schaffen. Jedoch variiert das je nach aktivierten Features.

Inzone H9
Das Sony Inzone H9-Headset besitzt RGB-Beleuchtung. © Sony

Das Inzone H9 bietet als einziges der drei Neuzugänge aktive Geräuschunterdrückung. Das heißt: Umweltgeräusche wie laute PC-Lüfter filtern die Gaming-Headsets automatisch heraus. Wer mitbekommen will, was abseits des Spiels in den eigenen vier Wänden passiert, kann den Ambient-Modus einschalten. So kann man beispielsweise hören, wenn jemand anruft oder die Klingel läutet.

Inzone H7
Das Sony Inzone H7-Headset ist kabellos. © Sony

Beim Klang setzt Sony auf die Technik seiner Over-Ear-Kopfhörer-Reihe WH-1000XM – die zuletzt mit dem WH-1000XM5 Nachwuchs bekommen hat. Übrigens: IMTEST hat den Kopfhörer bereits getestet. Somit sollen die Gaming-Headsets sowohl extrem hoch frequentierte Töne als auch tiefe Frequenzen realistisch wiedergeben können.

Anpassungen und weitere Dinge lassen sich über die zugehörige PC-Software Inzone Hub einstellen. Dort lassen sich verschiedene Modi einstellen und der Klang personalisieren. Auch eigene Profile können Nutzerinnen und Nutzer anlegen. Eine Mac-Variante gibt es noch nicht.

Inzone H3
Das Schlusslicht der Reihe, das Sony Inzone H3-Headset, ist kabelgebunden. © Sony

Außerdem bieten alle drei Gaming-Headsets 3D-Audio-Funktionen. Dadurch wird Raumklang simuliert. Wenn man damit beispielsweise “Battlefield 2042” spielt, hören Spieler, wenn ein Panzer von links angerollt kommt und die feindliche Infanterie rechts vorrückt. Das kann bei Mehrspieler-Partien sogar Vorteile verschaffen, da man gegnerische Spieler besser orten kann.

Das abgespeckteste Modell hört auf den Namen Inzone H3 und ist im Gegensatz zu seinen drahtlosen Artgenossen kabelgebunden. Außerdem fehlen einige Features wie die aktive Geräuschunterdrückung und die RGB-Beleuchtung.



Gaming-Monitore: Sony Inzone M3, M9

Bei den neuen Gaming-Monitoren gibt der Inzone M9 den Ton an. Der Bildschirm löst mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten (4K) auf und bietet dabei eine Bildwiederholrate von 144 Hertz. Die Verbindung mit einem Gerät erfolgt via HDMI 2.1. Somit werden auch variable Bildraten und die Nvidia-Technologie G-Sync unterstützt. Die Reaktionszeit soll laut Hersteller bei 1 Millisekunde liegen. Gut für farbenfrohe Spiele: Sony verspricht, dass der Bildschirm den erweiterten DCI-P3-Farbraum zu 95 Prozent abdeckt.

Inzone M9
Der Sony Inzone M9 besitzt 4K-Auflösung. © Sony

Der kleine Bruder heißt Inzone M3 und eignet sich eher für Spieler, die schnelle Spiele wie kompetitive Ego-Shooter spielen. Denn der Bildschirm zeigt Inhalte mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten (Full HD) an, bietet dafür aber eine Bildwiederholrate von 240 Hertz. Dank HDMI-2.1-Schnittstellen sind auch hier variable Bildraten drin. Auch Nvidia G-Sync wird unterstützt.

Inzone M3 von hinten
Auffällig: Der Standfuß der Monitore. © Sony
Inzone M3
Der Inzone M3 liefert Inhalte in Full-HD. © Sony

Außerdem erinnern beide Monitore mit ihrem schrägen Design an die PlayStation 5. Sie sind höhenverstellbar und lassen sich neigen. Für einen festen Stand sollen drei Füße sorgen. Praktisch: Wer keine Lust auf das Monitor-Menü hat, kann Anpassungen auch über die zugehörige Inzone-App auf dem Smartphone vornehmen. Darin lässt isch beispielsweise die Helligkeit oder der Kontrast ändern.

Preise und Verfügbarkeiten

Alle Inzone-Gaming-Headsets sollen im Juli 2022 auf den Markt kommen. Das kabelgebundene Inzone H3 kostet 99 Euro. Wer lieber kabellos Sound auf den Ohren will, muss entweder 229 Euro für das Inzone H7 oder 299 Euro für das Inzone H9 ausgeben.

Bei den Gaming-Monitoren muss man noch etwas mehr Geduld mitbringen. Den Start macht der Inzone M9, der ab Sommer 2022 für 1.099 Euro erhältlich sein soll. Noch ungewiss ist, welchen Preis Sony für den Inzone M3 veranschlagt. Außerdem ist noch nicht bekannt, wann der Gaming-Monitor rauskommen soll.